Bischof eröffnet Ausstellung

Vernissage mit Bischof Voderholzer und missio-Präsident Huber

Madagaskar im Blick: Fotoausstellung in der Liga Bank


Regensburg, 23. Oktober 2026 

„Madagaskar ist ein zerbrechliches Paradies“, betonte missio-Redakteurin Kristina Balbach zum Auftakt der Vernissage am Donnerstagnachmittag den Titel der Ausstellung. „Aber es ist nicht vergessen, weil wir alle gemeinsam hinschauen in diesem Weltmissionsmonat“. 

Konkret umgesetzt: 15 Motive aus dem Leben und Alltag der Menschen in Madagaskar zeigt missio München in Kooperation mit der Liga ab heute (23. Oktober) in den Räumen der Bank in Regensburg. Die Bilder des Fotografen Jörg Böthling entstanden während einer Reportagereise durch den ostafrikanischen Inselstaat für das missio magazin und die Kampagne zum Weltmissionsmonat. Sie zeigen Alltägliches und Momentaufnahmen, die gleichzeitig immer eine Botschaft darüber hinaus transportieren. So steht der Reis auf den Feldern auch für andauernde Dürre und Nahrungsmittel-Knappheit in Madagaskar. Vermeintlich spielende Jungen auf einem Riesenrad berichten von einem Mangel an Strom und sind bei näherem Hinschauen als Kinder zu erkennen, die durch harte Arbeit das Spielgerät antreiben müssen.

Bischof Rudolf Voderholzer, der im Frühjahr mit missio München in Projekte nach Madagaskar gereist war, um dort die Gäste zum Weltmissionsmonat zu treffen, stellte in seiner Rede ein Bild einer Brücke über den Pangalanes-Kanal im Osten des Inselstaats heraus. Er selbst hatte eine mobile Klinik begleitet, die über die Wasserstraße entlegene Dörfer erreicht. „Brücken sind wichtige und segensreiche Bauwerke“, betonte Bischof Voderholzer. „Sie verbinden getrennte Ufer miteinander, schaffen Verbindung und bringen vor allen Dingen auch die Menschen zusammen.“ In einer Welt, die oft Mauern errichte und die Menschen voneinander trenne, sei die Kirche berufen, Brücken zu bauen.

„Der Weltmissionsmonat ist ein Brückenschlag zwischen Bayern, zwischen Regensburg und Madagaskar“, sagte er und bedankte sich bei seinem anwesenden „Mitbruder und Brückenbauer“ Kardinal Désiré Tsarahazana, dem höchsten Repräsentanten der katholischen Kirche in Madagaskar. Bischof Rudolf musste nicht lange überlegen, bis er sein Liebingsbild aus den 15 Motiven gefunden hatte: „Ich habe mir das Bild mit der Brücke über den Kanal Pangalanes ausgewählt. Mit gut 600km Länge ist der Pangalanes einer der längsten Kanäle der Welt. Das Bild erinnert mich an den 19. April dieses Jahres, als wir im Rahmen unserer Delegationsreise mit dem Boot von Toamasina aus auf diesem Kanal Richtung Süden gefahren sind. Die Brücke, die wir hier sehen ist im Ort Mananjary. Brücken: sie sind äußerst wichtige und segensreiche Bauwerke. Sie verbinden getrennte Ufer miteinander, schaffen Verbindung, ermöglichen den Verkehr und Handel und bringen vor allem die Menschen zusammen. Eines der Wahrzeichen der Stadt Regensburg ist die Steinerne Brücke. In einer Welt, die oft Mauern errichtet und die Menschen voneinander trennt, sind wir berufen Brücken zu bauen. Die wichtigste Brücke ist Christus selbst. Ich bin meinem Mitbruder Kardinal und Brückenbauer Desiré sehr dankbar, dass wir gemeinsam an dieser Brücke (zwischen Regensburg/Deutschland und Madagaskar) bauen dürfen. Möge sie Gemeinschaft stiften, viele Menschen zueinander bringen und für uns alle zum Segen werden.“

Jörg-Peter Nitschmann, Vorstandsvorsitzender der Liga Bank, dankte für die Möglichkeit, Gastgeber dieser besonderen Ausstellung zu sein. Nicht alles, was einen Wert habe, lasse sich mit Geld ausdrücken. „missio schafft Begegnungen und unterstützt kirchliches Wirken“, sagte Nitschmann. Auch die Liga Bank habe einen besonderen Auftrag gegenüber der Kirche und Gesellschaft. Da passe man doch gut zusammen. 

Monsignore Wolfgang Huber, Präsident des internationalen katholischen Missionswerk missio München, erinnerten die Foto-Motive an die vielen positiven Begegnungen in Madagaskar. Die Lage in Madagaskar habe sich politisch und wirtschaftlich sehr verschlechtert. Dass die Menschen den Mut nicht verlierten, dort trotzdem Dinge anpackten und sich einsetzten, berühre ihn. „Indem wir diesen Themen auch durch eine Ausstellung Raum geben, zeigen wir unsere Wertschätzung ihnen gegenüber. Wir zeigen den Menschen in Madagaskar: Sie sind nicht vergessen.“

Der Monat der Weltmission ist die größte Solidaritätsaktion der Katholikinnen und Katholiken weltweit und findet traditionell im Oktober statt. Im Mittelpunkt steht im Jahr 2026 das Beispielland Madagaskar. Die zentralen Festlichkeiten werden unter dem Leitwort „Sei mutig und stark“ (Josua 1,6) im Bistum Regensburg am kommenden Sonntag, 25. Oktober 2026, um 10 Uhr im Regensburger Dom ausgerichtet.

Informationen unter www.weltmissionssonntag.de 

Text: missio München
Fotos: Teresa Schmitt
(chb)

Weitere Infos

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Liga Bank in Regensburg (Dr.-Theobald-Schrems-Straße 3, 93055 Regensburg) besichtigt werden: 

Täglich geöffnet von 8.30 Uhr bis 13.00 Uhr, donnerstags bis 17.00 Uhr.

Der Eintritt ist kostenfrei.

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