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Zur Neuigkeit
Josef Eibl und Reinhard Rauner bekamen besondere Auszeichnung
Kolping-Ehrennadel für zwei Urgesteine
Regensburg/Hemau, 23. Oktober 2026
Mit Reinhard Rauner und Josef Eibl erhielten zwei Urgesteine des Kolpingbezirks Jura bei der Herbstversammlung im Landgasthof Ferstl-Bruckmeier in Hemau aus den Händen des Kolping-Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt die Ehrennadel des Diözesanverbandes sowie weitere Ehrungen. Der seit Mai amtierende Bezirksvorsitzende Josef Liedtke würdigte die beiden Geehrten, die der Kolpingfamilie Beratzhausen angehören.
Mit einer meditativen Andacht in der Friedhofskirche St. Salvator begann die Zusammenkunft. Dabei wurden die fünf Gesetze des schmerzhaften Rosenkranzes anhand von Bibeltexten und besinnlichen Gedanken betrachtet. Entsprechend dem Rosenkranzmonat Oktober wurden etliche traditionsreiche Marienlieder gesungen. Bezirkspräses Richard Bayer hob die Bedeutung des Gebets um den Frieden angesichts vieler Kriege und Konflikte in der Welt sowie für persönliche und pfarreiliche Anliegen hervor.
„Mit großer Verantwortung und Verlässlichkeit ganz im Sinne Adolph Kolpings“
Im Gasthaus Ferstl-Bruckmeier hieß Bezirksvorsitzender Liedtke besonders den Diözesanpräses Schmidt und die beiden zu Ehrenden willkommen. Im Mai hatte Reinhard Rauner auf eine Wiederwahl zum Bezirksvorsitzenden verzichtet. Nun wurde er für seine 27-jährige Tätigkeit von 1998 bis 2025 geehrt. Er habe den Bezirk Jura „als Vorsitzender geprägt, geführt und mit Leben gefüllt – mit großer Verantwortung und Verlässlichkeit ganz im Sinne Adolph Kolpings“, betonte Liedtke. Er verwies auch auf Rauners ruhige und menschliche Art, die ihn bereits in seinem Beruf als Lehrer ausgezeichnet habe. So habe er viele Menschen für das Kolpingwerk begeistern können. „Du hast dein Herz für die Menschen und Kolpingfamilien im Bezirk Jura eingesetzt“, fasste der neue Vorsitzende zusammen und gab den Beschluss der Vorstandschaft bekannt: „In Anerkennung seiner herausragenden Verdienste wird Reinhard Rauner zum Ehrenvorsitzenden des Kolpingbezirks Jura ernannt.“ Mit dem Wunsch, dass Rauner den Bezirksverband auch weiterhin mit Rat und Tat unterstützen möge, überreichte Liedtke ihm die Urkunde, ein Buch und eine Gedenkmünze zum Jubiläum „150 Jahre Kolpingwerk“ (1996).
Jugendarbeit als besonderes Steckenpferd Rauners
Auf Rauners gesamte „Kolping-Karriere“, die vor 60 Jahren mit dem Eintritt in die Hemauer Kolpingfamilie begann, ging Diözesanpräses Schmidt in seiner Laudatio ein. Dort sei Rauner kurzzeitig auch „Senior“ (Vorsitzender) gewesen. Besonders habe er sich jedoch der Jugendarbeit bei Jungkolping auf allen Ebenen (Hemau, Bezirk, Diözese) gewidmet. Fünf Jahre lang sei er Diözesanjugendleiter gewesen und habe sich von Anfang an bei der Altkleider- und Altpapiersammlung engagiert. Schließlich habe er 27 Jahre lang den Vorsitz des Kolpingbezirks Jura innegehabt. Mit einem „herzlichen Vergelt’s Gott für die Jungkolping- und Bezirksarbeit“ überreichte der Diözesanpräses Rauner die Ehrennadel des Kolping-Diözesanverbandes mit der dazugehörigen Urkunde. „Die Überraschung ist gelungen. Es gäbe noch viele Vorbilder und Menschen, die es mehr verdient hätten. Ich habe nur meine Kolping-Pflicht getan“, meinte Rauner dazu.
Ein Mann, „der Kolping gelebt hat wie kaum ein anderer“
Insgesamt 58 Jahre lang war Josef Eibl in verschiedenen Ehrenämtern für Kolping tätig – ein Mann, „der Kolping gelebt hat wie kaum ein anderer“, betonte Liedtke. Besonders die Kolping-Familien- und Ferienstätte Lambach habe Eibl seit der Grundsteinlegung im Jahr 1968 am Herzen gelegen. Damit verbunden war die seither bestehende Altkleider- und Altpapiersammlung, die eine Säule der Finanzierung bildete. Eibl organisierte die Sammlungen bis zur Herbstsammlung 2026 federführend. „Durch deinen unermüdlichen Einsatz als Organisator ist über Jahrzehnte ein wesentlicher finanzieller Beitrag für Lambach zusammengekommen. (…) Du bleibst für uns ein Vorbild für Treue, für Fleiß und Bescheidenheit“, lobte Liedtke und dankte im Namen der Kolpingfamilie Beratzhausen und des Kolpingbezirks Jura.
Viele Funktionen und Aktivitäten in Beratzhausen
Detaillierte Daten hatte der Diözesanpräses. Eibl wurde bereits am 1. Januar 1963 in die Beratzhausener Kolpingfamilie aufgenommen, wo er die Jungkolpinggruppe leitete. Von 1968 bis 1972 war er Senior (1. Vorsitzender), von 1974 bis 1994 2. Vorsitzender und von 1994 bis 2000 erneut 1. Vorsitzender. Zudem kümmerte er sich von 1984 bis 2004 um Altkolping. Bis 1997 war er ferner 1. Vorsitzender des Kolpingbezirks Jura. Auch als Theaterspieler der Kolping-Theatergruppe brillierte er viele Jahre. Schmidt würdigte auch Eibls Engagement für Lambach sowie für die Altkleider- und Altpapiersammlung. „Durch dein Engagement als Organisator konntest du unserem Haus in Lambach eine riesige finanzielle Unterstützung gewährleisten“, fasste er zusammen und überreichte auch Eibl die Ehrennadel des Kolping-Diözesanverbandes.
„Für mich war es immer eine Selbstverständlichkeit, ich habe es immer gern gemacht. Kolping ist mir immer eine Herzensangelegenheit gewesen – es hat gepasst“, äußerte sich Eibl zu seiner Auszeichnung.
Michael Beer nun Organisator der Altkleider- und Altpapiersammlungen
Seine Nachfolge als Organisator der Altkleider- und Altpapiersammlungen übernimmt nun der Beratzhausener Michael Beer (46). Bereits seit seiner Kindheit beteiligt er sich aktiv an den Sammlungen. Darüber hinaus ist er ein Urgestein beim Spielmannszug. „Ich trete in große Fußstapfen. Aber ich habe von Josef Eibl eine gute Einweisung bekommen“, meinte Beer.
Sehr zufrieden äußerte sich in seinem Schlusswort auch Bezirkspräses Bayer. „Die neue Mannschaft ist sehr engagiert und macht einen guten Eindruck. Der Kolpingbezirk Jura hat eine gute Zukunft.“ Nach diesen Worten und dem abschließend gemeinsam gesungenen Kolping-Lied ging die Versammlung zum geselligen Teil über.
Text und Fotos Markus Bauer
(SG/chb)







