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Das Bischöfliche Zentralarchiv Regensburg ist für den Benutzerverkehr geöffnet.
Schriftliche Anmeldung und Terminbestätigung sind dabei unbedingt erforderlich.

Der Zugang zum Archiv erfolgt bis auf weiteres nicht mehr über den Haupteingang der Bischöflichen Zentralbibliothek (St. Petersweg 11-13). Benutzerinnen und Benutzer melden sich an der Schranke am Parkplatz St. Petersweg bei der Klingel "Archiv/Bibliothek".
Bitte gehen Sie dann nach LINKS über den Parkplatz zur großen Holztüre zwischen den Säulen. Dort werden Sie abgeholt.

Die 3G-Regel entfällt bis auf weiteres.

Im Gebäude und am Arbeitsplatz ist weiterhin eine FFP2-Maske zu tragen.

Am 26. Juni, 11 bis 16 Uhr, findet der Tag der Archive von Stadt und Landkreis Regensburg statt. Herzliche Einladung!

Bischöfliches Zentralarchiv Regensburg

Allen Besuchern ein herzliches „Grüß Gott“. Wir freuen uns, dass Sie unsere Archivalien benutzen möchten. Und da haben wir Ihnen jede Menge zu bieten. Denn das Bischöfliche Zentralarchiv in Regensburg verwahrt

  • über 4.000 laufende Meter an Akten 
  • rund 600 laufende Meter an Bänden 
  • sowie annähernd 20.000 Urkunden

Wollen Sie einen Blick in die Vergangenheit werfen? Dann besuchen Sie uns: Bischöfliches Zentralarchiv Regensburg (Kontakt - Öffnungszeiten - weitere Info).

Das Archiv 

  • ist Wahrer der Rechtssicherheit 
  • leistet durch sein Wirken einen wichtigen Beitrag zum Sendungsauftrag der Kirche und zur Neuevangelisation 
  • bewahrt die Vergangenheit 
  • vermittelt historische Identität 
  • hält durch den Bestand der Matrikeln sogar jenen Augenblick fest, in dem ein Mensch ein Sakrament empfangen hat, mit anderen Worten: in dem die Gläubigen dieser Diözese Gott begegnet sind


Damit sind die Diözesanarchive zentrale Orte des Gedächtnisses der Kirche und gleichzeitig wesentlicher Teil des kulturellen Erbes der Gesellschaft. 

Am 30. Mai 2022 verstarb in Regensburg der Gründungsdirektor des Bischöflichen Zentralarchivs und der Bischöflichen Zentralbibliothek Regensburg Msgr. Dr. Paul Mai.

Der am 11. April 1935 in Breslau geborene Paul Mai fand nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst im niederbayerischen Ganghofen eine neue Heimat. Er besuchte das Bischöfliche Studienseminar in Straubing und studierte katholische Theologie, Kunstgeschichte und Geschichte in München und Regensburg. 1962 wurde er von der Münchener Universität mit einer Arbeit zum Thema „Die Traditionen, die Urkunden und das älteste Urbarfragment des Stiftes Rohr, 1133–1332“ promoviert. Im selben Jahr erhielt er in Regensburg die Priesterweihe. Nach einer Tätigkeit als Kaplan in Eggenfelden und nachfolgend als Präfekt im Regensburger Studienseminar Obermünster wurde Paul Mai 1967 von Bischof Rudolf Graber mit den Aufgaben eines bischöflichen Archivars und Bibliothekars betraut.

In dieser Funktion verwirklichte er im Auftrag der Diözese sein Lebenswerk: die Neuerrichtung des Bischöflichen Zentralarchivs und der Bischöflichen Zentralbibliothek auf dem Gelände des ehemaligen Damenstifts Obermünster am St.-Peters-Weg. Während das Bistumsarchiv bereits 1971 seine Arbeit in den Räumlichkeiten des früheren Knabenseminars aufnahm, wurde der nach damaligem Stand modernste Bibliotheksbau Deutschlands mit seinem noch heute das Stadtbild prägenden „Bücherturm“ im Oktober des darauffolgenden Jahres 1972 von Bischof Graber eingeweiht. Das Konzept, die Institutionen Archiv und Bibliothek unter einem Dach zu führen, hat sich dabei zu einem auch von anderen Diözesen aufgegriffenen erfolgreichen Modell etabliert.

Neben seiner Tätigkeit in Archiv und Bibliothek, den als „Gedächtnis des Bistums“ unverzichtbaren Einrichtungen, war Dr. Paul Mai maßgeblich auch am Aufbau der diözesanen Museen beteiligt. Zugleich oblag ihm die Aufsicht über das Katholische Matrikelamt und die Diözesanstelle des St. Michaelsbundes für die Betreuung der katholischen öffentlichen Büchereien. Er bekleidete außerdem zahlreiche Ehrenämter, so unter anderem den Vorsitz des Vereins für Regensburger Bistumsgeschichte, des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, des vormaligen Instituts für ostdeutsche Kirchen- und Kulturgeschichte und des Regensburger Deutschordenshauses. Bis ins höhere Alter war er mit Vorträgen und Aufsätzen wissenschaftlich tätig. Am 1. September 2014 trat er in den Ruhestand. Die letzten Jahre verbrachte er zurückgezogen im Deutschordenshaus St. Josef in Regensburg. Requiescat in pace.

Msgr. Dr. Paul Mai