Ein zierlicher Schmetterling, gerade mal 5 cm breit, zeigt auf seinen leuchtend bunten Flügeln eine komplette Kreuzigungsszene – dieses Wunderwerk der Goldschmiedekunst, gefertigt um 1310/20, ist nur eines von vielen staunenswerten Objekten im Domschatz Regensburg.

Entdecken Sie Schatzkammerstücke des Mittelalters und der Neuzeit in den historischen Räumen der ehemaligen bischöflichen Residenz. Dazu gehören Gewänder in feinster Goldstickerei und hochwertige Goldschmiedearbeiten wie das reich geschmückte Prager Ottokarkreuz aus dem 13. Jahrhundert oder das berühmte Regensburger Emailkästchen, das wohl um 1400 in einer der Werkstätten der französischen Fürstenhöfe entstanden ist.

Bei einem Besuch im Domschatz Regensburg als Einzelgast stehen informative Handreichungen zur Verfügung, die Ihnen die Highlights vorstellen.

Unsere App "Domschatz Regensburg" ermöglicht Ihnen, zwischen drei verschiedenen Touren auszuwählen. Je nach Interesse oder Ihrem verfügbaren Zeitfenster lernen Sie unsere Exponate kennen und erhalten Informationen zu Herstellung, Herkunft und Bedeutung. Kinder ab 8 Jahren können in der Quiztour spannende Details entdecken.

Unser Museum für Kinder lädt das ganze Jahr über Schatzsucher, Rätselfreunde und Entdecker ein, spannende und aufregende Abenteuer zu erleben.

 

Öffnungszeiten

Der Domschatz ist zurzeit wegen Neugestaltung geschlossen! Wiedereröffnung im Mai 2026 als einer von sechs Standorten des neuen Kunstquartiers am Dom.

 

Eintrittspreise

  • Kinder und Jugendliche, Schulklassen: frei
  • Erwachsene: 3 €
  • Studierende und Schwerbehinderte gegen Vorlage des entsprechenden Ausweises, Gruppen ab 15 Personen pro Person: 1,50 €
  • Führungen (deutsch, englisch) für Gruppen nach Vereinbarung: 50 €

Kontakt & Wegbeschreibung

Krauterermarkt 3 (Zugang auch durch den Dom)
93047 Regensburg

Tel.: +49 941 597 2530
E-Mail: 
Internet: www.domschatz-regensburg.de

Domschatz Wegbeschreibung

Hätten Sie es gewusst? Regensburg gilt bis ins 18. Jahrhundert hinein als herausragendes Zentrum der Goldschmiedekunst. Die Zunft der Goldschmiede war eine der vornehmsten. Das liegt natürlich an dem Material Gold und dessen faszinierenden Eigenschaften:

Begehrenswert machen es  

  • der Sonnenglanz,
  • die Beständigkeit gegen alle äußeren Einflüsse,
  • die Seltenheit des Vorkommens.

Deshalb galt und gilt es in seiner Geschichte bis heute als Inbegriff des Reinen, Höchsten und Ewigen.

Dass sich dieser einzigartige Werkstoff besonders für Goldschmiedearbeiten im Dienste Gottes eignet, wird im Domschatz Regensburg erlebbar. Exzellent gefertigte Kruzifixe, Monstranzen, Kelche und Bischofsstäbe sind neben Gewändern in feinster Goldstickerei zu sehen.

Die prunkvolle Ausstattung bei Messfeiern sollte den Menschen das Abbild himmlischer Herrlichkeit  geben. Auch heute sind die sakralen Geräte und Paramente nicht nur Ausstellungsstücke im Museum, sondern werden zu besonderen Anlässen im Dom St. Peter verwendet.

Domschatz Monstranzen

Die Schatzkammer des Regensburger Doms birgt Kostbarkeiten aus vielen Jahrhunderten. Zur Feier der Gottesdienste im Dom wurden bemerkenswerte Stücke geschaffen, die in den historischen Räumen der ehemaligen bischöflichen Residenz gezeigt werden.

Ausgewählte Beispiele:

Das böhmische Ottokarkreuz aus dem 13. Jahrhundert.

Das Ottokarkreuz wurde für die kostbare Reliquie vom Kreuz Christi geschaffen. Sie wurde als schlichtes hölzernes Doppelbalkenkreuz auf der Vorderseite hinter Kristallglas eingesetzt. Ende des 13. Jahrhunderts ließ der böhmische König Ottokar II. (1253-78) das Kreuz für die königliche Grablege im Prager Agneskloster anfertigen. 1313 kam es unter Bischof Nikolaus von Ybbs in den Regensburger Domschatz. Es zählt zu den bedeutendsten Goldschmiedearbeiten des Mittelalters.

Regensburger Emailkästchen

Es entstand wohl in einer der Werkstätten französischer Fürstenhöfe. In mehreren Schichten wurde farbiges Glaspulver auf einen Silbergrund aufgetragen und bei hohen Temperaturen zum Schmelzen gebracht. 52 Tiere und Fabelwesen zieren das Kästchen. Zwischen ihnen leuchten goldene Strahlenhalbmonde vor etwa 11.000 Goldsternen, die innen wie außen in das Email eingeschmolzen werden.

Domschatz Emailkaestchen

Das Schmetterlingsreliquiar:

Weltweit einmalig ist der lebensgroße Schmetterling aus vergoldetem Silber mit bunten Flügeln aus Email. Er wurde erst 1991 bei der Restaurierung eines gotischen Holzkruzifixes wiederentdeckt. Dort war er gut 600 Jahre im Hinterkopf einer Christusfigur verborgen.
Die Vorderseite zeigt Maria und Johannes unter dem Kreuz Christi. Die Rückseite beherbergt Reliquien, unter anderem vom Kreuz Christi.