News Bild “Religion findet ihre Darstellung im sozialen Wirken und im kulturellen Schaffen”- Hunderte Regensburger feiern mit Bischof Gerhard Ludwig Müller Pontifikalamt anlässlich der Aufstellung des König-Ludwig-Denkmals auf dem Domplatz

“Religion findet ihre Darstellung im sozialen Wirken und im kulturellen Schaffen”- Hunderte Regensburger feiern mit Bischof Gerhard Ludwig Müller Pontifikalamt anlässlich der Aufstellung des König-Ludwig-Denkmals auf dem Domplatz

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Gemeinsam mit vielen hunderten Regensburgern hat Bischof Gerhard Ludwig Müller vergangenen Sonntag, den 9. Mai, im vollbesetzten Dom St. Peter ein feierliches Pontifikalamt anlässlich der Aufstellung des König-Ludwig-Standbildes auf dem Regensburger Domplatz gefeiert.

In seiner Predigt würdigte Bischof Gerhard Ludwig Müller den Einsatz des Königs für Wissenschaft, Kunst und den christlichen Glauben und hob dabei besonders die Vollendung des Regensburger Doms unter Ludwig I. hervor: “Statt militärischer Abenteuer und ehrgeiziger Machtspiele, in denen das Volk nur Mittel zum Zweck wäre, wollte Ludwig sein Königreich fördern mit den Mittel der Wissenschaft und der Kunst. Schauen wir auf das ihm zu verdankende einzigartige Ensemble der Walhalla bei Donaustauf, die Befreiungshalle bei Kelheim und den von ihm vollendeten Regensburger Dom, dann zeigen sich die Orientierungsmarken seines Selbstverständnisses als Monarch: das Erbe der Antike, der Stolz auf die deutsche Kultur und ihre Freiheit gegenüber der Fremdbestimmung und die christliche Religion als Quelle wahrer Humanität und moralischer Kraft.

Religion ist die lebendige und persönliche Beziehung zu Gott und die Begegnung mit Gott in seinem Sohn Jesus Christus. Sie vollzieht sich in der Gemeinschaft des Glaubens, der Hoffung und der Liebe. Christliche Religion findet ihre Darstellung in liturgischer Gottesverehrung und tatkräftiger Nächstenliebe, wie auch im sozialen Wirken und im kulturellen Schaffen, in dem sich der Mensch als geistiges und sittliches Wesen Ausdruck verschafft.

So stehe das Reiterdenkmal Ludwigs I. dem Dom zugewandt, weil sich darin die Hinwendung Ludwigs zu seinem eigenen christlichen Glauben und zur katholischen Kirche, aber auch seine besondere Beziehung zu eben diesem erhabenen Sakralbau, einem der bedeutendsten Denkmäler deutscher und europäischer Kultur darstellt, erklärte der Regensburger Oberhirte.

Im Anschluss an das Pontifikalamt wurde gegen 14.30 Uhr das Reiterstandbild König Ludwig I. von Bayern im Beisein von Bischof Gerhard Ludwig Müller sowie Mitgliedern des Domkapitels feierlich an den Domplatz zurückgeführt. Bereits im Jahre 1902 hatte die Stadt Regensburg das Reiterstandbild auf dem Domplatz aufstellen lassen. 1936 wurde es von den Nationalsozialisten in die abgelegene Fürst- Carl-Anselm- Allee verbannt. Auf Initiative des Vereins “ Welterbe Kulturfonds Regensburg” kehrte das Standbild auf seinen angestammten Platz zurück.

Lesen Sie hier die Predigt des Bischofs im Wortlaut