News Bild „Mit der Sprache des Herzens und der Sprache der Liebe“ - St. Georgs-Pfadfinder brachten das Friedenslicht aus Bethlehem nach Regensburg und ins ganze Bistum

„Mit der Sprache des Herzens und der Sprache der Liebe“ - St. Georgs-Pfadfinder brachten das Friedenslicht aus Bethlehem nach Regensburg und ins ganze Bistum

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(pdr) Anliegen der Weltkirche genießen im Bistum Regensburg traditionell hohen Stellenwert. Dazu gehört das Gebet um den Frieden in der Welt – und im Heiligen Land, an den Stätten des Wirkens Jesu Christi vor 2000 Jahren. Einer guten Tradition entsprechend findet am 3. Adventssonntag am späten Nachmittag in der Obermünsterruine in Regensburg ein Gottesdienst statt, in dessen Rahmen das Friedenslicht aus Bethlehem ankommt und durch den Regensburger Bischof an die Pfadfinder aus dem gesamten Gebiet des Bistums verteilt wird. Auch in diesem Jahr hatten sich rund Tausend Kinder und Jugendliche dort eingefunden, um auf die Ankunft des Friedenslichtes aus Bethlehem, dem Geburtsort Christi, zu warten. Dieses besondere Licht wird in einer Aktion des Österreichischen Rundfunks (ORF) in Bethlehem entzündet und in Wien an die St. Georgs-Pfadfinder aus ganz Europa verteilt. Mit dem Zug wird das Licht in Deutschland in rund dreißig Städte, darunter auch Regensburg, gebracht. Von dort aus wird es an die Gemeinden und Gruppen weitergegeben. Dieses Friedenslicht von Bethlehem ist im Lauf der Jahre zu einem besonderen Symbol in der Weihnachtszeit geworden. Im Jahr 2011 steht die Aktion Friedenslicht unter dem Motto: „Licht verbindet Völker.“

Bischof Gerhard Ludwig Müller nahm einmal mehr an der Feier teil. Er erklärte den vielen hundert Jugendlichen die christliche Bedeutung des Lichts. Es sei das Symbol der Liebe Jesu Christi. „Das Licht steht dafür, dass die Leute nicht gegeneinander angehen, sondern in Frieden miteinander leben sollen“, sagte der Bischof. „Von uns selber soll ein Licht ausgehen, das Frieden bringt. Das Licht soll die Menschen zueinander führen, auch wenn sie ganz unterschiedlichen Kulturen angehören. Denn auch jenseits der unterschiedlichen Sprachen kann man sich verstehen, nämlich mit der Sprache des Herzens und der Sprache der Liebe. Das ist das Licht, das von Christus ausgeht, die Liebe Gottes, die zu uns Menschen kommt und uns zueinander führt und uns miteinander verbindet in der einen Menschheitsfamilie, der Familie Gottes in seiner Kirche“, sagte der Bischof.

Bischof Gerhard Ludwig erzählte den jungen Menschen von einem besonderen Ereignis, das sich beim Weltjugendtag in Madrid zugetragen hat. Ein schlimmes Unwetter habe bei einer Großveranstaltung in der Nacht einen Lichtausfall verursacht. Doch obwohl Hunderttausende von Menschen in völliger Dunkelheit zusammen waren, sei weder Panik aufgekommen noch Angst oder gar Aggression. Vielmehr habe sich eine große Andacht über die Menschen gelegt, und ein Friede, der sich an dem einzigen Licht, das noch brannte, dem Licht auf der Altarinsel, das Gott und die Liebe symbolisierte, orientiert habe.

Auch die Pfadfinder wollen mit dem Friedenslicht daran erinnern, dass alle Menschen Brüder und Schwestern sind: „Durch die Weitergabe des Lichtes an alle Menschen, egal welcher Volks- und Religionszugehörigkeit, verbindet es Menschen und wird so zum lebendigen Zeichen des Friedens“, sagen die Pfadfinder. Das Licht aus Bethlehem wurde feierlich über das Gelände nach vorne getragen. Dort gab der Regensburger Oberhirte die Flamme weiter, während die versammelten Menschen Taizé-Gesänge anstimmten.