News Bild Missa chrismatis im Regensburger Dom - Bischof Gerhard Ludwig weihte die Öle für Sakramentenspendung

Missa chrismatis im Regensburger Dom - Bischof Gerhard Ludwig weihte die Öle für Sakramentenspendung

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Bischof Gerhard Ludwig hat am Montag der Karwoche bei der „Missa chrismatis“ die Öle für die Feier der Sakramente im Bistum Regenburg gesegnet. Über 800 Gläubige waren zu diesem besonderen Ereignis aus allen Regionen der Diözese in den Regensburger Dom St. Peter gekommen, darunter zahlreiche Jugendliche, die in diesem Jahr das Sakrament der Firmung erhalten werden. „Die Sakramente, zu deren Spendung die heute geweihten Öle dienen, sind Ausdruck der bleibenden Gegenwart Christi in der Welt“, so der Bischof in seiner Predigt. „Wir werden zu Christen, wenn der Priester bei der Taufe mit diesem Öl ein Kreuz auf die Stirn des Täuflings macht. Von nun an sind wir aufgerufen, aktive Zeugen des Lebens und der Auferstehung Christi zu sein“.

Im Rahmen der Eucharistiefeier erneuerten die Priester, Diakone und Priesteramtskandidaten ihr Bereitschafts-Versprechen für den priesterlichen Dienst. So ist die Missa Chrismatis ein Zeichen der engen Verbundenheit der Priester mit dem Bischof. Nach dem Gottesdienst nahmen Vertreter aus den acht Regionen des Bistums im Doms die hl. Öle für die Sakramentenspendung in den Pfarreien des Bistums in Empfang.

Stichwort Öle und Salbung
In der Missa Chrismatis werden drei Öle vom Bischof gesegnet: Der Chrisam, das Katechumenenöl und das Öl für die Krankensalbung. Grundstoff aller Öle ist das Olivenöl, das bereits in der Antike eine wichtige Rolle gespielt hat.
Dem Chrisam werden darüber hinaus unmittelbar vor der Weihe wohlriechende Duftstoffe dazugegeben. Mit diesem Öl werden die Neugetauften und die Firmlinge gesalbt; ebenso wird es bei der Priester- sowie der Altarweihe verwendet.
Mit dem Katechumenenöl werden die Taufbewerber, mit dem Öl für die Krankensalbung Kranke und Sterbende gesalbt.
Die Salbung mit Öl ist seit jeher ein symbolischer Hinweis auf die Kraft und Gnade die der Gesalbte empfängt. Im Alten Testament wird beschrieben wie Könige und Propheten zu ihrem jeweiligen Dienst gesalbt wurden als Ausdruck ihrer Anerkennung durch Gott und ihrer Auszeichnung vor den Menschen. Im neuen Testament wird die Salbung mit Öl zur Gesundung der Kranken beschrieben: „Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden.“ (Jakobusbrief, 5,14ff.).
Auch die hebräische Bezeichnung Messias und die griechische Übersetzung Christus bedeutet „Gesalbter“. Deswegen salbt der Priester jeden Neugetauften zum Zeichen seiner Berufung und Würde als Christ nach der Taufe mit Wasser mit Chrisam, denn als Christ ist er ein „Gesalbter“.