News Bild „Macht euch auf und bringt Frucht“ - Die Kirche feiert am 23. Oktober 2011 den Sonntag der Weltmission

„Macht euch auf und bringt Frucht“ - Die Kirche feiert am 23. Oktober 2011 den Sonntag der Weltmission

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Der Weltmissionssonntag ist der große Solidaritätstag der Kirche. An diesem Tag wird in besonderer Weise deutlich, dass Christen eine weltweite Gemeinschaft sind, dass sie im gegenseitigen Austausch einander bereichern können und zur Solidarität mit den ärmeren Mitchristen herausgerufen sind.

In diesem Jahr stellt missio in München – zusammen mit dem Schwesterwerk in Aachen bildet es das päpstliche Missionswerk in Deutschland – im Rahmen seiner Aktion zum Monat der Weltmission das Wirken der katholischen Kirche im Senegal vor. Die Christinnen und Christen im Senegal sind eine lebendige und selbstbewusste Gemeinschaft. Am kommenden Sonntag sind die Christen in Deutschland deswegen eingeladen, den Blick vor allem auf das Engagement der Christen im Senegal zu lenken, aber auch auf alle Christinnen und Christen weltweit.

Zusammen mit missio bitten auch die Verantwortlichen im Bistum Regensburg um das Gebet und finanzielle Solidarität für die Schwestern und Brüder, damit im Senegal, bei uns und weltweit das Wort Jesu wirksam werden kann. So wird deutlich, dass die Kirche eine Lern-, Gebets- und Solidargemeinschaft ist.

Beispielland Senegal
Mit rund 800.000 Katholiken stellen sie knapp sechs Prozent der Bevölkerung. Die überwiegende Mehrzahl der senegalesischen Bevölkerung ist muslimischen Glaubens. Es besteht ein gutes Klima für den islamischchristlichen Dialog. Der gemeinsame Blick von Christen und Muslimen auf die Nöte der Menschen ist zentral für das „Modell Senegal“, wie dort vielfach der Dialog des Lebens zwischen Christen und Muslimen bezeichnet wird. Ein Charakteristikum des Senegal ist seine sprichwörtliche Gastfreundschaft, „Téranga“ genannt. Diese Gastfreundschaft wird insbesondere zwischen den Religionen als Ideal hochgehalten und geachtet. Trotz ihrer Minderheitensituation übt die katholische Kirche insbesondere über das Schul- und Bildungssystem und ihre Gesundheitseinrichtungen einen – gemessen am Bevölkerungsanteil – großen gesellschaftlichen Einfluss aus.

Auf dem diesjährigen Plakat zum Sonntag der Weltmission ist sagenumwobenen Baobab zu sehen. Dieser Baum ist Afrikas Lebensbaum. Ein Baobab kann im Alter mehrere Tausend Liter Wasser speichern und ist somit ein riesiges Wasserreservoir in der Trockenzeit. In der Vorstellung der Menschen im Senegal ist der Baobab unzerstörbar. So sehr man ihn auch verletzt und verstümmelt, gräbt er seine Wurzeln noch tiefer und fester in die Erde hinein. Im Senegal ist er deshalb auch im offiziellen Staatswappen enthalten. Aus seinen Früchten kann man Heilmittel erzeugen und vitaminreiche Getränke. Auch wir als Christen sollten so etwas wie „Baobabs“ sein und reiche Frucht bringen. Im Leitwort der Aktion zum Sonntag der Weltmission aus dem Johannesevangelium heißt es: „Macht euch auf und bringt Frucht“ (Joh.15,16). Gestärkt durch Gottes Zuwendung sind wir in der Nachfolge Jesu aufgefordert, uns aufzumachen, unsere Talente und Charismen zum Aufbau des Reiches Gottes einzusetzen und somit reiche Frucht zu bringen.

Hintergrund
Der Weltmissionssonntag wurde von Papst Pius XI. am 14. April 1926 eingeführt. Er wird in allen Ländern durchgeführt, in denen es Katholiken gibt. Die Kollekte des Weltmissionssonntages geht in den Solidaritätsfonds der Päpstlichen Missionswerke. Die Jahresversammlung aller Nationaldirektoren entscheidet, welche kirchlichen Projekte damit unterstützt werden.

Dieser globale Solidaritätsfonds der Päpstlichen Missionswerke – in Deutschland sind dies missio in Aachen und München – macht es möglich, lokal zu unterstützen, um global zu handeln. Als Förderer greift missio nicht selbst jemanden heraus, der gefördert wird, sondern die einzelnen Missionwerke in den verschiedenen Ländern tragen selbst Anliegen vor und bitten um Hilfe für das, was sie aus eigener Kraft nicht schaffen können. Wer so gibt, gibt mehr als nur finanzielle Hilfe: die Bereitschaft zuzuhören, Vertrauen und Würde.

Mit dem Globalen Solidaritätsfonds werden vor allem die Menschen erreicht, deren Adresse keine Postleitzahl hat. Menschen, die niemanden haben, der für sie eintritt. Viele von ihnen sind Repressionen ausgesetzt, doch ihre Nöte werden von keiner Medienkampagne und keiner Pressemeldung beleuchtet. Diese Menschen sind zu arm und zu verängstigt, um an die Tür zu klopfen. Sie schämen sich dafür, dass jemand sie sehen könnte, wie sie um etwas bitten. Ihnen gilt die Sorge der Missionare, die sie ermutigen, selbstständig zu denken, ihre eigenen Bedürfnisse zu formulieren und um Hilfe zu bitten.
Die Päpstlichen Missionswerke wie missio geben den Bedürfnissen der unerkannten Armen dieser Welt Würde und Dringlichkeit. Sie werden Teil der einen missionarischen Familie und geben uns die Möglichkeit, menschlicher zu werden.

Weitere Informationen unter www.missio.com.