News Bild Die Qualität der Kita stärken – Modellversuch der Caritas

Die Qualität der Kita stärken – Modellversuch der Caritas

Home / News

Seit 2015 gibt es den bayernweiten Modellversuch Pädagogische Qualitätsbegleitung in Kindertageseinrichtungen. Auch die Caritas im Bistum Regensburg ist mit an Bord – kürzlich fand ein entsprechendes Netzwerktreffen statt, zu dem Leiterinnen von Kindertageseinrichtungen aus der ganzen Diözese zusammenkamen.

 

Modellversuch „Pädagogische Qualitätsbegleitung in Kindertageseinrichtungen“

Krippen, Kindertageseinrichtungen und Horte leisten hervorragende Arbeit. Angesichts wachsender Herausforderungen und sich wandelnder Rahmenbedingungen sind aber unterstützende Impulse von außen immer wieder notwendig und willkommen. Genau hier setzt der Modellversuch „Pädagogische Qualitätsbegleitung in Kindertageseinrichtungen“ (PQB) an. Gesteuert und gefördert wird das Projekt vom bayerischen Sozialministerium, das Münchner Staatsinstitut für Frühpädagogik steuert seine wissenschaftliche Expertise bei. Das Angebot richtet sich an öffentliche, kirchliche und private Träger, die Teilnahme ist freiwillig. In der vierjährigen Modellphase sind bayernweit bis zu 60 Qualitätsbegleiterinnen und -begleiter im Einsatz. Sie beraten jede Einrichtung kompetent und praxisnah, mindestens achtmal im Projektzeitraum.

 

Nicht Kontrolle, sondern Stärkung

Im Mittelpunkt des Coaching-Prozesses steht die Beziehung zwischen Kindern und Erziehern. Atmosphäre und Betreuung einer Einrichtung sollen Entwicklung und Lernen fördern. Zugleich geht es darum, Kooperation und Zusammenhalt des Mitarbeiterteams zu stärken. Dabei versteht sich die Pädagogische Qualitätsbegleiterin als Ergänzung bereits bestehender Beratungsangebote. Außerdem soll ein bayernweites Netzwerk entstehen. In der Diözese Regensburg ist die Fachberatung für Kindertageseinrichtungen des Diözesan-Caritasverbandes beteiligt. Gudrun Hutmacher hat inzwischen rund 200 Besuche in zahlreichen Einrichtungen des Bistums gemacht. Es geht der Pädagogin und Sprachberaterin vor allem um eine optimale Beziehung zwischen Erziehern und Kindern. Zudem spielt für ihre Qualitätsbegleitung die Integration von Buben und Mädchen mit Migrationshintergrund eine zunehmend wichtige Rolle. „Ich bin keine Kontrolleurin. Meine Aufgabe ist es, zu vermitteln und Ansprechpartnerin zu sein“, betont Hutmacher. Ihre Beratungsgespräche sollen die ausgezeichnete Arbeit der Einrichtungen und ihrer Mitarbeiter unterstützen und fördern.

 

Erfolgreicher Modellversuch

Die Pädagogische Qualitätsbegleitung bietet Kindertageseinrichtungen wertvolle Hilfe, entscheidend für den Erfolg sind aber auch der Austausch zwischen allen Beteiligten und das Feedback der Einrichtungen. Nicht zuletzt darum ging es bei einem Netzwerktreffen, zu dem die Fachberatung für Kindertageseinrichtungen des Caritasverbands der Diözese Regensburg in die Domstadt lud. Und so kamen vor kurzem die Projektverantwortliche Gudrun Hutmacher, Referatsleiterin Ursula Lutz und die Fachberaterinnen Anne Baumann, Sabine Weber und Yvonne Esser mit Leiterinnen von Kitas, Krippen und Horten aus der ganzen Diözese zusammen. Die Teilnehmerinnen erwartete ein umfangreiches Programm. Im Bistum sind inzwischen 35 katholische Kitas an dem Projekt beteiligt, insgesamt wurden damit bisher 350 pädagogische Fachkräfte erreicht. Hutmacher deutet an, dass es bereits sehr positive Bewertungen bei der Evaluation des Modellversuchs gibt.

 

Vernetzung, Austausch und Feedback

Hutmacher stellte den vom Staatsinstitut für Frühpädagogik entwickelten „Qualitätskompass“ vor. Er gibt den Fachkräften wichtige Kriterien zur Beurteilung ihrer pädagogischen Arbeit an die Hand. Besonders wichtig war der Austausch untereinander. Was ist sinnvoll? Was kann man an andere weitergeben? „Diese Gespräche sind für jeden hilfreich, da die Einrichtungen die Veränderungen sowohl in unterschiedlichem Tempo als auch mit jeweils eigenem Fokus vollziehen“, betont Gudrun Hutmacher.  Vernetzung, Austausch und Feedback sind entscheidend für den Erfolg dieses Modellversuchs.