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Caritas: Die Notlagen der Menschen verschärfen sich

Aufruf zur Herbstsammlung

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Regensburg, 21. September 2022

Die Notlagen der Menschen verschärfen sich. Mit steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen kommen auch auf die Caritasarbeit neue Herausforderungen zu. Die Caritas wirbt daher um breite Unterstützung der Herbstsammlung vom 26. September bis 2. Oktober. Den Auftakt bildet die Kirchenkollekte am Sonntag, den 25. September.

Die Caritas im Bistum Regensburg sieht sich mit steigenden Energie- und Lebensmittelkosten neuen Herausforderungen gegenüber: "Wir müssen uns auf die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Krieges in der Ukraine auch bei uns in der Region einstellen", sagt Caritasdirektor Michael Weißmann. Die deutschen Kommunen und damit auch die Pfarrgemeinden unterstützen Geflüchtete aus der Ukraine. Zudem treffen wirtschaftliche Folgen wie beispielsweise steigende Energiepreise auch Menschen in der Region - vor allem jene, die bereits an oder unter der Armutsgrenze leben.

Bedarfe steigen

Immer mehr Menschen geraten wegen der aktuellen Krisen in schwierige persönliche Lebenslagen. Spürbar ist dies auch an der Nachfrage bei der Allgemeinen Sozialberatung der Caritas, die in den letzten Monaten noch einmal enorm zugenommen hat. Die Beraterinnen und Berater können die Nachfrage oft kaum mehr bewältigen. Hauptsächlich wird die Beratungsstelle von Familien mit geringem Einkommen, Rentnern und vor allem Rentnerinnen und auch Migranten aufgesucht.

Neue Armut und Bedürftigkeit entstand schon in Folge der Corona-Pandemie mit ihren zahlreichen Effekten auf die Arbeitswelt. Paare oder alleinstehende Personen, die durch die Pandemie wegen Kurzarbeit oder Verlust des Arbeitsplatzes in eine soziale oder finanzielle Schieflage geraten sind, sind von weiter steigenden Lebenshaltungskosten besonders betroffen. Damals hat man im Bistum Regensburg über die Caritas und die Pfarrgemeinden unter anderem mit der Bereitstellung von Geldern im Rahmen eines Sonderfonds für unbürokratische Soforthilfen reagiert.

Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann ruft zur Herbstsammlung auf und bittet um Spenden für Bedürftige.

Caritas-Sammlung für Hilfsangebote unverzichtbar

„Caritas hilft“, sagt Direktor Weißmann, „aber, was viele nicht wissen, auch wir sind auf Unterstützung angewiesen! Der Rückgang der Kirchensteuer schlägt sich zunehmend auch bei der Caritas nieder und viele Angebote können wir nur dank Spenden aufrechterhalten. Zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst, finden bundesweit die großen Caritas-Sammlungen statt. Die kommende Herbstsammlung ist vom 26. September bis 2. Oktober. Den Auftakt bildet die Kirchenkollekte am Sonntag, den 25. September.

Über 700 Pfarreien im Bistum Regensburg engagieren sich. Zahlreiche ehrenamtliche Sammlerinnen und Sammler sind unterwegs, verteilen Flyer oder Spendenbriefe, gehen von Tür zu Tür. Ohne dieses Engagement wäre die Sammlung nicht denkbar. In manchem Sammlungsjahr kamen auf diese Weise bis zu zwei Millionen Euro Spendengelder zusammen. "Die Spenden sind wegen der organisatorischen Beschränkungen in der Corona-Pandemie zurückgegangen, die Notlagen der Menschen haben sich jedoch verschärft", sagt Caritasdirektor Michael Weißmann.

Die Hälfte der Spendenerlöse aus der Caritas-Sammlung geht an den Diözesan-Caritasverband Regensburg. Die Caritas finanziert damit Hilfen und Dienste, die nicht oder nur teils staatlich finanziert werden. Dazu zählen beispielsweise Beratungsangebote in der Allgemeinen Sozialberatung, in der Schuldner-, in der Asyl- und Migrationsberatung oder in der Suchthilfe. Die Spenden werden aber auch individuell für Not- und Katastrophenfälle eingesetzt. Die andere Hälfte der Spenden verbleibt in den Pfarreien. Es geht um konkrete, individuelle Nothilfen für Menschen vor der eigenen Kirchentür. "Das Geld, das in Form von Spenden zu uns kommt, wird ohne Abzug von Verwaltungskosten und ohne großen bürokratischen Aufwand dort eingesetzt, wo es am nötigsten ist", sagt Weißmann.

 

Text: Caritasverband Regensburg, Fotos: H.C. Wagner / jas
Das Titelbild zeigt: Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann ehrte beim Dekanatsabend in Regensburg Johann Würdinger und Leonhard Pillmeier aus der Pfarreiengemeinschaft Reinhausen-Sallern mit dem Ehrenabzeichen in Gold - seit mehr als 40 Jahren sammeln sie für die Caritas.