Porträt von Alfred Wölfl

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer ernennt Dekan Alfred Wölfl zum Regionaldekan für die Region Landshut

Antritt im September


Regensburg/Landshut, 13. März 2026

Bischof Rudolf Voderholzer hat Dekan Alfred Wölfl zum neuen Regionaldekan für die Region Landshut ernannt. Wölfl wird sein Amt am 20. September 2026 antreten. Er folgt damit auf Msgr. Josef Thalhammer, der seit 1999 Pfarrer der Pfarrei St. Nikola in Landshut ist und 1982 zum Priester geweiht wurde. Mit dieser Entscheidung würdigt der Bischof die langjährige pastorale Erfahrung und das vielfältige Engagement Wölfls im kirchlichen Leben der Region.

Alfred Wölfl wurde 1965 geboren und wuchs in Binabiburg im südlichen Landkreis Landshut auf. Sein Bildungsweg verlief nicht geradlinig im klassischen Sinn, sondern über eine besondere Form kirchlicher Bildungsförderung. Nach dem qualifizierenden Hauptschulabschluss erwarb er das Abitur an der Spätberufenenschule Fockenfeld, einer Einrichtung, die jungen Menschen auf zweiten Bildungswegen den Zugang zum Studium eröffnet. Anschließend studierte er Katholische Theologie in Regensburg und in Brixen in Südtirol. Am 27. Juni 1992 wurde er im Hohen Dom St. Peter zu Regensburg zum Priester geweiht.

Seine ersten seelsorglichen Erfahrungen sammelte Wölfl als Kaplan in Kösching bei Ingolstadt, wo er drei Jahre tätig war. Es folgten zwei Jahre als Kaplan in Landshut St. Wolfgang. Im Jahr 1997 übernahm er die Pfarrei Mamming zwischen Dingolfing und Landau als Pfarrer. Seit 2010 ist Alfred Wölfl Pfarrer der Pfarrei St. Pius in Landshut, wo er bis heute wirkt und das kirchliche Leben in der Stadt wesentlich mitprägt. Ab September 2026 werden die Pfarreien Landshut St. Nikola und Landshut St. Pius eine Pfarreiengemeinschaft bilden, wodurch sich die pastorale Zusammenarbeit vor Ort weiter vertiefen wird.

Erfahrung in pastoralen Herausforderungen

Neben seiner Tätigkeit in der Pfarrseelsorge hat Wölfl auch Verantwortung in kirchlichen Leitungsaufgaben übernommen. Im damaligen Dekanat Frontenhausen-Pilsting wirkte er vier Jahre lang als Dekan, bevor er diese Aufgabe in Landshut übernahm, wo er seit 13 Jahren als Dekan tätig ist. Durch diese langjährige Erfahrung kennt er die pastoralen Herausforderungen und Chancen der Region sehr genau. Als Regionaldekan wird er künftig die Zusammenarbeit der Dekanate koordinieren, pastorale Entwicklungen begleiten und eine verbindende Rolle zwischen den Pfarreien der Region und der Bistumsleitung übernehmen.

Die Entscheidung für den priesterlichen Weg wurzelt bei Alfred Wölfl in frühen Erfahrungen seiner Jugend. Als Ministrant in seiner Heimatgemeinde begegnete er Ordensschwestern, unter ihnen Schwester Consolatrix, die ihn nachhaltig beeindruckte. Ihre zugewandte Art im Umgang mit Menschen und ihr Gespür dafür, jungen Ministranten das Gefühl zu geben, gebraucht zu werden, prägten ihn tief. Im gemeinsamen Alltag – bei Arbeiten in der Kirche oder im Gespräch über Fragen des Glaubens und des Lebens – reifte in ihm erstmals die Ahnung, dass der Glaube auch eine persönliche Berufung werden könnte.

Während seiner Zeit an der Spätberufenenschule Fockenfeld vertiefte sich diese Suche. In der Kollegstufe belegte er den Leistungskurs Religion und legte schließlich auch in diesem Fach sein Abitur ab. Besonders prägend wurde in dieser Phase sein Religionslehrer, Pater Hubert, der ihn durch intensive Gespräche zum Nachdenken über Gott und den Glauben anregte. In diesen Jahren entstand schließlich der Entschluss, Theologie zu studieren. Aus dieser Entscheidung erwuchs der Weg zum Priesteramt, das Alfred Wölfl inzwischen seit mehr als drei Jahrzehnten ausübt.

Mit seiner Ernennung zum Regionaldekan übernimmt Wölfl nun eine neue Aufgabe, die Erfahrung, geistliche Verantwortung und organisatorisches Geschick gleichermaßen verlangt. Seine lange seelsorgliche Tätigkeit in der Region und seine enge Verbundenheit mit den Menschen vor Ort bilden dafür das Fundament.


Text: Stefan Groß

(kw)



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