Bischof Dr. Rudolf Voderholzer schüttelt die Hände der Schüler der Nardini Realschule in Mallersdorf.

Bischof Rudolf Voderholzer besucht Nardini-Realschule in Mallersdorf

Im Geiste des Seligen Paul Josef Nardini


Mallersdorf, 31. März 2025

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer besuchte am Montagvormittag die Nardini-Realschule auf dem Klosterberg Mallersdorf. Mit Pater Jakob Seitz, den 320 Schülerinnen und ihren Lehrkräften feierte er in der Mutterhauskirche eine Fastenandacht.

„Grüß Gott Herr Bischof, es ist uns eine große Ehre und Freude, Sie heute in unserer Schule begrüßen zu dürfen“, mit herzlichen Worten empfing Schülersprecherin Lea Karavidovic den Diözesanbischof an der Eingangspforte. Alle Klassensprecherinnen standen Spalier und freuten sich über den hohen Gast. In der Mutterhauskirche der Mallersdorfer Schwestern spielte das Streicherensemble unter Leitung von Annette Baumann einfühlsam das Hallelujah. Realschuldirektor i.K. Thomas Dambacher bezeichnete es als etwas Besonderes, dass sich Bischof Dr. Voderholzer die Zeit nehme, mit den Lehrkräften und den Schülerinnen der Nardini-Realschule zu sprechen. Dazu begrüßte er auch Domkapitular Martin Priller, Leiter der Hauptabteilung Schule/Hochschule, Leitenden Oberstudiendirektor i.K. Günter Jehl, Direktor der Schulstiftung der Diözese Regensburg, und Regina Braunreiter Verwaltungsdirektorin im Stiftungsvorstand. 

Bischof Rudolf dankte für den herzlichen musikalischen Empfang und die freundlichen Begrüßungsworte. Mallersdorf sei ihm durch die vielfältigen Aufgaben der Schwestern gut bekannt, sagte er. Von ihnen wurde diese Schule gegründet, bevor sie vor zehn Jahren in die Trägerschaft der Schulstiftung der Diözese überging. Gerne erinnere er sich an seinen letzten Besuch am 27. November 2023 zur Einweihung der neuen Räume in der Nardinischule und er freue sich über den erneuten Austausch. Aufmerksam hörte Bischof Rudolf die Botschaft der Fastenandacht. Religionslehrer Pater Dr. Jakob Seitz OPraem stellte die Fastenzeit als gute Gelegenheit dar, auf das eigene Leben zu blicken: „es ist viel einfacher, auf andere zu schauen und ihre Fehler zu erkennen, ein Blick in den Spiegel zeigt jedoch, dass auch ich Fehler mache“. Schülerinnen hielten sich diesen Spiegel vor Augen und erkannten an sich unrechtes, unehrliches oder verletzendes Verhalten. Die Schilderung der Begegnung von Jesus und Zachäus aus dem Lukasevangelium (19,1-10) lässt voller Ermutigung erkennen, Jesus geht auf Menschen zu, die von anderen verachtet werden, er sieht jeden voller Liebe und Zuneigung an.

Viele Fragen an den Bischof

Gut vorbereitet und mit Spannung erwarteten die Schülerinnen die Fragestunde mit ihrem Bischof. Stellvertretend traten Paula Dambacher, Michelle Leschik, Franziska Winderl und Magdalena Füssl dem Bischof mit vielen notierten Punkten gegenüber. Sie wollten etwas über sein Elternhaus, die religiöse Erziehung und seinen Werdegang erfahren, ob er eine kirchliche Schule besuchte und wie viele Sprachen er beherrsche. Latein, Englisch, Französisch und Italienisch habe er gelernt, so Bischof Voderholzer, außerdem müsse man als Priester die Sprachen der heiligen Schrift hebräisch und griechisch lesen und verstehen können. Wenn er nicht Priester geworden wäre, hätte er den Lehrerberuf gewählt. Nein, er habe er es noch nie bereut, Priester geworden zu sein. Die Mädchen interessierte das Alter des Bischofs, wann er Priester wurde, wie lange er Bischof bleiben darf, ob er immer schon gläubig war, wie stressig sein Beruf ist und ob er täglich betet. „Ja, ich habe immer noch meinen alten Karren für private Unternehmungen und ich kann auch Auto fahren“ antwortete der Bischof amüsiert zum Thema Auto. Auch zum Einkaufen gehe er, um seinen Kühlschrank für das Frühstück und Abendessen zu füllen, aber auch gern zum Reden mit den Menschen und um bei den Lebenshaltungskosten auf dem Laufenden zu bleiben. Sichtlich begeistert von der lebhaften Beteiligung und dem großen Interesse an seinem Leben und seinem kirchlichen Amt bedauerte Bischof Rudolf, dass er so manche Frage unbeantwortet lassen musste, denn die Mädchen hätten noch einen tagesfüllenden Fragenkatalog parat gehabt. Auf seine abschließende Frage an die Mädchen, ob sie mit der reinen Mädchenschule einverstanden sind, erhielt er ein ganz spontanes und überzeugtes Ja. 

Hervorragender Ruf der Schule

In einer kleinen Runde mit Direktor Thomas Dambacher, den Religionslehrkräften Pater Jakob, Barbara Hagn und Hannes Fruth gewährte der Stellvertretende Schulleiter, Realschulkonrektor i.K. Johannes Leidl Bischof Rudolf und den Vertretern der Schulstiftung in einer Präsentation einen aufschlussreichen Einblick in das Schulprofil. Der religiöse Geist und das religiöse Leben sind im Schulalltag präsent und spürbar. Besondere Stationen sind geeignet, diesen zu intensivieren. Die Feier des Nardinitages am 27. Januar bezieht sich stark auf das Wirken des Namenspatrons mit Projekten zum achtsamen Umgang mit der Schöpfung. Wallfahrten nach Altötting verbinden die Schülerinnen mit ihren begleiteten christlichen Wegen. Gestaltungselemente der Bibelnacht für die 5. Klassen erinnern als bleibende Relikte an die Anfänge. Gemeinsam erarbeitete Gottesdienst betonen die kirchlichen Hochfeste und erschließen das Kirchenjahr. 

Text und Fotos: Agnes Wimmer

(jas/lg)



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