Fresko mit Lamm-Gottes-Darstellung

5. April 2025, Samstag in der vierten Woche der Fastenzeit

Das Tagesevangelium


„Dann gingen alle nach Hause“ (Joh 7,53): Nach der Diskussion und all dem kehrte jeder zu seinen eigenen Überzeugungen zurück. Aber im Volk gibt es eine Spaltung: Das Volk, das Jesus folgt, hört ihm zu. Es bemerkt nicht einmal, wie viel Zeit vergeht, wenn es Jesus zuhört: Das Wort Jesu trifft sie ins Herz. Auf der anderen Seite aber gibt es die Gruppe der Schriftgelehrten, die Jesus von vornherein ablehnen, weil er sich nicht an das Gesetz hält, wie sie es für richtig halten. Es gibt demnach zwei Personengruppen: Da ist zum einen das Volk, das Jesus liebt und ihm folgt. Und dann ist da die Gruppe der Intellektuellen des Gesetzes, der Ältesten Israels, der Anführer des Volkes. Das ist ganz klar zu sehen: „Als die Gerichtsdiener zu den Hohenpriestern und den Pharisäern zurückkamen, fragten diese: Warum habt ihr ihn nicht hergebracht? Die Gerichtsdiener antworteten: Noch nie hat ein Mensch so gesprochen. Da entgegneten ihnen die Pharisäer: Habt auch ihr euch in die Irre führen lassen?“ Diese Gruppe der Schriftgelehrten, die Elite, empfindet Verachtung für Jesus. Aber sie empfindet auch Verachtung für die Menschen, „dieses Volk“, das dumm ist, das keine Ahnung hat. Das treue, heilige Vok Gottes. „Dann gingen alle nach Hause“ (Joh 7,53): Nach der Diskussion und all dem kehrte jeder zu seinen eigenen Überzeugungen zurück.Papst Franziskus, Frühmesse in Santa Marta, 28. März 2020

Tageslesung

Buch Jeremia,  11, 18 – 20

Der Herr ließ es mich wissen und so wusste ich es; damals ließest du mich ihr Treiben durchschauen. Ich aber war wie ein zutrauliches Lamm, das zum Schlachten geführt wird, und ahnte nicht, dass sie gegen mich Böses planten: Wir wollen den Baum im Saft verderben; wir wollen ihn ausrotten aus dem Land der Lebenden, sodass seines Namens nicht mehr gedacht wird. Aber der Herr der Heerscharen richtet gerecht, er prüft Nieren und Herz. Ich werde deine Vergeltung an ihnen sehen, denn dir habe ich meine Sache anvertraut.

Evangelium vom Tag

Johannes 7, 40 – 53

In jener Zeit sagten einige aus dem Volk, als sie die Jesu Worte hörten: Dieser ist wahrhaftig der Prophet. Andere sagten: Dieser ist der Christus. Wieder andere sagten: Kommt denn der Christus aus Galiläa? Sagt nicht die Schrift: Der Christus kommt aus dem Geschlecht Davids und aus dem Dorf Betlehem, wo David lebte? So entstand seinetwegen eine Spaltung in der Menge. Einige von ihnen wollten ihn festnehmen; doch keiner legte Hand an ihn. Als die Gerichtsdiener zu den Hohepriestern und den Pharisäern zurückkamen, fragten diese: Warum habt ihr ihn nicht hergebracht? Die Gerichtsdiener antworteten: Noch nie hat ein Mensch so gesprochen. Da entgegneten ihnen die Pharisäer: Habt auch ihr euch in die Irre führen lassen? Ist etwa einer von den Oberen oder von den Pharisäern zum Glauben an ihn gekommen? Dieses Volk jedoch, das vom Gesetz nichts versteht, verflucht ist es. Nikodemus aber, einer aus ihren eigenen Reihen, der früher einmal Jesus aufgesucht hatte, sagte zu ihnen: Verurteilt etwa unser Gesetz einen Menschen, bevor man ihn verhört und festgestellt hat, was er tut? Sie erwiderten ihm: Bist du vielleicht auch aus Galiläa? Lies doch nach und siehe, aus Galiläa kommt kein Prophet. Dann gingen alle nach Hause.

Text: Vatican News

(sig)



Nachrichten