News Bild Bayerisch und argentinisch: ein weiß-blaues Flaggenmeer - Jugendliche aus Süddeutschland reisten zur Amtseinführung von Papst Franziskus

Bayerisch und argentinisch: ein weiß-blaues Flaggenmeer - Jugendliche aus Süddeutschland reisten zur Amtseinführung von Papst Franziskus

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(pdr) Die feierliche Amtseinführung von Papst Franziskus hat am vergangenen Dienstagvormittag auf dem Petersplatz in Rom stattgefunden. 150.000 Pilger, die aus aller Welt angereist waren, drückten durch die Teilnahme an der Heiligen Messe ihre große Dankbarkeit und Freude über das neue Kirchenoberhaupt aus. 130 Regierungsdelegationen waren angereist. Aber auch Jugendliche aus den Bistümern Regensburg sowie München und Freising waren eigens zur Amtseinführung von Papst Franziskus gekommen. Wie die vielen argentinischen Gruppen, die begeistert ihre weiß-blauen Fahnen schwenkten, hatten die Jugendlichen aus Regensburg und München eine weiß-blaue Fahne mitgebracht: die bayerische.

Unter den zahllosen Gruppen von jungen Gläubigen, die aus Argentinien gekommen waren, stachen außerdem zehn Jugendliche hervor, die eine Flagge von mehr als acht Metern Länge mit sich führten. Darauf war Papst Franziskus mit dem Logo seines Lieblingsfußballvereins San Lorenzo de Almagro zu sehen. Warum er den weiten Weg auf sich genommen hatte, das begründete einer der vielen jugendlichen Gläubigen etwa mit den Worten, er freue sich über Papst Franziskus, da er „mit seiner Einfachheit viel Gutes wirken kann“. Zur Vielfalt trugen außerdem viele weitere Personen bei, die gekommen waren und die mit Lateinamerika in Verbindung stehen, wie zum Beispiel der derzeit in Mannheim eingesetzte argentinienstämmige Padre Diego. Er ist in der dortigen Jesuitenkirche für die spanische Gemeinde in der Seelsorge tätig und hatte, wie so viele andere den Weg, über die Alpen nicht gescheut.

Eine gewisse Wehmut über den Amtsverzicht Benedikt XVI. sei bei den Jugendlichen durchaus noch vorhanden, stellten die jungen Gläubigen aus Deutschland fest. Allerdings sei es über aller Hochschätzung der Person bedeutsam, im jeweiligen Amtsinhaber den Nachfolger Petri und Stellvertreter Christi zu erkennen. Egal, ob ein Papst aus Europa oder Amerika stammt – eine spontane Reise zum Heiligen Vater lohnt sich stets, war die Erkenntnis.

Was aber konkret geschah auf dem Petersplatz? Bei strahlender Sonne fuhr Papst Franziskus um 9 Uhr mit offenem Papamobil vor. Anschließend legte Kardinalprotodiakon Jean-Louis Tauran das Pallium auf dessen Schultern. Übrigens steht es für den Bischof als den guten Hirten und das am Kreuz geopferte Lamm. Kardinaldekan Angelo Sodano versah sodann den Heiligen Vater mit dem Fischerring. Der verweist darauf, dass der Fischer Petrus als Apostel der Kirche dient, denn: „Auch heute ist es der Kirche und den Nachfolgern der Apostel aufgetragen, ins hohe Meer der Geschichte hinauszufahren und die Netze auszuwerfen, um Menschen für das Evangelium – für Gott, für Christus, für das wahre Leben – zu gewinnen“, wie Papst Benedikt XVI. während seiner eigenen Amtseinführung im Jahr 2005 gesagt hatte.

Anlässlich des Hochfestes des heiligen Josef sprach Franziskus in der Predigt über den Heiligen als den Hüter der Kirche, der in Stille und Demut verharrt. Auch Christen seien aufgerufen, die Schöpfung, ihr eigenes Leben zu hüten – und dafür zu sorgen, dass Christus in ihrem Leben nicht verloren geht. Am Ende der Eucharistiefeier brandete Applaus auf, gefolgt von „Viva el Papa“-Rufen. Die deutsche Gruppe indes machte sich auf den Weg, um sich bei einem Italiener für die anstehende Heimreise zu stärken.



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