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„Als der Barock bayerisch wurde. Die Asams in Weltenburg“ - Ausstellungseröffnung im Felsenkeller

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„Als der Barock bayerisch wurde. Die Asams in Weltenburg“: Mit diesem Titel öffnet am Mittwoch, 23. Juli, eine neue Ausstellung im Museum im Felsenkeller. Die Klosterkirche St. Georg und St. Martin ist ein Gesamtkunstwerk von Raum, Malerei und Ausstattung.

Cosmas Damian Asam plante die Kirche als Architekt, malte die monumentalen Fresken sowie die Ölbilder an drei Altären. Sein jüngerer Bruder Egid Quirin gestaltete als Stuckator den beeindruckenden Hochaltar mit dem Reiterbild des Hl. Georg sowie Stuckreliefs in der Kuppelschale. Maria Salome Bornschlögl, die Schwester der Asams, führte vermutlich am Hochaltar Fassmalereien aus. Franz Erasmus Asam, der Sohn von Cosmas Damian, vollendete nach dem Tod des Vaters das Deckenbild im Vorraum.

Warum das Werk der Asams in Weltenburg wegweisend für die Kunst des 18. Jahrhunderts in Deutschland wurde – das zeigt die neue Ausstellung. Sie erinnert an den Bauherrn Abt Maurus Bächel, der 1716 mit viel Wagemut und wenig Geld den Bau des Gotteshauses begann.

Im Mittelpunkt steht das Wirken der Asams in vielen Facetten, von den römischen Vorbildern für die Weltenburger Klosterkirche über die faszinierende Lichtregie bis zur schöpferischen Umsetzung des großen ikonographischen Programms. Ein Schwerpunkt liegt aber auch auf der großen handwerklichen Leistung, die Maurer, Zimmerleute, Steinmetze und viele andere auf der Großbaustelle des 18. Jahrhunderts erbracht haben. Anhand von Modellen wird erlebbar, wie ein Fresko und Stuckplastiken entstehen.

Die Ausstellung gewährt auch den Blick hinter die Kulissen des „theatrum sacrum“, des „heiligen Theaters“, das die Asams gestalteten. Mit einer virtuellen Kirchenführung erhält der Besucher Zugang zu Räumen wie dem Psallierchor der Mönche und den Tambourumgang in der Kuppel. Ganz nah können die Zuschauer die Illusionsmalerei des Deckenfreskos sehen und Details erkennen, die sonst dem Auge entrückt sind.

Die Ausstellung „Als der Barock bayerisch wurde. Die Asams in Weltenburg“ ist eine Einladung, das eigentliche „Exponat“, die Klosterkirche Weltenburg, nach dem Abschluss der von 1999 bis 2008 durchgeführten Restaurierung in ihrer Pracht neu und intensiver zu betrachten.

Das Museum im Felsenkeller ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.