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56.000 Besucher bei „Genesis“

Momente des Da-Seins in dunkleren Zeiten

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Regensburg, 18. Januar 2023.

Farbe, Licht, Musik – vom 11. November 2022 bis zum 15. Januar 2023 erstrahlte im Museum St. Ulrich die Schöpfungsgeschichte in einer eindrucksvollen Licht- und Videoinstallation. „Genesis Regensburg“ hat 56.000 Besucherinnen und Besucher in zwei Monaten angezogen. Rund 2000 Schülerinnen und Schüler erlebten das 30minütige meditative Angebot in Sondervorführungen. Das teilte Diözesankonservatorin Dr. Maria Baumann mit, die ein Resümee zog. 

Etwa 700 Teilnehmer aus sozialen und kirchlichen Organisationen (u.a. Kultür, Familienhilfe, Caritas, Katholische Jugendfürsorge, Verein zweites Leben) waren zu Gast in der frühgotischen Kirche, deren außergewöhnliche Architektur mit dem Immersive Art-Projekt ganz neu wahrnehmbar wurde. Auch am letzten Wochenende waren die Vorstellungen komplett ausverkauft mit nochmal insgesamt mehr als 5500 Besucherinnen und Besuchern.

Eine positive Bilanz

Dr. Maria Baumann, Leiterin der Kunstsammlungen des Bistums Regensburg, die das Projekt beauftragt hatten, zieht eine positive Bilanz: „Wir freuen uns, dass wir so viele Menschen erreichen konnten, ganz unabhängig von kirchlicher Bindung und mit unterschiedlichsten religiösen Zugängen. Wir wollten ein Angebot für die Menschen machen und vor allem in dunkleren Zeiten Momente der Stille, der Ruhe, des Ankommens und des einfach Da-Seins ermöglichen.“

Wertvolle Kooperation

Mit Projektil, dem Künstlerkollektiv aus der Schweiz, und den Veranstaltern vor Ort, den Kulturoptimisten und der Galerie Lesmeister, gelang demnach eine wertvolle Kooperation, die einen Anfang machte für weitere Projekte für Regensburg und seine Gäste aus dem weiten Umkreis. Genesis gewann bereits im ersten Jahr Besucherinnen und Besucher, die für das Erlebnis in St. Ulrich aus dem weiten Umkreis und auch aus dem benachbarten Ausland anreisten.

Einen Lichtpunkt setzen

Woran lag es, dass die Erwartungen übertroffen wurden? Die Idee zu der Aktion war sehr spontan gekommen. Womöglich entfaltete der tolle Orientierungspunkt „durch die ganzen Krisenzeiten hindurch“ so recht seine Wirkung? Das Team hatte sich demnach auch Gedanken gemacht, was man den Menschen anbieten könne, damit sie Freude haben: „einen Lichtpunkt setzen“, so nennt es Dr. Baumann. Auch wenn es wenig Vorbereitungszeit gab, so haben doch alle in die Vorbereitung Eingebundenen – die Galerie Isabelle Lesmeister und die „Kulturoptimisten“, die beauftragten Veranstalter – mitgezogen.

Phantastischer Ort

Das Besondere war nicht zuletzt das Zusammentreffen aus dem offenen Angebot, dem phantastischen Ort, ja: aus dem Zusammenstimmen von Thema und Ort. Viele Besucher und Besucherinnen schilderten denn auch, sie hätten „Zeit und Raum vergessen“, um aus „Alltag und Krisenmodus herauszukommen“.

Meistgeteilt in Social media

Auch war die Aktion eines der meistgeteilten Projekte im Social Media-Bereich. Bilder wurden auf Instagram viel geteilt, andernorts geteilt wurden auch die positiven Erfahrungen, sagt Dr. Maria Baumann. Und es gab Gäste, die immer und immer wieder kamen. In den letzten Tagen sei übrigens die Nachfrage aus dem Ausland, nicht zuletzt Österreich, gewachsen.

Dass es weitergeht

Gezeigt wurden die ersten vier Schöpfungstage, erklärt Dr. Baumann im Gespräch mit der Presse- und Medienabteilung. „Wir würden uns wünschen, dass es weitergeht.“ Der Erfolg zeige den Weg an. Im Resümee spricht die Diözesankonservatorin von einer „in jeder Hinsicht positiven Zusammenarbeit, die ein Anfangspunkt sein kann“.

Prof. Dr. Veit Neumann, Fotos: altrofoto.de