Syrisches Mädchen in einem Flüchtlingslager schaut neben einem Zelt hervor

Weltflüchtlingstag am 20. Juni

Mädchen brauchen besonderen Schutz


Aachen, 19. Juni 2026

Millionen Kinder weltweit sind gezwungen, ihre Heimat aufgrund von Krieg, Gewalt, Verfolgung, Naturkatastrophen, Hunger oder Armut zu verlassen. Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni macht das Kindermissionswerk Die Sternsinger auf die besonderen Gefahren aufmerksam, denen Mädchen auf der Flucht ausgesetzt sind.

„Flucht bedeutet für Kinder immer den Verlust von Geborgenheit und Sicherheit. Für Mädchen kommen zusätzliche Risiken hinzu: Sie sind in besonderem Maße von sexueller Gewalt, Menschenhandel, Ausbeutung und Frühverheiratung bedroht“, sagt Anne Wunden, Geschäftsführerin des Kindermissionswerks. Auf der Flucht und in Flüchtlingsunterkünften fehlen oftmals sichere Rückzugsorte und Schutzstrukturen, die gerade für Mädchen und junge Frauen wichtig sind. Besonders dramatisch ist die Situation in Kriegs- und Konfliktregionen. So werden in vielen Kriegen Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen als Kriegswaffe eingesetzt. Das Kindermissionswerk fordert die internationale Gemeinschaft auf, den Schutz und die spezifischen Bedürfnisse von Mädchen in humanitären Krisen stärker in den Fokus zu rücken. Dazu zählen sichere Unterkünfte, Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt, psychosoziale Hilfe und ein freier Zugang zu Bildungsangeboten. 

Rechte und Schutz für jedes Mädchen

Das Kindermissionswerk unterstützt weltweit Programme zum Schutz geflüchteter Kinder, zum Beispiel im Südsudan, in Syrien, in Venezuela, im Libanon und in der Ukraine. Viele Kinder sind von ihren Familien getrennt, haben keinen Zugang zu Bildung und einer ausreichenden Gesundheitsversorgung und leiden an Mangelernährung. Dank der Hilfe der Sternsinger erhalten Flüchtlingskinder das Nötigste wie Nahrung, Kleidung, Hygieneartikel, psychosoziale und medizinische Hilfe und können zur Schule gehen. Insbesondere für die Rechte und den Schutz von Mädchen setzt sich das Hilfswerk ein: Bildungsangebote eröffnen Mädchen neue Perspektiven und schützen gleichzeitig vor Armut, Abhängigkeiten und Frühverheiratung. In Schutzhäusern erhalten missbrauchte Mädchen medizinische und psychologische Betreuung. Und in Kinderrechte-Clubs lernen Mädchen, selbstbewusst aufzutreten und für ihre Rechte einzustehen. „Jedes Mädchen hat das Recht auf ein Leben in Würde und Sicherheit und auf eine selbstbestimmte Zukunft. Für diese Rechte setzen wir uns mit ganzer Kraft gemeinsam mit unseren Partnern ein“, betont Anne Wunden.


Text: Robert Baumann/Kindermissionswerk Die Sternsinger

(kw)

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