Venezuela Landkarte

Soforthilfe für die Opfer des Erdbebens in Venezuela

Adveniat stellt 50.000 Euro zur Verfügung


Essen / Regensburg, 26. Juni 2026

50.000 Euro stellt das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat für die Opfer des schweren Erdbebens in Venezuela zur Verfügung. „Mit dieser Soforthilfe ermöglichen wir unseren Partnern vor Ort, Verletzte und Menschen, die alles verloren haben, mit dem Notwendigsten zu versorgen“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat Pater Martin Maier SJ. Die funktionierenden Strukturen der Kirche garantieren, dass die Menschen in den am stärksten betroffenen Regionen erreicht werden.

Am 24. Juni 2026 haben in den Abendstunden zwei Erbeben der der Stärke 7,2 und 7,5 innerhalb von nur einer Minute den Norden des südamerikanischen Landes erschüttert. Infolge des wohl schwersten Erdbebens in Venezuela könnten nach ersten Angaben bis zu 10.000 Menschen gestorben sein, weit mehr als 1.000 Verletzte werden in Kliniken behandelt. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Toten nochmals deutlich höher liegen könnte. Gesicherte Meldungen aus den am stärksten betroffenen Gebieten waren aufgrund von Stromausfällen und zusammengebrochenen Kommunikationsnetzen zunächst nicht zu erhalten.

Der Erzbischof von Caracas und langjährige Adveniat-Partner Raúl Biord Castillo berichtet von zahlreichen Toten, die unter einstürzenden Gebäuden und herabstürzenden Dächern begraben wurden. „Viele Kirchengemeinden haben Menschen aufgenommen, damit sie dort übernachten und versorgt werden können“, berichtet Raúl Biord. „Der Erzbischof von Caracas wird dafür sorgen, dass die Adveniat-Soforthilfe bei den Menschen ankommt, die sie am nötigsten haben“, erklärt Adveniat-Hauptgeschäftsführer Pater Martin Maier.

Adveniat, das Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, steht für kirchliches Engagement an den Rändern der Gesellschaft und an der Seite der Armen. Getragen wird diese Arbeit von vielen Spenderinnen und Spendern – vor allem auch in der alljährlichen Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember. Adveniat finanziert sich zu 95 Prozent aus Spenden. Die Hilfe wirkt: Im vergangenen Jahr konnten mehr als 800 Projekte mit 30,6 Millionen Euro gefördert werden, die genau dort ansetzen, wo die Hilfe am meisten benötigt wird: an der Basis, direkt bei den Menschen vor Ort.

Text: Stephan Neumann, aktualisiert sig

(sig)



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