altar in kreuzkirche

Schmuckstücke im Bistum: Der Altar der Kreuzkirche in Haindling

Spätrenaissance im Labertal


Haindling, 4. Juli 2026

Dr. Daniel Rimsl arbeitet als Kunsthistoriker bei der Abteilung Kunst- und Denkmalpflege des Bistums Regensburg. Als Leiter der Fachstelle Inventarisierung ist er ein wahrer Kenner der zahlreichen „Schmuckstücke“ in den Kirchen unseres Bistums. In unserer Reihe „Schmuckstücke im Bistum“ stellt er uns regelmäßig besondere Kunstobjekte vor. In unserem aktuellen Beitrag hat ihn Harald Beitler von unserer TV-Redaktion nach Haindling zu einem besonderen Altar in der dortigen Kreuzkirche begleitet.


Haindling, seit dem 14. Jahrhundert ein Wallfahrtsort, ist mit seinen zwei Zwiebeltürmen ein markanter Blickpunkt und weithin im niederbayerischen Labertal zu sehen: Auf einer Hangterrasse steht die große Wallfahrtskirche zur heiligen Maria, etwas oberhalb steht am Hang die kleine, aber steil proportionierte Kreuzkirche.

Ab 1621, also während des 30-jährigen Krieges, wurde sie umgebaut und erhielt eine neue Ausstattung: am Gewölbe Stuckaturen, die zu den frühesten im Bistum Regensburg gehören, und einen Altar mit einem Retabel, das fast bis zum Gewölbe hinaufreicht. Es wurde 1623 aufgestellt und ist ein bedeutendes Werk an der Wende von der Spätrenaissance zum Frühbarock.


Die Kreuzkirche steht in der warmen Jahreszeit bis Ende Oktober am Sonntagnachmittag von 13 bis 18 Uhr Besuchern offen.

Das Kirchlein mit seiner wertvollen Ausstattung hat eine Instandsetzung nötig, die derzeit geplant wird. Man kann die umfangreiche Maßnahme unterstützen unter der Spendenkontonummer der Kirchenstiftung Haindling: Raiba Geiselhöring IBAN DE90 7436 9088 0000 1193 26

Text: Dr. Daniel Rimsl, Redaktion: Jakob Schötz und Harald Beitler, Fotos: © Kunstsammlungen im Bistum Regensburg

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