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Zur Neuigkeit
Renovabis-Kongress: Christliche Impulse
Gegen Polarisierung
Freising / Regensburg, 18. September 2026
Mit der Auslobung des ersten Freisinger Dialogpreises hat das katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis bei seinem 30. Kongress einen neuen Schwerpunkt gesetzt. Thomas Schwartz, Hauptgeschäftsführer des Hilfswerks, hebt hervor, dass die Auszeichnung gezielt Initiativen würdigt, die Menschen über Generationen, Kulturen und Ländergrenzen hinweg verbinden und so einen Beitrag zum Frieden leisten.
Für Renovabis steht das Signal gegen gesellschaftliche Spaltung und Nationalismus im Vordergrund. Schwartz stellt klar, dass Nationalismus mit dem christlichen Glauben unvereinbar sei. Während eine Heimatliebe im Sinne des Patriotismus positiv verstanden werden könne, verstehe das Christentum den Mitmenschen in seiner Andersartigkeit nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung. Angesichts von Ängsten vor Überfremdung brauche es das Gespräch, um unbegründete Befürchtungen abzubauen und ein friedliches Miteinander zu ermöglichen.
Als Orientierungspunkte für den kirchlichen Beitrag gegen Polarisierungen verweist Schwartz auf zwei Säulen: Das christliche Menschenbild, das in jedem Einzelnen das Abbild Gottes sieht und damit den Dialog auch bei Differenzen einfordert, sowie die Prinzipien der katholischen Soziallehre. Diese bieten Werkzeuge für gelebte Solidarität und zivilgesellschaftliches Engagement.
Mit Blick auf das Wort von Papst Johannes Paul II., wonach Europa mit zwei Lungenflügeln – dem ost- und dem westeuropäischen – atmen müsse, mahnt Schwartz einen langen Atem an. Trotz Krieg und zunehmender Spannungen bleibe die Zusammenarbeit der Kirchen und Länder in Ost und West unverzichtbar, um die Einheit auf dem Kontinent zu bewahren.
Text: Vatican News
(sig)




