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Zur Neuigkeit
Bischof Voderholzer trifft Kandidaten für die pastoralen Dienste im Bistum
Präsenz in Pfarrei, Schule und Krankenhaus
Regensburg, 17. September 2026
Am Samstag, den 3. Oktober 2026, sendet Bischof Dr. Rudolf Voderholzer wieder die neuen pastoralen Mitarbeiter für ihren Dienst aus. Die Feier, beginnend um 09:30 Uhr, findet in der Basilika St. Emmeram statt. Bereits am gestrigen Donnerstag traf der Regensburger Oberhirte die diesjährigen Kandidaten. Darunter sind zwei Pastoralreferentinnen, zwei Pastoralreferenten, eine Gemeindereferentin sowie vier Frauen und ein Mann, die als Quereinsteiger in der Krankenhausseelsorge als Gemeindereferenten wirken werden.
In einer Vorstellungsrunde skizzierten die Pastoral- und Gemeindereferenten ihre Arbeitsfelder in den Pfarreien und Schulen, in denen sie tätig sind. Ministrantenarbeit, Jugendarbeit, die Vorbereitungen auf Erstkommunion und Firmung, die Konzeption von Familiengottesdiensten aber auch die Durchführung von Bibelgesprächskreisen und die Begleitung von Sterbenden in der Hospizarbeit stehen neben dem Religionsunterricht an den Schulen im Mittelpunkt ihrer wertvollen Arbeit.
Niemand soll ein Fremder in der Nachbarspfarrei sein
Mit Blick auf die Krankenseelsorge betonte Bischof Rudolf, dass am Einsatz für die Kranken nicht gespart werden solle. Es dürfe nicht passieren, dass jemand in der Gemeinde vergessen wird. Der Kontakt zu Gemeindemitgliedern, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind, am Pfarrleben teilzunehmen, dürfe nicht abbrechen. Eine Vision des Regensburger Oberhirten ist: jeder, der zuhause bleiben muss, könne die Übertragungen der TV-Gottesdienste in Anspruch nehmen; später bringt ein aktives Gemeindemitglied die Heilige Kommunion zu den Kranken.
Die große Herausforderung der Pastoralen Entwicklung 2034 im Bistum Regensburg sei, so Bischof Voderholzer weiter, dass niemand im Zuge der Bildung von Pfarreiengemeinschaften, ein Fremder in der Nachbarspfarrei ist. Kinder und Jugendliche hätten hierbei eine geringere Hemmschwelle – pfarreiübergreifende Ministranten-Tage könnten dabei ein probates Mittel sein, um solche unsichtbaren Grenzen abzubauen und auch Erwachsene dazu zu ermutigen, den Blick über den Tellerrand der eigenen Pfarrei zu weiten. Auch Bibelgesprächskreise eigneten sich, um Angehörige benachbarter Pfarreien zusammenzuführen. In den Gesprächskreisen, so der Bischof, müsse ein Raum für einen vertrauensvollen Austausch über Glaubensthemen geschaffen werden. Alle Menschen, die auf der Suche sind, können hier aufgefangen werden.
Mit Blick auf den Religionsunterricht an den Schulen berichteten die Pastoralreferenten, dass sie in der Schulfamilie eine hohe Akzeptanz erleben. In den ländlichen Gebieten wird ein hoher Anteil katholischer Schüler beobachtet, in den städtischen Ballungszentren hingegen läge der Anteil der Katholiken bei etwa einem Drittel; zusammen mit konfessionslosen und evangelischen Schülern erreiche man ca. 50 % der Schülerschaft, der Anteil muslimisch geprägter Schüler beträfe hier bereits oft mehr als 50 %. Den Einsatz im Religionsunterricht erleben die Pastoralreferenten als gewinnbringend. Neben der Wissens- und Glaubensvermittlung könne man über den Schulalltag hinaus Kontakte zu den Schülerinnen und Schülern aufbauen.
Premiere in der Krankenhausseelsorge
Eine Premiere erlebt die Krankenhausseelsorge durch Quereinsteiger aus dem Pflegebereich. Vier Frauen und ein Mann, die ursprünglich im medizinischen, pflegerischen oder therapeutischen Bereich gearbeitet haben, sattelten zum Gemeindereferenten um und arbeiten nun in der Krankenhausseelsorge. Im Krankenhausalltag, so die Schilderungen der fünf Seelsorger, erlebe man Trauer in verschiedenen Facetten und Menschen in großen Notsituationen: Fehlgeburten, Frühgeburten, alte Menschen, die wissen, dass sie nicht mehr nach Hause zurückkehren werden, Angehörige kranker Patienten, die der Situation um einen lieben Menschen nicht gewachsen sind … Das Pflegepersonal könne diese Nöte nicht genügend auffangen: „Man sieht das Leid, kann aber nichts machen, da andere Aufgaben auf einem warten – das ist sehr belastend“, berichteten die jetzigen Krankenhausseelsorger.
Die Arbeit der Seelsorger geht oft über die räumlichen Grenzen des Krankenhauses hinaus: So werden beispielsweise Gespräche mit Angehörigen fortgeführt oder Sternenkinder-Bestattungen organisiert und durchgeführt. Die Krankenhausseelsorge schenkt Menschen Zuwendung, Begleitung und Raum für ihre Sorgen, Ängste und Hoffnungen. Damit ist sie ein wichtiger Ausdruck christlicher Nächstenliebe.
Text und Foto: © Jakob Schötz
(jas)




