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Zur Neuigkeit
1. September: Papst Leo XIV. feiert eine besondere Messe
„Für die Bewahrung der Schöpfung“
Regensburg, 26. August 2026
Am Abend des 1. September, um 18:30 Uhr, wird Papst Leo XIV. in Castel Gandolfo eine „Messe für die Bewahrung der Schöpfung“ feiern. Er hatte dieses neuartige Messformular dort bereits im Juli 2025 verwendet.
Im vergangenen Jahr hatte Leo in seiner Predigt gesagt, „dass wir für die Bekehrung vieler Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche beten müssen, die noch nicht die Dringlichkeit erkennen, für unser gemeinsames Haus Sorge zu tragen“. Viele Naturkatastrophen, die die Welt fast täglich an vielen Orten, in vielen Ländern heimsuchten, seien zum Teil auch durch die Exzesse des Menschen mit seinem Lebensstil verursacht, so der Papst damals. „Deshalb müssen wir uns fragen, ob wir selbst diese Bekehrung leben oder nicht: Wie notwendig ist sie doch!“
In seiner vor wenigen Tagen veröffentlichten Botschaft zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung, der am 1. September begangen wird, hatte Leo sich besonders mit dem Thema Frieden beschäftigt. Er schrieb: „Auch wenn die Herausforderungen, vor denen wir stehen, gewaltig sind, lässt Gott uns nicht ohne Mittel zur Heilung und Verwandlung zurück. Anstelle von Kriegswaffen schenkt uns der Gott des Friedens die Kraft, zu heilen, zu versöhnen und eine Zivilisation der Liebe aufzubauen.“
Der Pontifex weiter: „Auf diese Weise sind wir gerufen, die vielen Ökosysteme zu bewahren, die uns anvertraut sind: die Ökosysteme der Schöpfung, der zwischenmenschlichen Beziehungen und des menschlichen Herzens selbst.“ Außerdem forderte er: „Stellen wir uns eine Welt vor, in der die Energien, die derzeit in Kriege fließen, für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, für die Überwindung der Armut, für den Schutz der Menschenwürde und für die Versöhnung zerstrittener Völker aufgewendet werden. Eine solche Vision zeugt vom Glauben an das Kommen des Reiches Gottes.“
Von Gottes Gnade getragen
„Die wahren Werkzeuge zur Schaffung von Frieden sind nicht Waffen der Zerstörung, sondern Wahrheit, Dialog, Geduld, Güte, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Verständnis, Fürsorge und Liebe“, so der Papst. „Diese kommen aus Herzen, die vom Evangelium geformt und von Gottes Gnade getragen werden. Nur diese Qualitäten verfügen über die Kraft, einzelne Menschen zu verwandeln, Gemeinschaften zu erneuern und die Wunden unserer Welt zu heilen.“
Kardinal Michael Czerny SJ, der Präfekt des Dikasteriums für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen, sagte zur geplanten Messe: „Die Feier der Eucharistie um einen Altar in einem Garten herum hilft uns, sich daran zu erinnern, dass die gesamte Schöpfung ein Geschenk ist und dass jedes Geschenk eine Verantwortung mit sich bringt.“ Der Glaube lehre die Menschen, in ihrem gemeinsamen Haus nicht in erster Linie eine Ressource zu sehen, die nutzbar sein könne, sondern ein Geschenk, das mit Dankbarkeit angenommen und mit Liebe bewahrt werden solle, so Czerny. „In der Messe wird unser Dank an Gott auch zu einer Verpflichtung: Die Bewahrung der Schöpfung bedeutet, sich um das Leben, um die Menschen – insbesondere um die Schwachen – und um die zukünftigen Generationen zu kümmern.“
Text: CNA Deutsch
(sig)




