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Zur Neuigkeit
MONUMENTA-App startet in Alteglofsheim
Per QR-Code auf Zeitreise
Alteglofsheim / Regensburg, 19. August 2026
Die Monumenta App nimmt Fahrt auf: Dr. Thomas Feuerer, Kulturreferent des Landratsamtes Regensburg und Initiator des Projekts, übergab in Alteglofsheim die neuen MONUMENTA-Plaketten mit QR-Code für die Baudenkmäler des Ortes. Bürgermeister Matthias Plattner nahm die Plaketten für die kommunalen Gebäude der Gemeinde Alteglofsheim entgegen. Die Plaketten für die kirchlichen Gebäude wurden an Pfarrer Pater Joseph Puthussery übergeben. Für die Bayerische Musikakademie im Schloss Alteglofsheim nahm deren künstlerischer Leiter Adrian Werum die MONUMENTA-Täfelchen entgegen.
Erstellt und in den letzten Tagen an die Eigentümer der denkmalgeschützten Baudenkmäler im südlichen Landkreis verschickt bzw. verteilt wurden in einem ersten Schritt knapp 300 QR-Code-Plaketten. Durch die Anbringung der Plaketten können Besucher die Informationen direkt vor Ort abrufen. Über den QR-Code und ihr Smartphone erhalten Interessierte Zugang zu umfangreichen Informationen zur Baugeschichte, Architektur und historischen Bedeutung der jeweiligen Gebäude. MONUMENTA bietet zu allen erfassten Objekten verschiedene Informationsebenen: in jedem Fall eine kurze Übersicht zum Einstieg und in der Regel ausführlichere Beschreibungen und Daten, meist anschaulich aufbereitet durch Fotos und ggf. auch durch weitere mediale Inhalte. So wird das kulturelle Erbe auf moderne und anschauliche Weise erlebbar.
Dr. Feuerer betonte die Bedeutung des Projekts: „MONUMENTA macht das baukulturelle Erbe unserer Region für alle zugänglich und verbindet historische Forschung mit den digitalen Möglichkeiten unserer Zeit.“ Auch Bürgermeister Matthias Plattner begrüßte die Initiative: „Die QR-Code-Plaketten bieten Bürgerinnen, Bürgern aber auch Gästen die Möglichkeit, die Geschichte denkmalgeschützter Gebäude unmittelbar vor Ort zu entdecken. Das stärkt das Bewusstsein für unsere Heimat und ihre Geschichte.“ Pfarrer Pater Joseph Puthussery zeigte sich erfreut über die Einbindung der kirchlichen Denkmäler: „Unsere Kirchen und kirchlichen Gebäude erzählen die Geschichte vieler Generationen. Mit MONUMENTA werden diese Geschichten nun auch digital sichtbar und für Interessierte leicht zugänglich.“ Allein in Alteglofsheim sind neben der Kirche auch das Pfarrhaus, die Johanneskapelle, die Wieskapelle und die Kapelle am Dreifaltigkeitsberg teil der Momunenta-App. Sie geben einen Einblick in das religiöse Leben der Gemeinde und zeigen die Verwurzelung des katholischen Glaubens in der Gemeinde.
Schloss Alteglofsheim war das erste Objekt, das für MONUMENTA erfasst wurde. Als eines der bekanntesten Bauwerke im südlichen Landkreis nimmt es innerhalb des Projekts eine besondere Stellung ein. „Ich freue mich sehr, dass durch die MONUMENTA-Tafeln das Wissen über das barocke Prachtschloss nun für Besucherinnen und Besucher sowie für geschichtlich Interessierte einfach und unmittelbar zugänglich wird“, betont der künstlerische Leiter, der im Schloss beheimateten Musikakademie, Adrian Werum.
MONUMENTA wurde unter der Federführung von Dr. Thomas Feuerer entwickelt. Der Freistaat Bayern fördert das digitale Pilotprojekt mit 300.000 Euro aus der Heimat-Digital-Regional-Förderrichtlinie. Die darüberhinausgehenden Kosten tragen Stadt und Landkreis Regensburg anteilsmäßig. Die digitale Plattform soll einen zeitgemäßen Beitrag zur Vermittlung von Wissen über das regionale Baukulturerbe leisten. Nutzer können sowohl über eine interaktive Kartenansicht als auch über Listen nach Gemeinden und Stadtteilen auf die erfassten Denkmäler zugreifen. Zu jedem Objekt stehen unterschiedliche Informationsebenen bereit, von kurzen Übersichten bis hin zu ausführlichen Beschreibungen mit Fotos und weiteren Medieninhalten. Der direkte Einstieg vor Ort erfolgt über die QR-Code-Plaketten an den Gebäuden. Da MONUMENTA als Web-App konzipiert ist, ist kein Download erforderlich. Die Inhalte können auf jedem internetfähigen Gerät direkt unter www.monumenta.de aufgerufen werden.
„MONUMENTA ist ein Mitmach-Projekt“, betont Dr. Feuerer. Die Bevölkerung sei ausdrücklich eingeladen, historische Fotografien sowie weitere Quellen und Informationen beizusteuern. Ebenso seien Hinweise auf mögliche Fehler oder Ungenauigkeiten in der App willkommen. Gerade darin liege nämlich einer der großen Vorteile der digitalen Anwendung: Die Inhalte können fortlaufend ergänzt, korrigiert und aktualisiert werden. Dadurch werde die Dokumentation des kulturellen Erbes stetig wachsen und weiter an Qualität gewinnen.

Text und Bilder: Wolfgang Voigt
(sig)


