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Zur Neuigkeit
Misereor fordert Handeln gegen die schlimmste Hungersnot der Welt
Drei Jahre Krieg und Gräueltaten im Sudan
Aachen, 14. April 2026
Am 15. April richtet die Bundesregierung zum Jahrestag des bewaffneten Konflikts im Sudan eine internationale Geber-Konferenz aus. Gemeinsam mit Großbritannien, Frankreich, den USA sowie der Europäischen und Afrikanischen Union soll über dringend notwendige Hilfsmaßnahmen beraten werden. Doch während die Diplomatie tagt, eskaliert das Leid weiter: Rund die Hälfte der Bevölkerung hungert, 11,6 Millionen Menschen sind auf der Flucht – so viele wie nie zuvor. Misereor fordert die Konferenz-Teilnehmenden eindringlich auf, endlich ausreichend Mittel für humanitäre Hilfe bereitzustellen.
„Unsere Partner berichten von einer Katastrophe, die sich kaum in Worte fassen lässt: Menschen haben nicht genug zu essen, Kinder sind durch Hunger und Krankheiten geschwächt, Familien fliehen ohne Aussicht auf Sicherheit“, sagt Katharina Götte, Sudan-Expertin bei Misereor. „Ein Krieg, der über 21 Millionen Menschen in Ernährungsunsicherheit stürzt und Millionen Kindern grundlegende Zukunftschancen nimmt, darf nicht länger an den Rand gedrängt werden.“ Der Sudan erlebt eine humanitäre Krise historischen Ausmaßes: Berichte über systematische sexualisierte Gewalt, ethnisch motivierte Angriffe und die Rekrutierung von Kindern zeichnen ein Bild massiver Gräueltaten. Die Vereinten Nationen dokumentieren in der Region Darfur schwerste Menschenrechtsverletzungen bis hin zu möglichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Hilfe vor Ort am Limit
„Der Alltag der Menschen in den umkämpften Gebieten ist geprägt von wechselnden Frontlinien, Luftangriffen und anhaltender Angst. Niemand kann sicher sein, was der nächste Tag bringt“, so Götte. Gleichzeitig setzen lokale Selbsthilfegruppen und kirchliche Organisationen ihre Arbeit unter extremen Bedingungen fort – oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens. Die katholische Kirche im Sudan ist eine Minderheitenkirche, bleibt aber bewusst an der Seite der Bevölkerung und leistet humanitäre wie seelsorgerische Unterstützung. „Vor Kirchen stehen Vertriebene Schlange und bitten um Nahrung und Schutz. Doch die Helfenden stoßen längst an ihre Grenzen – auch weil internationale Unterstützung spürbar zurückgeht“, warnt Götte.
Region unter wachsendem Druck
Rund 4,5 Millionen Menschen suchen Schutz in den Nachbarländern, insbesondere im Tschad und im Südsudan. Doch auch dort stoßen die Aufnahmestrukturen an ihre Grenzen – nicht zuletzt wegen fehlender finanzieller Ressourcen. Vor diesem Hintergrund unterstützt Misereor die Initiative der anstehenden Sudan-Konferenz und appelliert eindringlich an die Teilnehmenden, sich für einen sofortigen humanitären Waffenstillstand, sichere Zugänge für Hilfslieferungen und deutlich mehr finanzielle Mittel einzusetzen. „Es ist unerträglich, dass diese Krise vor den Augen der Welt eskaliert“, sagt Götte. „Die Konferenz muss mehr sein als ein Signal – sie muss konkrete Hilfe bringen. Jetzt.“
Text: Charleen Kovac/Misereor
(kw)
Weitere Infos
Misereor bittet um Spenden für die vom Konflikt betroffenen Menschen. Diese sind auf Unterstützung angewiesen, damit über die bisher freigegebenen 120.000 Euro Nothilfe hinaus weiterhin auf die enormen Bedarfe reagiert werden kann.




