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Zur Neuigkeit
Literarisches Café der Ackermann-Gemeinde mit Markus Bauer
„Gedichte in Musik verpackt“
Regensburg, 14. April 2026
Unter dem Titel „Aus der Werkstatt II“ stand im März das Literarische Café der Ackermann-Gemeinde im Bistum Regensburg im Café Pernsteiner by Sipl in Regensburg. Aufgrund des außerordentlich guten Zuspruchs im Jahr 2025 hatten die Verantwortlichen der Veranstaltungsreihe erneut den Journalisten und Autor Markus Bauer sowie den Arzt und Schriftsteller Dr. Maximilian Bolch zur Lesung ihrer Werke eingeladen.
Leider musste Bolch krankheitsbedingt kurzfristig absagen, so dass Bauer die Vorstellung allein bestritt. Dieser wohnte diesmal nur der „harte Kern“ der Besucher, ein gutes Dutzend an Interessenten, bei. Da Bauer seit Herbst 2025 eigene Gedichte mit Hilfe Künstlicher Intelligenz zu Songs bzw. Liedern in unterschiedlichen Stilen generiert, lockerten diese Beiträge die vorgetragenen Gedichte und Erzählungen zu den Themenblöcken auf. Vor der Begrüßung durch Prof. Dr. Bernhard Dick, dem Diözesanvorsitzenden der Ackermann-Gemeinde, kam ein kurzfristig erarbeiteter musikalischer Willkommensgruß zur Aufführung. Mit persönlichen Gedanken zum Thema „Werkstatt“ und mit Versen „Gedichte in Musik verpackt“ startete der Autor. Der Song vom „Singenden Barber“ bildete die Überleitung vom Thema „Handwerk“ zum Thema „Musik“ mit einer heiteren Erzählung über eine Schrammelmusik-Kapelle in den 1950er Jahren und einem Gedicht über einen Disco-Besuch. Danach widmete sich Bauer einem ernsten und leider auch brandaktuellem Thema – dem Krieg: das Gedicht „Kriegstreiber“ erinnerte – ohne Namen zu nennen – vor allem an den russischen Präsidenten und zog ein eher pessimistisches Resümee: „Die Kriegstreiber werden leider immer mehr, die Völker folgen ihnen willenlos. Wir werden ihnen scheinbar nicht mehr Herr, ihre Macht ist schon zu groß.“ Im Song „Diktatoren – Autokraten“ wurde diese Herrscher dann etwas genauer charakterisiert: „Diktatoren, Autokraten! Wohin man in der Welt auch schaut. In vielen Erdenstaaten werden Werte abgebaut. Diktatoren, Autokraten! Leider demokratisch gewählt. Doch bald sieht man ihre Taten: Demokratie für sie nichts zählt.“ Dieses Lied hat Bauer im Heavy-Metal-Stil, der sonst nicht unbedingt zu Bauers Musikpräferenzen gehört, umgesetzt.
Apokalyptisch angehauchtes Lied „Der Weltuntergang“
Heiter ging’s dann wieder weiter mit einer Erzählung über zwei Brüder, die sich ein Gebiss teilten. Eine aktuelle Thematik, nämlich die Bahn, griff der nächste Themenblock auf. Einen gemütlichen Schaffner aus den 1970er Jahren charakterisierte Bauer in einer Erzählung, in einem Gedicht stellte er diesem die neue, weniger kommunikationsfreundliche Schaffner-Generation gegenüber. Und Verspätungen und Missgeschicke der Bahn – damals „Deutsche Bundesbahn“ – hat der Autor bereits im Jahr 1980 in einem kurzen Gedicht beschrieben und damals mit Hilfe eines rockigen Instrumentalmusikstücks auf einer Tonkassette vertont. Max Bolchs Part überbrückte Bauer nochmals mit ernsteren Beiträgen: Zum einen mit einem Gedicht zum Thema „Tod“, zum anderen mit dem apokalyptisch angehauchten Lied „Der Weltuntergang“. Darin heißt es in einer Strophe: „Wenn jeder wieder mit dem Gebet beginnt, ja a jeder sich wieder auf Gott besinnt. Und wenn jeder seine Fehler bereut, dann is’s Ende der Welt nimma weit.“ Und der Refrain lautet: „Wir wissen weder Zeit noch Stunde. Doch irgendwann wird es geschehn. Vielleicht in einer winzigen Sekunde. Damit miass’ma lem.“
Lied „Lehn dich an mich“ vermittelt Gottvertrauen
Danach ging es in der Erzählung „Hausschlachten in schwerer Zeit“ und im Gedicht „Allerhand Fische“ ums Essen. Mit dem „Fisch“ und dessen christlicher Symbolik leitete Bauer, praktizierender Katholik, auf seine kirchlich-religiösen Beiträge über. Im Gedicht „Beichtbeobachtungen“ beschrieb er Szenen und Personen vor dem Empfang dieses Sakraments, der Song „Lehn Dich an mich“ drückt Gottvertrauen aus. „Lehn dich an mich, wenn du traurig bist. Wenn du die weiße Flagge hisst, denk dann an mich. Lehn dich an mich, wenn du dich einsam fühlst. Wenn du dich innerlich aufwühlst, warte dann auf mich. - Auf mich kannst du allezeit vertrauen. Denn ich bin bei dir allezeit. Auf mich, deinen Gott, kannst du bauen: Jetzt und in alle Ewigkeit.“ Die Erzählung „Die nicht ganz so dichte Firmuhr“ war wieder eine heitere Episode, die auf wahren Tatsachen beruhte.
Vergleich mit Bob Dylan
Doch was wäre eine Lesung ohne das literarische Thema Nr. 1 – die Liebe. Mit dem Text „Kleines Liebesgedicht“ und dem im Doo-Wop-Stil (Ende der 1940er bis frühe 1960er Jahre) gehaltenen Song „Wir sind verliebt“ schloss Bauer seine Lesung. Im Anschluss entwickelte sich, angeregt durch Fragen der Gäste, eine lebhafte Diskussion rund um Entstehungsprozesse der KI-Lieder sowie der inzwischen rund 50-jährigen „Dichter-Tätigkeit“ des Autors. Selbst Vergleiche etwa mit Bob Dylan wurden erwähnt.
Diözesanvorsitzender Dick nahm die Gelegenheit wahr, Markus Bauer nicht nur für diese literarischen und musikalischen Beiträge zu danken, sondern auch für seine Mitarbeit im Leitungsteam der Regensburger Ackermann-Gemeinde in den vergangenen Jahren. Zum Jahresende 2025 hat er diese Aufgabe beendet, wird aber als Berichterstatter weiterhin zur Verfügung stehen.
Text: Marcus Reinert/Markus Bauer
(kw)




