bischof voderholzer und dr. heiko lichti vor einer osterrieder-krippe

Krippen- und Kapellenverein St. Ägidius aus Abensberg trifft Bischof Voderholzer

Neue Heimat für Osterrieder-Krippe in Regensburg


Regensburg, 2. September 2026

Seit 26 Jahren setzt sich der Krippen- und Kapellenverein St. Ägidius e. V. für die Krippentradition in Abensberg ein. Anlass für seine Gründung war im Jahr 2000 der geplante Erwerb der sogenannten „Kaiserkrippe“. Krippen hatten in Abensberg schon zuvor eine besondere Bedeutung. Mit Sebastian Osterrieder brachte die Stadt einen bedeutenden Krippenkünstler hervor, dessen Werke bis heute eng mit seiner Heimatstadt verbunden sind. Am Mittwoch besuchte Dr. Heiko Lichti, 1. Vorsitzender des Krippen- und Kapellenvereins Abensberg, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zum gemeinsamen Austausch.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand auch die Ausleihe einer historischen Osterrieder-Krippe. Vergangenes Jahr konnte der Krippenverein diese bei einer Auktion in Würzburg ersteigern. Ein adäquater Platz für das Ensemble, so waren sich die Vereinsmitglieder einig, sei in der diözesanen Sammlung in Regensburg. Nach erfolgter Restaurierung der Krippe und der Figuren durch den Abensberger Restaurator Dietmar Feldmann, wird die wertvolle Krippe als Dauerleihgabe an die Diözese Regensburg gehen, die im Gegenzug die Kosten der Restaurierung übernimmt. Bischof Rudolf eröffnete Dr. Heiko Lichti, dass die Krippe im Eingangsbereich des Instituts für Alltagskultur im Herzen der Regensburger Altstadt eine neue Heimat finden wird. Zur Veranschaulichung lud der Oberhirte seinen Gast spontan zu einer kurzen Begehung in das Institut ein, verbunden mit der herzlichen Einladung zu einer ausführlichen Krippenführung für die Mitglieder des Krippenvereins Abensberg in Regensburg.

Der neue Vorsitzende

Der Krippen- und Kapellenverein St. Ägidius wählte bei seiner Jahresversammlung im April dieses Jahres Dr. Heiko Lichti zum neuen Vorsitzenden. Er folgt damit dem scheidenden Vorsitzenden Martin Neumeyer, der das Amt über 26 Jahre innehatte. 2025 konnte das 25. Jubiläum des Vereins begangen werden. Höhepunkte waren unter anderem die Ausrichtung der Landesversammlung des Verbands Bayerischer Krippenfreunde sowie ein Festakt, bei dem Bischof Rudolf Voderholzer zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

 

Die Gründung des Krippen- und Kapellenvereins St. Ägidius 

Als Johannes Trützschler aus Adlhausen im Jahr 2000 die historisch bedeutende „Kaiserkrippe“ zum Verkauf anbot, wollte man das Kunstwerk für Abensberg sichern. Für die Stadt allein war die Finanzierung jedoch nicht zu bewältigen. Deshalb entstand die Idee, einen Krippenverein zu gründen und den Kauf durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoring zu ermöglichen. Benefizkonzerte, Weihnachtskarten, Ausstellungen, Krippenbaukurse sowie zahlreiche weitere Spenden – darunter auch von den Enkelinnen des Künstlers – halfen bei der Finanzierung.

Die inzwischen gewachsene Gemeinschaft der Krippenfreunde setzt ihre Arbeit stetig fort und entwickelt zahlreiche weitere Aktivitäten rund um die Krippentradition. Die „Kaiserkrippe“ ist heute dauerhaft im Stadtmuseum zu sehen. Später übernahm der Verein zusätzlich die Betreuung, Pflege und Instandhaltung der Ägidiuskapelle. Aus dem Krippenverein wurde so der heutige „Abensberger Krippen- und Kapellenverein St. Ägidius e. V.“.

Weitere Informationen findet man auf der Homepage des Verbands Bayerischer Krippenfreunde.

Text und Fotos: © Jakob Schötz
(jas)



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