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Zur Neuigkeit
Jesuiten koordinieren Jugendhilfe in Nigeria
Bildungsprojekte für 9.000 Kinder
Rom / Regensburg, 13. August 2026
Ein neues kirchliches Bildungsprojekt wurde vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) in Partnerschaft mit weiteren Hilfsorganisationen ins Leben gerufen. Die Europäische Union finanziert das Vorhaben, mit dem 9.000 zumeist traumatisierten Kindern die Rückkehr in ein geregeltes Bildungssystem ermöglicht werden soll.
Mit dem neuen Vorhaben reagieren die Jesuiten und ihre Partner auf die anhaltende Unsicherheit, Vertreibung und Armut in der Region, die Zehntausenden von Kindern seit Jahren den Zugang zu Schulbildung verwehrt. Das auf zwei Jahre angelegte Programm wird in den Kommunalverwaltungsgebieten Kware, Sabon Birni und Isa im Bundesstaat Sokoto umgesetzt. Es richtet sich an insgesamt rund 25.000 Kinder und Gemeindemitglieder, wobei der Anteil der weiblichen Begünstigten bei 60 Prozent liegt.
Ziel des Projektes ist die Wiedereingliederung von Binnenvertriebenen, Rückkehrern, Angehörigen der Aufnahmegemeinschaften, sogenannten Almajiri-Kindern sowie Kindern mit Behinderungen. Der Landesdirektor von JRS Nigeria, P. Temple Anuforo SJ, verwies derweil auf erhebliche Mängel in der Infrastruktur und die Sicherheitslage im Nordwesten des Landes. In den betroffenen Gebieten fehle es an intakten Schulgebäuden, Sanitäranlagen sowie verlässlichen Wasserquellen.
Inklusiver Ansatz
Neben dem JRS sind die Organisationen Christian Blind Mission (CBM) und die Hikima Community Mobilization and Development Initiative (HCOMDI) an der Umsetzung beteiligt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem inklusiven Ansatz. CBM-Landesdirektor Samuel Omoi betonte die Bereitstellung von Hilfsmitteln und inklusiven Lehrmethoden, um Kindern mit Behinderungen den Schulbesuch zu ermöglichen. Ubaida Bello Muh’d, Exekutivdirektorin von HCOMDI, hob die Bedeutung von Bildung als Instrument zum Schutz und zur Stärkung benachteiligter Bevölkerungsgruppen hervor.
Im Rahmen der Initiative werden Schulgebäude instand gesetzt sowie Wasser-, Sanitär- und Hygieneeinrichtungen (WASH) errichtet. Das Lehrpersonal erhält Schulungen, um traumatisierten und durch Konflikte in ihrer Ausbildung unterbrochenen Schülern gerecht zu werden. Zudem ist eine Stärkung der lokalen Schulverwaltungskomitees (SBMCs) vorgesehen, um die Einbindung der Gemeinschaften und den Schutz von Kindern nachhaltig zu verankern. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Regierung des Bundesstaates Sokoto und lokalen Bildungsbehörden.
Text: Vatican News
(sig)
Unser Symbolbild zeigt eine auch heute realistische Situation in einer Schule in Nigeria, es entstand vor einigen Jahren und stammt von missio München.




