Gebetsplatz fatima

Internationale Verehrung der Muttergottes in Lourdes und Fátima

Marienmonat Mai


Regensburg, 28. Mai 2026

Portugal erinnert am 12. Und 13. Mai an den Beginn der Marienerscheinungen im Jahr 1917 in Fátima. Dazu kamen auch heuer wieder nach amtlichen Angaben 240.000 Menschen zur abendlichen Lichterprozession in die Cova da Iria und ca. 180.000 Gläubige versammelten sich am Festtag selbst zur großen gemeinsamen Eucharistiefeier vor der Basilika mit den Gebeinen der Seherkinder von damals. Der internationalen Feier stand jeweils der Patriarch von Lissabon, Erzbischof Rui Manuel Sousa Valério SMM mit vielen Bischöfen und hunderten Priestern vor.

Ältestes Marienheiligtum Portugals

Darunter war auch eine Pilgergruppe des Bayerischen Pilgerbüros aus dem Bistum Regensburg. Einer der Höhepunkte für die Gruppe war die Eucharistiefeier in der Erscheinungskapelle. Dazu galt es, den 80. Geburtstag von Domkapitular em. Prälat Peter Hubbauer, dem früheren Leiter des Seelsorgeamtes in Regensburg, zu feiern, der exakt am Erscheinungstag sein Wiegenfest im Kreise der Mitpilger feiern durfte! Auf den Spuren der damaligen Ereignisse gelangte die Pilgergruppe unter der Leitung von Dr. Stefan Gatzhammer nach Aljustrel, dem Wohnort der Seherkinder, nach Sítio am Atlantik, dem ältesten Marienheiligtum Portugals und nach Lissabon mit seinem beeindruckenden Cristo-Rei-Monument über dem gewaltigen Tejo, das Anfangs- und Endpunkt der Reise zu Maria ist.

Rund 18.000 Soldatinnen und Soldaten aus knapp 40 Nationen weltweit kamen über das Pfingstwochenende zur Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes in Südfrankreich zusammen. Die traditionsreiche Wallfahrt steht seit ihrer Entstehung im Jahr 1958 im Zeichen der Völkerverständigung und des gemeinsamen Gebets für Frieden.

Vor dem Hintergrund der schmerzlichen Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs entstand damals die Idee, Soldaten verschiedener Nationen in Lourdes zusammenzuführen, um gemeinsam zu beten und zu feiern. Seither versteht sich die Wallfahrt als Beitrag zur Friedenserziehung unter dem Patronat der Jungfrau und Gottesmutter Maria.

Das vielfältige Programm reichte von der großen Eröffnungsfeier in der unterirdischen Basilika Pius X. über den gemeinsamen Pfingstgottesdienst mit sämtlichen Militärbischöfen und vielen hundert Priestern in Konzelebration bis hin zur eindrucksvollen Lichterprozession bei sommerlichem Wetter. Dem Organisationsteam gelang es dabei, ein starkes Gefühl der Zusammengehörigkeit innerhalb der Weltkirche unter dem Schutzmantel der Gottesmutter zu vermitteln.

Bayerisches Pilgerbüro organisiert Soldatenwallfahrt nach Lourdes

Zugleich wurde die besondere geistliche Bedeutung des Wallfahrtsortes Lourdes deutlich. Ausgehend von den Erscheinungen der „Unbefleckten Empfängnis“ vor der jungen Bernadette Soubirous in der Grotte von Massabielle im Jahr 1858 ist Lourdes bis heute ein Ort des Gebets, der Hoffnung und der Bitte um Frieden geblieben. Die Teilnehmer der Wallfahrt verband die gemeinsame Überzeugung, dass Segen und Schutz für die Anliegen des Weltfriedens letztlich nur mit Gottes Hilfe erlangt werden können.

Unter den über 500 Soldaten aus Deutschland, die größtenteils mit dem Sonderzug ins Heiligtum in den Pyrenäen angereist waren, durfte Domvikar Albert als Vertreter des Bayerischen Pilgerbüros in München neben Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck aus Essen den scheidenden Militär-Generalvikar Msgr. Reinhold Bartmann und den leitenden Mitarbeiter im Personalreferat des Militärbischofamtes, Msgr. Wolfgang Schilk, beide aus unserem Bistum stammend, begrüßen.

Gedenken an gefallene Kameraden

Neben dem Feldgottesdienst im Zeltlager, bei dem der Militärbischof mehreren Soldatinnen und Soldaten die Sakramente der Taufe und Firmung spendete, gehörte insbesondere das Gedenken an die bei Einsätzen gefallenen Kameradinnen und Kameraden zu den bewegendsten Momenten der Wallfahrt. Die eindrucksvolle Zeremonie ging vielen der Anwesenden spürbar unter die Haut.

Für die Teilnehmer bleibt die Erfahrung bestehen, in der Botschaft Gottes Trost und Stärke für die bevorstehenden Aufgaben gefunden zu haben. Zugleich wurde die Überzeugung gestärkt, dass Maria die Gläubigen auf ihrem Weg begleitet und ihnen ihre Hilfe anbietet.

Text: Andreas Albert, Fotos: Pilgerstelle Regensburg
(jas)



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