News Bild Generalvikar Fuchs eröffnet die Ausstellung „l´eau de ma vie“

Generalvikar Fuchs eröffnet die Ausstellung „l´eau de ma vie“

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(pdr) Monsignore Michael Fuchs, Generalvikar des Bistums Regensburg, hat am gestrigen Donnerstagabend die Ausstellung „l´eau de la vie“ (Wasser des Lebens) in St. Ulrich in Regensburg eröffnet. Sie zeigt Gemälde und Hinterglasmalerei des erst in der vergangenen Karwoche im Alter von 91 Jahren verstorbenen Künstlers aus dem südfranzösischen Bonaguil, dessen Frau während der Vernissage anwesend war. Monsignore Fuchs erinnerte an die wichtige Dimension des Wassers für Christen, etwa als Zeichen der Taufe, der Aufnahme in die innigste Gemeinschaft mit Gott. Der Glaube sei eine Begegnung mit dem Leben, „tief wie das Wasser und hoch wie der Himmel“. Fred Bourguignon sei es gelungen, die Menschen durch seine Kunstwerke in die Begegnung mit dem Leben hineinzunehmen.

Jean-Pierre Théraud, Presseattaché des französischen Generalkonsulats in München, würdigte Bourguignon als „großartigen Künstler“ und Freund großer surrealistischer Künstler wie André Breton. „Das Maß der Form und die Energie der Farben seiner Werke hinterlässt einen großartigen Eindruck.“

Doris Kettner, Kunstvermittlerin aus Erdweg bei Dachau, berichtete, dass Bourguignon in den vergangenen Monaten immer wieder nach Neuigkeiten aus Regensburg gefragt habe. Erst im Alter von zwölf Jahren habe er, der auf der Insel d´Oléron im Atlantik aufwuchs, das nahe französische Festland betreten. Seine ganze Existenz sei von der Insel geprägt gewesen. So habe niemand sein Atelier betreten dürfen, selbst nicht seine Frau.

Fred Bourguignon hatte in den 30er Jahren auch als Lyriker gewirkt, mehrere Originaldrucke seiner Texte in der Zeitschrift „La Tour de Feu“ (Leuchtturm) sind Teil der Ausstellung in Regensburg. Nach der Erfahrung des Schreckens des Zweiten Weltkriegs gehörte Fred Bourguignon auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten zur ersten Riege der französischen Malerei. (ven)