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Zur Neuigkeit
Floristik-Auszubildende verwandeln Regensburger Dom in florales Kunstwerk
Der blühende Dom
Regensburg, 3. Juli 2026
2026 feiert das Bistum Regensburg „750 Jahre gotischer Dom St. Peter in Regensburg“. Höhepunkt der Jubiläumsfeier ist die festliche Pontifikalmesse mit Bischof Rudolf am kommenden Sonntag, 5. Juli 2026, um 10 Uhr. Einen besonderen Akzent bildet die Aktion „Der blühende Dom“: Seit Wochenanfang schmücken Schülerinnen und Schüler der Gärtner- und Floristenklassen des Staatlichen Berufsschulzentrums Regensburger Land mit ihren Lehrkräften das Innere der Kathedrale an verschiedenen Orten mit schöpferisch reichem Blumenschmuck.
Bis zur Jubiläumsfeier am 5. Juli erweitern die angehenden Floristen in mehreren Etappen ihre Arrangements. Fast täglich kommen mehr und mehr Blumen und Blüten dazu. Circa 3000 Schnittblumen und 150 Topfpflanzen werden dabei verarbeitet. 80 Prozent davon wurden von den Schülern und Schülerinnen des Bereichs Gartenbau selbst gezogen.
Die Idee, welche von Berufsschule und Domkapitel gemeinsam entwickelt wurde, war, die liturgisch wichtigen Altäre herauszuarbeiten, so Dr. Antje Eder von der Fachstellenbereichsleitung Gartenbau und Floristik, Staatliches Berufsschulzentrum Regensburg Land. Das sind der Marienaltar, die Altäre der Bistumspatrone der Heiligen Emmeram, Erhard und Wolfgang sowie die Petrusstatue. Hochstrebende Stelen aus weißem Schleierkraut, gelben Lilien, verschiedenfarbigen Hortensien und Flamingoblumen erweitern die Vierungssäulen und greifen das Thema der Hochgotik auf, so die Idee der jungen Floristen. Ein besonderer Blickfang ist auch das große Christuskreuz am Hochgrab zur Seite des Westportals. Hier schmückten die Schüler die Querbalken des Kreuzes mit herabhängenden, dezenten Blütensträngen.

Die Arbeit, erklärt Dr. Eder weiter, wurde als großes Schulprojekt aufgezogen. Im Religionsunterricht wurde der Dom theologisch und als liturgischer Raum erörtert, im Fach Gestaltungslehre und Stilkunde wurde die Architektur der Kathedrale beleuchtet und daraus passende florale Formen und Blumen ausgewählt und erarbeitet. „Das ist ein ganz tolles, ein großartiges Projekt. Wir sind dankbar, hier arbeiten zu können“, so die Fachstellenbereichsleiterin.
Rund 40 Auszubildende sind an der Arbeit beteiligt. Für sie ist die Inszenierung der Regensburger Kathedrale ein besonderes Projekt. Der 18-jährige John Weimar sagt: „Man sammelt hier Erfahrungen und es ist eine Ehre, hier arbeiten zu können“. „Ich liebe das Gebäude, ich mag diesen gotischen Stil, diese riesigen Hallen. Es macht voll Spaß hier zu arbeiten – megacool, hier zu sein!“, erzählt der 22-jährige Berufsschüler Sunny Krieger.
Text und Fotos: Jakob Schötz













