Firmung mit Bischof Gruppenfoto

Firmung in Wiesau und Falkenberg: Bischof Voderholzer stärkt junge Christen im Glauben

„Gott vergisst euch nicht“


Wiesau/Falkenberg, 17. Juni 2026

Bei der Heiligen Firmung am 17. Juni 2026 in der Pfarreiengemeinschaft St. Michael Wiesau und St. Pankratius Falkenberg erinnerte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer die Firmlinge daran, dass Gott jeden Menschen beim Namen kennt. Der Heilige Geist schenke innere Kraft und Rückgrat, damit junge Christen ihren Glauben im Alltag leben und mit Gott im Gespräch bleiben.

Am 17. Juni 2026 wurde in der Pfarreiengemeinschaft St. Michael Wiesau und St. Pankratius Falkenberg die Heilige Firmung gefeiert. In seiner Predigt wandte sich Bischof Dr. Rudolf Voderholzer besonders an die Firmlinge, ihre Eltern und Firmpaten.

Der Regensburger Diözesanbischof erinnerte daran, dass Gott den Kindern durch ihre Eltern das Leben geschenkt habe. Zugleich dankte er den Eltern dafür, dass sie ihre Kinder zur Taufe geführt und ihnen damit auch die Hoffnung auf das ewige Leben eröffnet hätten. Mit der Anmeldung zur Firmung bejahten die Firmlinge nun selbst ihren Glauben an den dreifaltigen Gott.

Gott kennt jeden beim Namen

Eine zentrale Botschaft der Predigt lautete: Gott vergisst den Menschen nicht. Die Firmlinge sollten mitnehmen, dass Gott sie beim Namen nennt und ihren Namen in sein Herz geschrieben hat. Deshalb sei es auch bei der Firmung bedeutsam, dass jeder Firmling persönlich mit seinem Namen angesprochen werde.

Bischof Voderholzer ermutigte die jungen Christen, mit Gott im Gespräch zu bleiben, besonders im Gebet. Jesus spreche zu den Menschen in der Heiligen Schrift, vor allem im Neuen Testament. Der Heilige Geist helfe dabei, dieses Wort Gottes zu verstehen und auf das eigene Leben zu beziehen.

Der Heilige Geist schenkt innere Stärke

Bei der Firmung werde durch Handauflegung und Salbung mit Chrisam die Gabe des Heiligen Geistes zugesprochen. Der Bischof erinnerte in diesem Zusammenhang auch an den früheren Brauch des sogenannten Backenstreichs. Dieser habe deutlich machen sollen: Der Heilige Geist soll den Firmlingen Rückgrat und innere Stärke geben, damit sie nicht beim ersten Widerstand verzweifeln.

Der Glaube, so Bischof Voderholzer, vermittle Sinn im Leben. Er verwies darauf, dass Christen für ihren Glauben auch eingesperrt worden seien. Umso dankbarer dürfe man heute für die Religionsfreiheit sein. Diese Freiheit solle aber auch genutzt werden, indem Christen ihren Glauben zeigen und leben.

Firmpaten stehen hinter den Firmlingen

Ein besonderes Geschenk der Firmung sei neben der Gabe des Heiligen Geistes auch der Firmpate. Durch die Handauflegung werde sichtbar, dass die Firmpaten hinter ihren Firmlingen stehen. Sie sollen ihnen helfen, den Glauben zu leben und auf ihrem weiteren Weg als Christen verlässliche Begleiter sein.

An die Eltern richtete Bischof Voderholzer die Bitte, ihre Kinder erwachsen werden zu lassen. Dieser Prozess nehme mit der Heiligen Firmung einen wichtigen Anfang und werde durch die Hilfe des Heiligen Geistes begleitet. Zugleich bat er die Eltern, auch zu Hause den Glauben mit ihren Kindern zu leben, den Sonntag bewusst zu gestalten und die überlieferten Bräuche lebendig zu halten.

Der Glaube, so wurde deutlich, soll nicht verborgen bleiben, sondern im Alltag sichtbar werden. Die Firmlinge seien eingeladen, daran mitzuwirken, ihren Glauben zu entfalten und sich vom Heiligen Geist stärken zu lassen.

Text: Alexandra Malzer
Foto: Jennifer Hankl
(SG)



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