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Zur Neuigkeit
Diözesan-Pilgerreise mit Bischof Rudolf nach Portugal
„Die Botschaft von Fátima ist noch lange nicht erfüllt…!“
Regensburg/Fátima, 17. August 2026
Knapp vierzig Pilgerinnen und Pilger aus dem Bistum Regensburg und darüber hinaus haben sich mit ihrem Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer auf die Spuren der Marienerscheinungen des Jahres 1917 in Portugal gemacht. Damals erschien die Gottesmutter drei Hirtenkindern in der Cova da Iria bei Fátima und forderte sie zu Gebet und Buße auf. Der Lohn dafür sollte die Bekehrung Russlands und Frieden in der Welt sein.
Papst Benedikt XVI. zufolge ist laut Bischof Rudolf diese Botschaft noch immer aktuell wie ehedem. Denn auf die vermeintliche Erfüllung der Botschaft der Gottesmutter Maria in den Jahren nach 1989 mit dem Fall des Eisernen Vorhangs kann angesichts des aktuellen Bruderkrieges in der Ukraine noch lange nicht von Bekehrung oder gar Frieden ausgegangen werden. Damit erweist sich der verstorbene Papst geradezu als prophetisch. Mit dieser Botschaft machte Regensburgs Oberhirte beim Eröffnungsgottesdienst in der Erscheinungskapelle des Heiligtums Fátima deutlich, dass das von der Gottesmutter geforderte Gebet des Rosenkranzes dringender nötig sei denn je und damit die Gläubigen gut beraten sind, sich mit der Botschaft von damals heute auseinanderzusetzen.
Dem Wunsch der „Königin des Rosenkranzes“, wie sich die Jungfrau Maria selbst den Seherkindern vorstellte, entsprach die Pilgergruppe beim gemeinsamen Beten des „Ungarischen Kreuzweges“, um anschließend die Geburts- und Wohnhäuser der Seherkinder Jacinta (1910–1920) und Francisco Marto (1908–1919) sowie ihrer Cousine Lúcia dos Santos (1907–2005) im Ort Aljustrel sowie der dazugehörigen Pfarrkirche zu besuchen. Dass sich auch berühmte Persönlichkeiten mit dem Geschehen von Fátima auseinandersetzten, wurde im Haus „Domus Pacis“ der vormaligen „Blauen Armee“ deutlich, in dem die Pilgergruppe das Kunstwerk Salvador Dalis mit dessen Interpretation der „Höllenvision“ vom Juli 1917 bestaunte und anschließend dem byzantinischen Heiligtum mit der Ikone der Gottesmutter von Kasan einen Besuch abstattete.
Höhepunkte waren aber die großen Wallfahrtsfeierlichkeiten um den Erscheinungstag, dem 13. jedes Monats von Mai bis Oktober: Mit nach offiziellen Angaben bis zu 25.000 Gläubigen war am Vorabend bei der großen Lichterprozession nach dem gemeinsam gebeteten Rosenkranz und am Gedenktag selbst das feierliche Pontifikalamt mit dem neuen apostolischen Nuntius in Portugal, Erzbischof Andrés Carrascosa Coso, eine beeindruckende Gebetsgemeinschaft vor Ort zusammengekommen. Eine besondere Ehre wurde dabei den Regensburger Pilgern mit ihrem Diözesanbischof zuteil, indem sie der Ortsbischof von Leiria-Fátima, José Ornelas Carvalho, am Nachmittag zu einer persönlichen Begegnung mit Austausch einlud.
Portugal sollte aber nicht verlassen werden, ohne zuvor die Höhepunkte von Portugals Hauptstadt; Lissabon, kennen zu lernen. Mit Station am gewaltigen Cristo-Rei-Monument wurden mit dem Hieronymuskloster, dem Turm von Belém und dem Seefahrerdenkmal die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Augenschein genommen. Nach einem Rundgang durch die Stadt fand zum Abschluss der gemeinsamen Wallfahrt im Geburtshaus des hl. Antonius von Padua, inzwischen zum Heiligtum des Antonius von Lissabon umgebaut, eine Dankandacht statt. In deren Verlauf lies es sich Bischof Rudolf nicht nehmen, allen anwesenden Gläubigen persönlich mit einem Reliquiar des großen Fürsprechers aus der franziskanischen Ordensbewegung des Mittelalters den Einzelsegen zu spenden.
Begleitet von ihrem Diözesanbischof und Domvikar Andreas Albert aus Regensburg wurde die Gruppe schlussendlich unter der kundigen Leitung von Herrn Dr. Stefan Gatzhammer des Bayerischen Pilgerbüros in München nicht nur souverän an alle bedeutenden Wallfahrtsstätten geführt, sondern auch sicher und beeindruckt im Flugzeug wieder nach Hause gebracht.
Text: Andreas Albert, Pilgerpfarrer und Domvikar
Fotos: Andreas Albert, Bernd Ruttka
(chb)









