Suche
Kategorien
Seiten
Nachrichten
Bilder
Videos
{{{_highlightResult.post_title.value}}}
{{#helpers.snippet}}{ "attribute": "content", "highlightedTagName": "mark" }{{/helpers.snippet}}
Zur Seite{{{_highlightResult.post_title.value}}}
{{#helpers.snippet}}{ "attribute": "content", "highlightedTagName": "mark" }{{/helpers.snippet}}
Zur Neuigkeit
Bischof Voderholzer feiert Fatimatag in Maria Brünnlein
Christliche Hoffnung – mehr als Optimismus
Wemding, 13. Dezember 2025
Am 13. Dezember 2025 zelebrierte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer ein Pontifikalamt zum letzten Fatima-Tag des Jahres in der Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein bei Wemding in der Diözese Eichstätt. In seiner Predigt legte der Bischof einen besonderen Fokus auf das Thema der christlichen Hoffnung, die für das Leben der Gläubigen von zentraler Bedeutung ist. Mit Bischof Voderholzer feierten am Altar unter anderem Wallfahrtrektor Norbert Traub.
Der Bischof begann seine Predigt mit einem persönlichen Erlebnis, das eng mit seinem bischöflichen Wahlspruch verbunden ist: „Christus in vobis spes gloriae“ – „Christus ist unter euch. Er ist die Hoffnung auf Herrlichkeit“. Dieser Wahlspruch, der ihn seit seiner Priesterweihe begleitet, stammt aus dem Kolosserbrief und war bereits der Primizspruch von Bischof Voderholzer. Er erinnerte sich an die Entdeckung dieses Wortes während einer abenteuerlichen Reise auf den Spuren des Apostels Paulus im Jahr 1984, als er zusammen mit Mitstudenten in einem schaukelnden Bus den Kolosserbrief las. Besonders die Stelle aus Kolosser 1,27, „Christus, die Hoffnung auf Herrlichkeit“, traf ihn tief und wurde zu einem Leitgedanken seines Lebens und Glaubens.
„Er ist die Hoffnung auf Herrlichkeit“
Bischof Voderholzer erläuterte, dass das erste Wort der christlichen Verkündigung – der Name „Jesus“ – die Quelle der Hoffnung sei. Im Kontext des Kolosserbriefes verweist der Titel „Christus“ darauf, dass Jesus nicht nur die Hoffnung bringt, sondern die Hoffnung in Person ist. „Er ist die Hoffnung auf Herrlichkeit“, erklärte der Bischof und betonte, dass Maria als Mutter Jesu „die Mutter der heiligen Hoffnung in Person“ ist, da sie Christus durch ihr Jawort vom Heiligen Geist empfängt.
Weiterhin ging der Bischof auf das Werk des neomarxistischen Philosophen Ernst Bloch ein, dessen Buch „Das Prinzip Hoffnung“ in vielen kirchlichen Kreisen Beachtung fand. Voderholzer kritisierte jedoch, dass dieser Begriff von Hoffnung oft als bloße optimistische Lebenseinstellung verstanden wird. Und nicht in seiner eschatologischen Dimension, also als Hoffnung auf das ewige Leben, gesehen wird. Hoffnung im christlichen Sinne sei mehr als nur ein Prinzip der Lebensbejahung, sie richte sich auf das ewige Leben, auf die Verheißung Gottes, dass „wir bei ihm sein dürfen“.
„Unsere Heimat ist im Himmel“
Der Bischof stellte klar, dass christliche Hoffnung über den bloßen Optimismus hinausgeht. Sie zielt auf das ewige Leben, das nach dem Tod kommt, und gibt den Gläubigen die Kraft, das Leben vor dem Tod im Vertrauen auf diese Zukunft zu gestalten. „Unsere Heimat ist im Himmel“, sagte Bischof Voderholzer und verwies auf die Worte des Apostels Paulus. Diese Hoffnung sei keine vage Idee, sondern eine „konkrete verheißene Wirklichkeit“.
Nächstenliebe und Hingabe sind Ausdruck tiefer christlicher Hoffnung
In Bezug auf die Herausforderung des menschlichen Lebens erklärte Bischof Voderholzer, dass viele der Hoffnungen, die Menschen in ihrem irdischen Leben hegen – etwa die Hoffnung auf Gesundheit, Frieden oder beruflichen Erfolg – oft enttäuscht werden. Dennoch könne der Glaube an die ewige Hoffnung auch helfen, mit diesen Enttäuschungen umzugehen und zu wachsen. „Nicht wenige irdische Hoffnungen werden enttäuscht, und manchmal können wir im Nachhinein und im Glauben sagen: Gott sei Dank!“
Der Bischof erinnerte in diesem Zusammenhang auch an Heilige wie Mutter Teresa, die sich im Vertrauen auf das ewige Leben im Dienst an den Ärmsten verzehrt haben. Ihre Nächstenliebe und Hingabe, so Voderholzer, seien ein Ausdruck dieser tiefen christlichen Hoffnung, die das Leben vor dem Tod menschlicher und wärmer macht.
Hoffnung ist Triebkraft christlichen Lebens
Abschließend betete Bischof Voderholzer zu Maria, der „Mutter der heiligen Hoffnung“, dass die Gläubigen die Gnade erfahren mögen, im Glauben auf Gott zu hoffen und diese Hoffnung in der Liebe zu verwirklichen. „Für diese Hoffnung ist uns Maria ein sicheres Zeichen“, sagte der Bischof und zitierte Papst Leo, der erklärte: „Maria, die der auferstandene Christus mit Leib und Seele in die Herrlichkeit aufgenommen hat, erstrahlt als Ikone der Hoffnung für ihre durch die Geschichte pilgernden Kinder.“
Bischof Voderholzer schloss die Feier mit den Worten, dass die christliche Hoffnung „die Triebkraft christlichen Lebens“ sei und auch weiterhin die Gläubigen anführe: „Das Heilige Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu. Die Hoffnung aber, sie lässt nicht zugrunde gehen. Sie ist – und wird immer sein – die Triebkraft christlichen Lebens. Heilige Maria, Mutter Gottes, Mutter der heiligen Hoffnung, erbitte uns die Gnade, im Glauben auf Gott zu hoffen und die gläubige Hoffnung in der Liebe zu verwirklichen. Amen“, so der Bischof von Regensburg abschließend.
Text: Jakob Schötz, Fotos: Gerlinde Empl
(jas)










