News Bild Bewegte Stationen nach 40 Jahren priesterlichen Dienstes

Bewegte Stationen nach 40 Jahren priesterlichen Dienstes

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Wenige Menschen kennen den Winterchor im südlichen Querschiff des Regensburger Doms St. Peter. Er ist nur über den Hochchor erreichbar und dient seit unbestimmter Zeit als Winterkapelle für das Domkapitel. Bischof Rudolf Voderholzer nutzte den Raum mit seinem prächtigen Netzrippengewölbe, um dort mit mehreren Priesterjubilaren aus dem Bistum die Heilige Messe zu feiern. Am 25. Juni 1977 empfingen die Geistlichen einst das heilige Sakrament der Priesterweihe und wirken somit seit 40 Jahren als Seelsorger für die Diözese Regensburg.

 

Priesterweihe ist das „Auferstehen mit Christus“

Vier Tage zuvor, am 21. Juni 1977, war Domdekan Hermann Grötsch verstorben, erinnerte Bischof Rudolf in seiner Predigt. Bischof Rudolf Graber hatte damals die Aufbahrung des Toten in seiner Predigt zur Priesterweihe in Beziehung mit der „Prostratio“ gesetzt, dem ausgestreckten Liegen der Priesteramtskandidaten vor den Altarstufen. Graber interpretierte die Prostratio als ein mystisches Sterben mit Christus. Und schlug den Bogen dahin, dass jedes Sakrament, nicht nur die Taufe, sondern auch die Priesterweihe ein besonderes Eingehen in das Sterben Christi und das „mit ihm auferstehen“ sei.

 

Dankbarkeit für vielfältigen priesterlichen Dienst

„Wir wurden nicht für uns selber geweiht, sondern für die Menschen in der Kirche, die der Herr uns anvertraut hat“, hob Bischof Dr. Rudolf Voderholzer hervor. Neben den Feierlichkeiten zum 40-jährigen Jubiläum, so hoffe der Oberhirte, dass die Jubilare auch Zeit zur Muße haben, ganz intensiv über die verschiedenen Stationen ihres bisherigen Wirkens nachdenken zu können. All die schönen aber auch schmerzhaften Begegnungen  sollten sie vor ihrem geistigen Auge Revue passieren lassen und die Menschen ins Gebet nehmen, für die sie haben da sein dürfen: die Kinder, die sie taufen oder zur Erstkommunion haben führen dürfen, die zahlreichen Jugendlichen, denen sie das Sakrament der Firmung haben spenden oder im Religionsunterricht in Berührung mit der frohen Botschaft haben bringen können; denn für viele Kinder und Jugendliche sei dieser Unterricht die einzige Möglichkeit, sich damit auseinanderzusetzen. Die vielen Menschen, die sie in ihrer bisherigen Amtszeit zum Traualtar begleiten konnten aber auch die traurigen Momente, in der Begleitung bei Krankheit oder sogar Tod. „Besonders dankbar sind wir denen, die uns in der Beichte ihr Herz ausgeschüttet haben und uns vielleicht damit auch beschenkt haben: mit ihrer Ehrlichkeit und Offenheit“, so Bischof Rudolf abschließend.

Die 40-jährigen Priesterjubilare sind:

Pfarrer Johann Bauer aus Mindelstetten, Pfarrer Eckhard Biernstiel aus Schmidgaden, Pfarrer Johann Geiger aus Weiden, Pfarrer Hubert Gilg aus Diesenbach, Pfarrer Josef Grillmeier aus Kröning, Pfarrer Hubert Hintermaier aus Altötting, Regionaldekan Jakob Hofmann aus Straubing, Pfarrer Johannes Lang aus Fremdingen, Pfarradministrator Mabaka ma Mbumba aus Salching, Pfarradministrator Franz Mühlbauer aus Amberg, Pfarrer Bernhard Müller aus Grafenwöhr, Pfarrer August Müller aus Altötting, Pfarrer Johann Schießl aus Schmidgaden, Prof. Dr. Heinz-Günther Schöttler aus Geisling, Pater Josef Schwemmer aus Cham und Pfarrer Reinhold Wimmer aus Bach a. d. Donau.