News Bild Auf den Spuren von Albertus Magnus – Bischof wandert mit Gläubigen nach Adlersberg

Auf den Spuren von Albertus Magnus – Bischof wandert mit Gläubigen nach Adlersberg

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Trotz regenverhangenem Himmel folgte eine stattliche Gruppe von wander- und pilgerfreudigen Regensburgern der Einladung von Bischof Rudolf Voderholzer, um mit ihm den Albertus-Magnus-Weg zu gehen. Bevor man sich aber auf den Weg machte, segnete Bischof Rudolf zuerst den Startpunkt der acht Kilometer langen Strecke, die von der Regensburger Seidenplantage zum ehemaligen Dominikanerkloster auf dem Adlersberg führt. Nach dem Weihegebet ging es vorbei an 26 naturkundlichen Besichtigungspunkten auf den Spuren des großen Gelehrten der Dominikaner, Albertus Magnus.

An der Stadtgrenze in Aichahof empfingen Landrätin Tanja Schwaiger und Eduard Obermeier, Bürgermeister von Pettendorf, die Wanderer und begleiteten diese auf der letzten Etappe. Am Ziel angekommen feierte der Oberhirte zusammen mit den Regensburger Dominikanerinnen und allen Anwesenden in der ehemaligen Klosterkirche eine Pontifikalvesper zum Hochfest „Translatio der Gebeine des hl. Dominikus“.

 

Glaube und Naturwissenschaft widersprechen sich nicht

Bischof Rudolf Voderholzer schätzt Albertus Magnus als den anerkannten Universalgelehrten des 13. Jahrhunderts: „Er hat das Wissen und den Glauben seiner Zeit in Einklang gebracht. Er hat Maßstäbe gesetzt für die damalige Zeit in der Erforschung der Natur ausgehend von seinem Glauben, dass die Schöpfung den Schöpfer bezeugt. In der Begegnung mit der Schöpfung kommt man dem Schöpfergott nahe. In großer Ehrfurcht war Albertus Magnus davon überzeugt, dass Gott seine Spuren in der Schöpfung hinterlassen hat. Und so hat er sich auch den kleinsten Dingen mit großer Liebe und Hingabe gewidmet.“ Für Bischof Rudolf ist Albertus Magnus auch eine große Herausforderung für die Gegenwart, denn für viele Menschen scheine die Vereinbarkeit bzw. vermeintliche Nichtvereinbarkeit von Naturwissenschaft und Glaube ein Hindernis auf dem Weg zum Glauben, so der Bischof: „Glaube und Naturwissenschaft widersprechen sich nicht. Sie sind unterschiedliche Zugänge zur Wirklichkeit. Im Glauben kann ich vielmehr sogar die ganze Schöpfung als Werk des guten Schöpfergottes annehmen, erkennen und mich von ihm auch geborgen und getragen wissen.“

 

Mehr als Schwarz & Weiß. 800 Jahre Dominikanerorden

Ab etwa 1274 gab es für rund 300 Jahre auf dem Adlersberg bei Regensburg ein Dominikanerinnenkloster. Die Kirche „Unserer Lieben Frau“ schmücken bedeutende Wandmalereien, unter anderem eine der ältesten bekannten Darstellungen der Schutzmantelmadonna. Der Weg über die Winzerer Höhen wurde 2002 zur Ausstellung „Albertus Magnus. Der große Neugierige“ angelegt und nun vom Stadtgartenamt begleitend zur Ausstellung „Mehr als Schwarz & Weiß. 800 Jahre Dominikanerorden“ wieder instandgesetzt.