Zwei Frauen hinter einer Reihe Röhren mit Bällen zur Abstimmung

Aktion auf den Bergfesten in Amberg und Sulzbach

Auf einen Espresso mit Kirche am Berg


Amberg/Sulzbach-Rosenberg, 27. Juli 2026

Ein Espresso und die Frage: „Warum kommen Sie zum Bergfest?“ standen im Zentrum einer Aktion auf dem Mariahilfbergfest in Amberg und dem Annabergfest in Sulzbach-Rosenberg, um mit den Menschen außerhalb der Kirchenmauern ins Gespräch zu kommen. Initiiert wurde sie von den Beauftragten für Evangelisierung im Dekanat Amberg-Sulzbach, den Gemeindereferentinnen Kathrin Blödt und Regina Probst.

Zentrales Element der Aktion „Auf einen Espresso mit Kirche am Berg“ waren Röhren mit verschiedenen Antwortmöglichkeiten auf die Frage: „Warum kommen Sie zum Bergfest?“.

  1. Kurzbesuch in der Annabergkirche, dann zum Fest (diese Antwortmöglichkeit gab es nur auf dem Annabergfest)
  2. Die Mischung macht‘s: „Mess und Mass“ 
  3. Aus traditionellen Gründen 
  4. Ich komme wegen Essen, Trinken und Gesellschaft 
  5. Wegen den Gottesdiensten und Predigten 

Mit kleinen Bällen durften die Besucher sich positionieren und entsprechend ihrer Antwort den Ball in die Röhre werfen. Als Favorit kristallisierte sich auf dem Annaberg die erste Antwort heraus. Demnach statten viele Bergfestbesucher der Wallfahrtskirche einen kurzen Besuch ab, um dann zum Fest zu gehen. Die Gründe sind vielfältig: „Um eine Kerze anzuzünden“, „um Ruhe zu finden“, „mich interessieren Kirchengebäude allgemein“, „um die Krippe anzuschauen“, „um kurz innezuhalten“. Die spirituelle Seite der Bergfeste wird wahrgenommen und geschätzt. 

Nicht nur wegen des Essens

Der überwiegende Teil der Besucher, wie sich herausstellte, kommt nicht nur zum Essen und Trinken, auch wenn viele Bälle in Röhre vier landeten. „Mess und Mass“ – das gehört für viele beim Bergfest zusammen. Zählt man die Position „wegen den Gottesdiensten und Predigten“ hinzu, überwiegen die spirituellen Gründe. „Ich komme extra wegen dem Prediger“ oder „wegen der schönen geistlichen Musik“ waren Antworten, die genannt wurden.

Die traditionellen Gründe waren vielfältig: „Weil das Bergfest dazugehört“, „weil es mit dem Betrieb Tradition ist, das Bergfest zu besuchen“, „zum Bergfest kommt man heim“, „traditionell kommt die Familie am Bergfest zusammen“.

„Kirche müsste viel öfter mal rausgehen“

Schön fanden viele, dass keine Musik gespielt wird, wie auf einer Kirwa oder einem Volksfest und dass es den Bereich der Stille und Ruhe gibt, auch wenn der Lärm des Festbetriebes auch dort zu hören ist. Insgesamt wurde die Aktion von den Besuchern sehr positiv bewertet: „Schön, dass ihr das macht“, „da ist Kirche mal ansprechbar“, „tolle Idee mit den Fragen“, „hab‘ ich noch gar nicht nachgedacht, warum ich zum Bergest komme“, „Kirche müsste viel öfter mal rausgehen“. Die Allerwenigsten sind vorbeigegangen, viele haben sich gerne ansprechen lassen und haben die Einladung auf einen Espresso angenommen. Dabei sind teilweise sehr intensive, auch persönliche Gespräche über Gott und die Welt entstanden. 

Auch andere pastorale Mitarbeiter des Dekanats schauten vorbei und unterstützen die Aktion: die Gemeindereferentinnen Katharina Laurer, Barbara Schlosser, Birgit Sehr, Pastoralpraktikantin Sarah Koch und Schulpraktikant Moritz Paulus. Am Mariahilfberg standen Pater Clemens und Pater Seraphin, am Annaberg Pfarrer Herbert Mader der Aktion aufgeschlossen und hilfreich zur Seite.

Text: Regina Probst

(kw)



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