Bischof verteilt Rosenkränze

40 Jahre Kirchweihe in Parkstetten – Bischof Dr. Rudolf Voderholzer feierte Pontifikalgottesdienst

Ein lebendiges Zeugnis des Glaubens


Regensburg/Parkstetten, 20. Oktober 2026 

Mit einem festlichen Empfang und einem Pontifikalgottesdienst feierte die Pfarrgemeinde St. Georg in Parkstetten (Landkreis Straubing-Bogen) am 18. Oktober 2026 das 40-jährige Weihejubiläum ihrer Pfarrkirche. Hauptzelebrant war der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, der in der voll besetzten Kirche die Bedeutung des Gotteshauses als Ort der Begegnung mit Christus würdigte.

Ein festlicher Empfang

Bereits am Pfarrhaus empfingen Bürgermeister Martin Panten, der Zweite Bürgermeister und Kirchenpfleger Franz Listl sowie der Dritte Bürgermeister Thomas Friedl den Bischof mit traditioneller Blasmusik. Anschließend zog ein Kirchenzug mit zahlreichen Ministranten sowie Vertretern der kirchlichen und weltlichen Vereine zur Pfarrkirche. Die Kinder des Kindergartens Parkstetten schwenkten gelb-weiße Fahnen und sangen ein Willkommenslied. Bischof Dr. Voderholzer spendete jedem Kind den Einzelsegen und überreichte ein Erinnerungsbildchen. Vor dem Kirchenportal bewunderten die Ehrengäste einen kunstvoll gelegten Blumenteppich mit den Symbolen für Glaube, Liebe und Hoffnung.

Pontifikalmesse zum 40-jährigen Weihejubiläum

Mit dem Bischof zelebrierten Ortspfarrer Richard Meier, Pfarrer Alfons Leibl aus Atting-Rain, P. Norbert Musiol OMI, ehemaliger Pfarrer von Parkstetten, sowie Pfarrvikar Dr. Abbé Tryphon Mukwayakal. Unter den Mitfeiernden war auch BGR Josef Gresik, Ehrenbürger und Erbauer der Kirche, der in diesem Jahr sein 70-jähriges Priesterjubiläum feierte. Diakon Helmut Pscheidl wirkte im Gottesdienst mit, Gemeindereferentin Andrea Plail-Gierl übernahm den Lektorendienst.

Pfarrer Richard Meier erinnerte in seiner Begrüßung an drei Kirchenjubiläen: 750 Jahre gotischer Dom St. Peter in Regensburg, 400 Jahre Weihe des Petersdoms in Rom und 40 Jahre Pfarrkirche St. Georg. Aus der Weiheurkunde vom 19. Oktober 1986, die Bischof Manfred Müller unterzeichnet hatte, verlas er Auszüge. Darin wird das Gotteshaus als Zeichen der pilgernden Kirche und als Ort beschrieben, an dem die Gläubigen das Wort Gottes hören, gemeinsam beten und die Sakramente empfangen.

In seiner Festpredigt wandte sich Bischof Dr. Rudolf Voderholzer besonders an die Kinder und Jugendlichen. Im Gespräch mit ihnen erschloss er das Evangelium vom Zöllner Zachäus (Lk 19,1–10), bei dem sich Jesus selbst eingeladen hatte. Die Begegnung mit Christus hatte Zachäus verändert. Mit der Emmaus-Erzählung verband der Bischof den Gedanken, dass Jesus beim Brechen des Brotes selbst zum Gastgeber werde. Seit 40 Jahren versammle sich die Pfarrgemeinde in St. Georg zur Eucharistie. Gott brauche dieses Haus nicht, wohl aber die Menschen, die hier Christus begegnen könnten.

Wenn die Hauskirche lebt, lebt auch die Pfarrkirche

Der Bischof dankte den Priestern, den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern, den kirchlichen Gremien, den Mesnern, Reinigungskräften, Musikern und Ministranten für ihren Dienst. Besonders würdigte er die Ministranten und erinnerte daran, dass der aufsteigende Weihrauch, den diese im Kirchenraum verbreiten, die Gebete der Gläubigen versinnbildliche.

Sein besonderer Dank galt den Eltern und Großeltern, die er als die ersten Missionare und Evangelisten im Leben ihrer Kinder und Enkel bezeichnete. Wo in den Familien gemeinsam gebetet, den Kindern morgens und abends ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet und der Sonntag bewusst gefeiert werde, könne der Glaube an die nächste Generation weitergegeben werden. Wo die Hauskirche lebendig bleibe, habe auch die Pfarrkirche eine Zukunft. Damit St. Georg auch beim 50. und 75. Weihejubiläum mit Leben erfüllt bleibe, müssten die Gläubigen ihren Glauben pflegen und weitergeben. Nach der Predigt dankten sie dem Bischof mit langanhaltendem Applaus.

Der Kirchenchor unter der Leitung von Monika Geier und der Kinderchor „Regenbogen“ unter der Leitung von Maria Herpich gestalteten den Gottesdienst musikalisch. Beim anschließenden Festessen im Pfarrheim wurden Erinnerungen an die Bauzeit und die vergangenen vier Jahrzehnte des Pfarrlebens ausgetauscht. Mit einer feierlichen Vesper in der Pfarrkirche St. Georg endete der Festtag am Nachmittag.

Text und Fotos: Irmgard Hilmer
(jas und SG)



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