Bischof Rudolf feiert Semestereröffnungsgottesdienst mit der KHG

„Wir bauen Gott ein Haus“


Regensburg, 18. Oktober 2026

Jeden Sonntagabend um 20 Uhr trifft sich die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) Regensburg zum Sonntagsgottesdienst in der Dominikanerkirche St. Blasius. An diesem Sonntag freuten sich die Studentinnen und Studenten auf einen besonderen Gast: Bischof Dr. Rudolf Voderholzer feierte gemeinsam mit Hochschulpfarrer Dr. Martin Seiberl, Domkapitular Msgr. Martin Priller (Leiter der Hauptabteilung Schule/Hochschule) und Akademikerseelsorger Domvikar Dr. Christian Schulz einen festlichen Gottesdienst, für den es mehrere Anlässe gab. Am Kirchweihsonntag 2024 hatte die KHG in der damals frisch renovierten Dominikanerkirche ihre erste heilige Messe gefeiert. Zugleich war der Gottesdienst am 18. Oktober der Eröffnungsgottesdienst zum Wintersemester 2026/27.

Weitere Konzelebranten waren Pfarrvikar Leonard Skorczyk und Pfarrer Adam Karolczak, die als Seelsorger für die Studentenverbindungen Rupertia und Pontana tätig sind. Kirchenmusikalisch gestaltete das Ensemble der Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik unter der Leitung von Lucia Gasser die Messfeier.

„Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus bleiben.“

 

Das Evangelium des Kirchweihsonntags (Lk 19,1–10) berichtet vom Oberzöllner Zachäus, in dessen Haus sich Jesus selbst einlädt. Diese Handlung Jesu, so der Bischof, verwundere auf den ersten Blick, da ein Gast gewöhnlich eingeladen werde. Allenfalls bei Menschen, die man sehr gut kenne und zu denen eine besondere Beziehung bestehe, könne man sich selbst einladen. Genau das sei hier der Fall, denn Jesus sei für uns kein Fremder. Als Ebenbilder Gottes seien wir auf ihn hin geschaffen. Mit seiner Selbsteinladung komme Jesus an einen Ort, an dem er schon längst zu Hause sei. Durch seine Menschwerdung lade sich Gott bei uns ein, und wir seien eingeladen, ihm ein Haus zu bauen. Das sei es, was wir an Kirchweih feierten, erläuterte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer.

Erinnerung an die eigene Studienzeit

„Es ist uns eine Freude und Ehre, dass Sie unserer Einladung nachgekommen sind, haben Sie doch damit ein deutliches Zeichen gesetzt, dass Ihnen die Hochschulseelsorge ein Herzensanliegen ist.“ Mit diesen Worten begrüßte Hochschulpfarrer Dr. Martin Seiberl Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zu Beginn der Messe.

In seiner Predigt betonte der Bischof, die Einladung habe ihn an seine eigene Studienzeit und seine spätere Tätigkeit als Professor in München erinnert. Dabei habe er sich gefragt: „Was kann ich den Studentinnen und Studenten zum Semesterbeginn mit auf den Weg geben?“ Angesichts der Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz stelle sich zunehmend die Frage nach dem Sinn akademischen Arbeitens. Die Lösungsmöglichkeiten, die die KI biete, könnten Studenten entmutigen, ernsthaft zu studieren. Aber gerade jetzt sei es wichtig, sich dem Studium zu widmen. Es brauche in allen Fachbereichen gut ausgebildete Frauen und Männer, die in vorbildlicher Weise mit der KI umgingen. So könne die KI zwar in kürzester Zeit alle Gebete weltweit in alle Sprachen übersetzen, doch richtig beten könne nur der beseelte Mensch. „Ich wünsche Ihnen ein gutes Semester!“, rief Bischof Dr. Rudolf Voderholzer den Studierenden abschließend zu.

Vielfältiges Glaubensleben an den Hochschulen

Der Semestereröffnungsgottesdienst spiegelte die Vielfalt des Glaubenslebens an den Regensburger Hochschulen wider. Neben der Katholischen Hochschulgemeinde waren auch mehrere katholische Studentenverbindungen mit ihren Fahnenabordnungen und Verbindungsseelsorgern sowie der studentische Gebetskreis Ruach vertreten. Nach der Messe kamen die Teilnehmer im Kreuzgang des ehemaligen Dominikanerklosters miteinander ins Gespräch.

Glauben an der Hochschule leben

Das vierköpfige Seelsorgeteam unter der Leitung von Hochschulpfarrer Dr. Martin Seiberl bietet vielfältige Möglichkeiten, den Glauben zu leben und Gemeinschaft zu erfahren. Auf ihrer Internetseite www.khg-regensburg.de beschreibt die KHG ihr Angebot folgendermaßen:

  • Gottesdienst & Gebet: Gemeinsam beten, Kraft schöpfen, Gott begegnen
  • Begegnung & Gemeinschaft: Menschen treffen, Freundschaften leben, Glauben teilen
  • Seelsorge & Unterstützung: Fragen stellen, Antworten suchen, Hoffnung finden

Der wöchentliche Sonntagsgottesdienst um 20 Uhr in der Dominikanerkirche St. Blasius richtet sich nicht nur an Studentinnen und Studenten. Zu diesem Gottesdienst sind alle Gläubigen aus dem Stadtgebiet und darüber hinaus herzlich eingeladen.

Text und Fotos: © Carl Prämassing 
(jas und SG)



Nachrichten