News Bild „Zu lieben heißt, jedem zu zeigen: `Es ist gut, dass es dich gibt!´“:  Vigil für das Leben in St. Johann und Regensburger Innenstadt

„Zu lieben heißt, jedem zu zeigen: `Es ist gut, dass es dich gibt!´“: Vigil für das Leben in St. Johann und Regensburger Innenstadt

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Montagvormittag fand im Stadtzentrum von Regensburg die „Vigil für die ungeborenen Kinder“ statt, die traditionell am letzten Tag des Monats in der Domstadt gefeiert wird. Gemeinsam mit Pfarrer Erich Renner (St. Michael Donaustauf) nahmen zahlreiche Gläubige an einer stimmungsvollen Heiligen Messe in der Kirche St. Johann teil. Im Anschluss gingen die engagierten Christen in einer friedlichen Gebetsprozession durch die Regensburger Innenstadt, um in Rosenkranzgebet und Gesang vertieft auch für Außenstehende sichtbar für den Schutz jeden menschlichen Lebens einzutreten.

 

Andere zur Liebe ermutigen

In seiner Predigt legte Pfarrer Erich Renner die Grundhaltung allem richtig verstandenen  christlich motivierten Engagements für den Lebensschutz offen:  Andere, aber auch sich selbst, dazu zu ermuntern, eine Umkehr zur Liebe zu wagen. „Die Sehnsucht des Menschen ist es, geliebt zu werden“, rief Pfarrer Renner den anwesenden Gläubigen zu, „nur die Liebe lässt uns wirklich leben!“ Und somit sei es für Christen unabdingbar, so der Donaustaufer Pfarrer, jedem Menschen nachdrücklich zu sagen und auch zu zeigen: „Es ist gut dass es dich gibt!“ Hierbei dachte Pfarrer Renner besonders an Menschen, die mit sich und ihrem Leben hadern – denen Zuspruch oder auch nur eine freundliche Geste dabei helfen kann, auch schwere Zeiten zu durchstehen. „Jeder in diesem Raum kann sagen: Ich bin dankbar, dass ich leben darf! Ich bin gewollt und geliebt!“ Dieses Gefühl, so Pfarrer Renner, müsse Menschen jeden Alters und jeder Größe weitergegeben werden  – was sich deshalb auch im beten und eintreten für das ungeborene Leben folgerichtig Ausdruck verleiht.

 

Friedliche Prozession durch die Regensburger Innenstadt

Im Anschluss an die Heilige Messe lud  Pfarrer Erich Renner die  Anwesenden zur Eucharistischen Anbetung ein – und erteilte allen den sakramentalen Segen. Schließlich begannen die  Gläubigen mit dem  Rosenkranzgebet und verließen die Kirche St. Johann zur gemeinsamen Rosenkranzprozession. Hierbei gingen die Gläubigen – geschützt durch die  Regensburger Polizei - singend und betend durch die Regensburger Innenstadt zu einer Abtreibungspraxis im Zentrum, wo alle gemeinsam für die ungeborenen Kinder friedlich und fröhlich beteten. Vor dem Gebäude irritierten knapp sieben Gegendemonstranten im Studentenalter mit gebrüllten Parolen wie „Hätt´ Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben!“ zwar vorbeigehende Passanten, die Teilnehmer der Gebetsprozession blieben jedoch friedlich ins Rosenkranzgebet vertieft.

Veranstalter der regelmäßigen Vigil für das Leben  ist der Verein „Helfer für Gottes kostbare Kinder Deutschland e.V“.  Für  Regensburg ist es die Donaustauferin Petra Gunser, die im Namen von „Helfer für Gottes kostbare Kinder“ zur allmonatlichen Vigil einlädt. Sie  war sichtlich erfreut über den positiven Verlauf der Gebetsprozession sowie über die große Teilnehmerzahl von über 60 Gläubigen jeglichen Alters - und das einem Werktag.  „Dies ist ein neuer Rekord!“, wie Petra Gunser im Anschluss an die Prozession sagte. Sie kündigte bereits die nächste Vigil an: Diese ist für Donnerstag, den 31. März geplant, wieder um  9 Uhr 30 in St. Johann.   

Allgemeine Informationen

Ein Schwangerschaftsabbruch (Abtreibung) ist in Deutschland aus staatlicher Perspektive immer rechtswidrig, aber unter bestimmten Voraussetzungen straffrei:Beispielsweise wenn die Schwangere nachweisen kann, dass sie an einer Schwangerschaftskonfliktberatung (z.B. Deutsches Rotes Kreuz, Pro Familia oder kommunale Anbieter) teilgenommen hat und drei Tage zwischen dieser Beratung und einer Abtreibung liegen, die Schwangerschaft durch eine Vergewaltigung entstanden ist oder eine Gefahr für die körperliche oder seelische Gesundheit der Schwangeren besteht. Ein Abbruch kann laut Gesetzgeber bis zur 14. Schwangerschaftswoche vorgenommen werden. (§§ 218 und 219 StGB)

Lebensschutz gilt aus Sicht des christlichen Glaubens immer und ausschließlich von der Empfängnis bis zum letzten Atemzug eines jeden menschlichen Lebens: Hier können Sie die allumfassende und ganzheitliche Perspektive der Kirche zum Thema Lebensschutz nachlesen.

Bischof Rudolf Voderholzer liegt der Lebenschutz sehr am Herzen - deshalb nahm er im September 2015 am "Marsch für das Leben" in Berlin teil.

Die Kirche steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite: Im Bistum Regensburg unterstützt die Caritas alljährlich viele Menschen mit ihrer Schwangerschaftsberatung.