Kunstvoll verziertes Beil auf rotem Samt

Wolfgangshackl für die ausrichtenden Pfarreien der Wolfgangswoche

Besonderes Zeichen der Erinnerung


Regensburg, 18. Dezember 2025

Die Wolfgangswoche zählt zu den geistlichen Höhepunkten im Jahreskreis der Diözese Regensburg. Um den ausrichtenden Pfarreien künftig eine bleibende und zugleich symbolträchtige Erinnerung an diese besonderen Feierlichkeiten zu überreichen, erhalten sie ein eigens dafür gestaltetes und kunstvoll verziertes „Wolfgangshackl“. Das Hackl wurde kürzlich Bischof Rudolf Voderholzer vorgestellt.

Gestalterisch nimmt es Bezug auf das Wolfgangsreliquiar am Wolfgangsaltar im Dom St. Peter, das zum Abschluss des Wolfgangsjahres 2024 in der Goldschmiede-Werkstatt des Benediktinerklosters Gut Aich in Österreich gefertigt wurde. Dieses Reliquiar wurde im Juni 2025 erstmals anstelle des Wolfgangsschreins auf Reisen geschickt und zur Eröffnung der Wolfgangswoche in der Region Kelheim verwendet. Aus diesem ersten Einsatz heraus entstand die Anregung, ein handwerklich gefertigtes Erinnerungszeichen zu schaffen, das die gemeinsamen Feierlichkeiten dauerhaft sichtbar macht. 

Idee entstand aus Bischofpredigt heraus

Die Idee für das Wolfgangshackl geht auf einen Impuls aus einer Predigt von Bischof Rudolf während der Wolfgangswoche in Neustadt an der Donau zurück. Darauf aufbauend wurde das Konzept von Sandra Mirwald, stellvertretende Leiterin der Hauptabteilung Seelsorge, gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abteilung Kunst- und Denkmalpflege über mehrere Monate weiterentwickelt. Ziel war es, den ausrichtenden Pfarreien künftig ein eigenes Erinnerungsstück zu überreichen. Dies geschieht nun in Form eines Wolfgangshackls, versehen mit der jeweiligen Jahreszahl. 

Für die Ausarbeitung und Umsetzung der Idee konnte Petra Bausch, Fachbereichsleitung Präventive Konservierung und Restaurierung in der Abteilung Kunst- und Denkmalpflege der Diözese Regensburg, gewonnen werden. Trotz des Umzugs ins neue Depot entwickelte sie das Projekt mit großem Engagement weiter. Unterstützt wurde sie von Josef Gaupp, Depotverwalter, Schreinermeister und Restaurator im Handwerk für Möbel, der die hölzernen Rohlinge fertigte. 

Für die sachgerechte Verpackung des Wolfgangshackls zeichnet Henryk Kazmierczak, wissenschaftlicher Restaurator für Metall, verantwortlich. Er entwickelte die Verpackung und führte die passgenauen Einschnitte in der Samtverkleidung aus. Den abschließenden künstlerischen Feinschliff übernahm Beatrix Maier vom Atelier Blattgold in Salzburg, die dem Wolfgangshackl seine besondere ästhetische Ausstrahlung verlieh. 

Symbol der Verbundenheit zwischen Bistum und Pfarreien

Das fertige Wolfgangshackl wurde Bischof Rudolf am 15. Dezember 2025 vorgestellt. Das erste Exemplar erhält die Pfarrei Neustadt an der Donau mit Regionaldekan Stummer als Andenken an die Eröffnung der Wolfgangswoche 2025. 

Mit dem Wolfgangshackl wird die Verbundenheit zwischen Diözese und ausrichtenden Pfarreien auf besondere Weise sichtbar: als Zeichen der Wertschätzung, als bleibende Erinnerung und als Ausdruck der lebendigen geistlichen Tradition rund um den heiligen Wolfgang.


Text: Sandra Mirwald

(kw)



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