News Bild Wiederholt hohe Erfolgsquoten in der Bildung und Ausbildung benachteiligter junger Menschen

Wiederholt hohe Erfolgsquoten in der Bildung und Ausbildung benachteiligter junger Menschen

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In den Einrichtungen der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg erhalten jährlich rund 3.000 junge Menschen eine maßgeschneiderte Förderung und Bildung. Davon wurden in 2013 allein 1.600 mit einer qualifizierten Ausbildung auf das Berufsleben vorbereitet. 397 Auszubildende in einem von Handwerkskammer oder IHK anerkannten Ausbildungsberuf haben ihre Lehrzeit in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen. Die Erfolgsquoten liegen je nach Einrichtung zwischen 95-98%. Für 95 Schülerinnen und Schüler aus den Förderzentren der KJF beginnt im Herbst mit einer Ausbildung oder Aufnahme einer Beschäftigung der Sprung ins Berufsleben. Darauf sind sie gut vorbereitet.

„Sie brauchen nur mehr Zeit und individuelle Förderung. Dann erlangen die meisten der benachteiligten jungen Menschen einen Berufsabschluss und können auf den Arbeitsmarkt vermittelt werden“, erklärt KJF-Direktor Michael Eibl. Die Erfolgsquoten der Ausbildungseinrichtungen und Förderberufsschulen in Regensburg, Abensberg und Ettmannsdorf sowie der Förderberufsschule der KJF in Plattling belegen dies zweifelsfrei. Deren 397 Absolventen haben sich dank der besonderen Rahmenbedingungen und intensiven Förderung durch professionelle Fachkräfte eine berufliche Qualifikation erworben, die ihnen gute Lebensperspektiven eröffnet.

Fuß fassen auf dem ersten Arbeitsmarkt

Die Voraussetzungen dafür sind gut, insbesondere mit einem Ausbildungsabschluss. In den Ausbildungseinrichtungen der KJF kann je nach individueller Voraussetzung eine Helfer-, Werker- oder Vollausbildung in fast 40 Berufen und 15 Berufsfeldern absolviert werden. Liegt die Ausbildungsreife noch nicht vor, so bereiten berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB), Arbeitserprobung und Berufsfindung sowie differenzierte Maßnahmen zur beruflichen Orientierung den Weg.

In der beruflichen Förderung, Ausbildung und Beschäftigung profitiert die KJF von der guten Zusammenarbeit mit der ARGE Stadt und Landkreis Regensburg, den Agenturen für Arbeit, den zuständigen Jugendämtern und dem Kultusministerium. Gemeinsam mit diesen Partnern gelingt die Teilhabe benachteiligter junger Menschen am Arbeitsleben.

Inklusion in den Förderzentren der KJF

Die KJF unterhält acht Förderzentren für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und eine Schule zur Erziehungshilfe. Die Förderzentren haben sogenannte Förderschwerpunkte: geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie Sprache und sozial-emotionale Entwicklung. So kann für jedes Kind die passende Schule gewählt werden.

Ein besonderes Anliegen der KJF-Förderzentren ist die Inklusion. Bereits seit 14 Jahren führen sie „Außenklassen“, heute „Partnerklassen“ genannt, in denen Kinder des Förderzentrums gemeinsam mit Kindern der Regelschule an der Regelschule unterrichtet werden. Darüber hinaus besuchen immer mehr Kinder mit Behinderung Klassen in Regelschulen. Der Mobile Sonderpädagogische Dienst der Förderschule kommt hier zum Einsatz. Die Öffnung der Förderzentren für Regelschüler verfolgt die KJF konsequent als Ziel eines inklusiven Bildungssystems, in dem Förderzentren ausgewiesene Kompetenzpartner und Experten sind. Die parteiübergreifende Entscheidung der Mitglieder der überfraktionellen Arbeitsgruppe im Bayerischen Landtag im Juli 2013 ist ein wichtiger Schritt im inklusiven Bildungssystem, für den sich KJF-Direktor Michael Eibl als 1. Vorsitzender der LAG Förderschulen besonders eingesetzt hat. Jetzt können auch Förderzentren das Profil „Inklusion“ beantragen.

Mit den Schulstandorten Regensburg, Abensberg, Cham, Eggenfelden, Offenstetten, und Straubing ist die KJF mit einem großen Einzugsgebiet innerhalb der Diözese präsent. Im vergangenen Schuljahr 2012/2013 haben 95 Schülerinnen und Schüler einen schulischen Abschluss an einem Förderzentrum erworben. Viele von ihnen haben den Quali geschafft und beginnen eine Ausbildung. Wieder andere wollen sich erst noch beruflich orientieren. Dies ist in den Förderzentren ebenfalls möglich mit dem BVJ, dem Berufsvorbereitungsjahr.