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Zur Neuigkeit
Wallfahrt zur Madonna von Werdenfels mit Weihbischof Dr. Josef Graf
„Bei Maria bin ich richtig mit meinen Sorgen“
Werdenfels, 1. Mai 2026
Die Gottesmutter Maria als Beschützerin eines Jeden, als Schutzfrau Bayerns und als Fürbitterin beim dreieinigen Gott stellte Weihbischof Dr. Josef Graf in den Mittelpunkt seiner Predigt beim Gottesdienst anlässlich der Wallfahrt nach Werdenfels. Alljährlich am 1. Mai pilgern zahlreiche Gläubige zur Werdenfelser Madonna. Bei idealem Wetter waren daher die Plätze am Areal vor der Waldkapelle bis auf den letzten Platz besetzt.
Die Waldkapelle mit der hier befindlichen und zum Gottesdienst vor dem Altar aufgestellten Madonna-Figur bezeichnete Kirchenrektor Pfarrer Günter Lesinski in seiner Begrüßung als „Ort der Stille, des Gebets und der Nähe zur Gottesmutter“. Die Werdenfelser Madonna bringe Trost, Hoffnung und mütterliche Fürsorge, so der Kirchenrektor weiter. Er freute sich besonders über die Präsenz des Weihbischofs, der dem Haus Werdenfels schon lange Zeit als Prediger und Begleiter von Exerzitien verbunden sei. Weihbischof Graf wies darauf hin, dass neben der Madonna hier vor der Waldkapelle sich in der Hauskapelle eine weitere Madonna befindet. „Über Maria kommen wir zu Jesus“, stellte er einleitend fest.
Maria als „Fürbitterin bei Gott“
In seiner Predigt skizzierte der Weihbischof die zentralen Charakteristika der Gottesmutter Maria: als Schutzpatronin mit dem Beschützerinstinkt für die Kinder – konkret für die Gläubigen, für die Kirche. „Wir dürfen uns mit kindlichem Vertrauen an Maria wenden. Sie ist die wichtigste Heilige und Fürbitterin bei Gott“, konkretisierte der Weihbischof. Dies komme besonders in der Bibelepisode der Hochzeit zu Kana zum Ausdruck, die durch das Wunder Jesu zu einem „großen Fest des Lebens“ wurde, so Weihbischof Graf. „Das große Fest beginnt, wenn wir uns auf Jesus einlassen“. Auch das traditionelle Gebet „Unter deinen Schutz und Schirm“ birgt diese Aspekte. „Bei Maria bin ich richtig mit meinen Sorgen“, fasste der Weihbischof diesen Aspekt zusammen.
Verantwortung des Patrons und Treue zum Patron
Rückblickend auf die 1990er Jahre, als er hier im Haus Werdenfels begann, Exerzitientage zu begleiten, ermunterte der Geistliche die Wallfahrer, heute – angesichts des Rückgangs an Kindern in der Kirche und von Kirchenaustritten – nicht aufzugeben, „die Kinder und Enkel ins Gebet einzuschließen und sie der Fürbitte Mariens anzuvertrauen.“ Auch aktuelle Aspekte, wie der Erhalt des Friedens, die Sorge um die Wirtschaft sowie Zukunftsängste und auch „um den Zustand unserer Kirche in unserem Land“ sprach der Weihbischof an. Mit Blick auf Maria als „Mutter unserer Kirche“ appellierte er an die Gottesdienstbesucher: „Halten Sie der Kirche die Treue! Vertrauen wir unsere Kirche weiterhin der Schutzfrau der Kirche und unseres Landes Bayern an.“ Seit 1916 ist Bayern durch den damaligen Papst Benedikt XV. besonders der Gottesmutter Maria anvertraut. Weihbischof Graf verwies abschließend auf den doppelten Gehalt des Patronats: zum einen die Verantwortung des Patrons, zum anderen die Treue zum Patron seitens der Gläubigen. „Wir dürfen auch weiterhin Maria unsere Sorgen als große Fürsprecherin anvertrauen“, schloss der Weihbischof seine Ansprache. Die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes oblag dem Bläserensemble Wenzenbach unter der Leitung von Andreas Wenzel und dem Gaudeamus-Chor, dirigiert von Gerhard Kolbeck. Am Ende der Eucharistiefeier segnete Weihbischof Graf die an die Pilger verteilten Marienmedaillen und -plaketten. Für die Jüngsten war Kinderschminken und -basteln angesagt.
Text und Fotos: Markus Bauer
(jas)









