Fußball auf Spielfeld

Vor der Fußball-WM: Leo XIV. betet für Sportler und Funktionäre

Die Werte des Sports


Rom / Regensburg, 3. Juni 2026

Sport ist weit mehr als körperliche Betätigung. Er schafft Begegnungen, fördert Freundschaften und vermittelt Werte, die weit über das Spielfeld hinausreichen. Diese Botschaft steht im Mittelpunkt des jüngsten Gebetsvideos von Papst Leo, in dem er den Sport als Ort der Gemeinschaft, des Friedens und der Geschwisterlichkeit beschreibt.

In seinem monatlichen Gebetsanliegen befasst sich Papst Leo mit einem Thema, das ihm selbst sehr am Herzen liegt: dem Sport. In seiner Videobotschaft, die der Vatikan diesen Dienstag veröffentlichte, erinnert der Pontifex daran, dass sportlicher Erfolg nicht allein im Sieg liegt, sondern in Gemeinschaft, Respekt und der Erfahrung, Teil eines größeren Teams zu sein.

Zu Beginn des Videos, in dem sich Papst Leo an die Gläubigen wendet, dankt er dem „Herrn des Lebens“ „für das Geschenk des Sports, für diejenigen, die Gott durch körperliche Betätigung verherrlichen, für die Freundschaften, die auf dem Spielfeld entstehen, und für die Freude am gemeinsamen Spiel.“ Der Herr lehre uns, „dass im Leben wie im Spiel niemand sich allein retten kann,“ so der Papst weiter. „Wir brauchen die anderen, um zu wachsen, um Respekt zu lernen, Grenzen zu überwinden und gemeinsam die errungenen Siege zu feiern.“

Geschwisterlichkeit statt sinnloser Rivalität

Die Vorstellung vom Sport als Werkzeug des Friedens hat eine jahrhundertealte Tradition. Ihre Wurzeln reichen bis zu den Olympischen Spielen der Antike zurück. Bereits im 9. Jahrhundert vor Christus wurde in Griechenland der sogenannte "Olympische Frieden" vereinbart. Diese Waffenruhe zwischen häufig verfeindeten Stadtstaaten sollte Athleten und Besuchern eine sichere Teilnahme an den Spielen ermöglichen. Sport wurde damit zu einer Brücke für Dialog und friedliches Zusammenleben.

So spricht sich auch der Papst in seinem Gebet gegen eine Kultur der sinnlosen Rivalität aus. Der Sport solle eine „Schule der Geschwisterlichkeit“ sein, ein „Ort der Begegnung statt der Ausgrenzung“, ein „Weg des Friedens und nicht der Gewalt.“ Und daher ginge es auch darum, im Sport „eine universelle Sprache zu entdecken, die Kulturen einander näherbringt, Völker vereint und Respekt, Solidarität und persönliches Wachstum sät.“

Das Anliegen des Papstes

In seinem Gebet zeichnet der Papst das Bild eines Sports, der nicht trennt, sondern verbindet; in dem Fairness, Respekt und Zusammenhalt Werte sind, die auf dem Spielfeld gelernt und in die Gesellschaft hineingetragen werden können. Daher seine abschließende Bitte: „Herr Jesus, lass jede Sportart ein Gleichnis für ein Leben mit Dir sein, in dem wir mit Engagement und Freude zusammenarbeiten, demütig in der Niederlage leben und dankbar für den Sieg, den Du uns in Deiner Auferstehung schenkst. Möge uns niemals Dein Geist fehlen, der uns zu einem einzigen Team macht, vereint mit Dir, um Gemeinschaft und Geschwisterlichkeit in der Geschichte aufzubauen.“

Das Video mit den Gebetsanliegen ist ein Projekt des „Weltweiten Gebetsnetzwerks des Papstes“. In kurzen Videos geht der Pontifex jeden Monat auf eine der Herausforderungen ein, vor denen die Menschheit und die Kirche aktuell stehen. Das Weltweite Gebetsnetzwerk des Papstes ist in über 92 Ländern vertreten und bildet eine geistliche Gemeinschaft von mehr als 22 Millionen Menschen, die jeden Tag in Bereitschaft für die Mission Gottes leben wollen. Im Dezember 2020 gründete Papst Franziskus das Päpstliche Werk als Vatikanische Stiftung und genehmigte dessen endgültige Statuten im Juli 2024.

Text: Vatican News

(sig)



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