News Bild Unterstützung für die Christen im Heiligen Land - Bischof Rudolf Voderholzer in den Ritterorden vom Heiligen Grab aufgenommen

Unterstützung für die Christen im Heiligen Land - Bischof Rudolf Voderholzer in den Ritterorden vom Heiligen Grab aufgenommen

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Am Samstag hat die Frühjahrsinvestitur des Päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem in Münster stattgefunden. Die Komturei St. Ludgerus Münster hatte für die Zeit vom Freitag bis Sonntag dazu eingeladen. Dem Investiturgottesdienst im Dom St. Paulus in Münster stand Kardinal Reinhard Marx vor, der der Großprior der deutschen Statthalterei des Ordens ist. Dabei wurden 28 Kandidatinnen und Kandidaten aus Deutschland aufgenommen. Darunter befanden sich Dr. Rudolf Voderholzer, Bischof von Regensburg, und Dr. Stephan Burger, Erzbischof von Freiburg. Auch die Regensburger Bischöfe Kardinal Gerhard Müller und Manfred Müller sind bzw. waren Mitglieder der Heilig-Grab-Ritter.

 

Der Statthalter legte den Ordensmantel um

Vom Priesterseminar Borromaeum aus waren die künftigen Ordensmitglieder in den Dom eingezogen. Er war mit rund 900 Menschen vollbesetzt, darunter 400 Ordens-mitglieder. Investitur bedeutet zunächst die Einkleidung, die allerdings in diesem Zusammenhang für die Aufnahme in die Gemeinschaft der Heilig-Grab-Ritter steht. Zur Investitur kamen zu zweit zunächst die Ritter, dann die Damen, dann die Geistlichen unter den Kandidaten nach vorn, erklärten ihre Bereitschaft, die Ziele des Ordens mitzutragen, knieten nieder und nahmen von Kardinal Marx das Ordenskreuz entgegen. Dann legte ihnen Statthalter Dr. Detlef Brümmer den Ordensmantel um. Die männlichen Kandidaten empfingen außerdem den symbolischen Ritterschlag.

 

Das Taufkleid, wichtigstes Kleid unseres Lebens

In den Mittelpunkt seiner Predigt hatte Großprior Kardinal Marx zuvor das Gebet gestellt. Der Ritterorden sei eine Gemeinschaft des Gebets, des Handelns und des Zeugnisses. „Wir brauchen die Kraft, die aus dem Gebet kommt“, unterstrich der Großprior. „Der Ordensmantel und viele liturgische Gewänder verweisen auf das Taufkleid, das wichtigste Kleid unseres Lebens“, sagte Marx. Den neuen Ordensmitgliedern wünschte er, dass sie „das Tragen dieses Mantels empfinden wie ein Umhüllt-Werden von der Liebe Jesu Christi.“ Am Sonntag beschloss der Dankgottesdienst die Feiern, dem der Münsteraner Bischof Dr. Felix Genn vorstand.

 

Statthalterei unterstützt 40 Gymnasien

Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem ist ein päpstlicher Laienorden, dem auch geistliche Mitglieder, darunter zahlreiche Bischöfe angehören. Bischof Rudolf Voderholzer ist es insbesondere ein Anliegen, die Bischöfe im Heiligen Land zu unterstützen, denen er sich in der Kollegialität des Bischofsamtes verbunden weiß. Seit mehr als 150 Jahren übernimmt der Orden Aufgaben im Heiligen Land mit Schwerpunkt in Israel, Jordanien und Palästina. Weltweit hat er rund 30.000 Mitglieder, in Deutschland sind es 1.450. Die deutsche Statthalterei unterstützt vor allem die rund 40 katholischen Gymnasien im Heiligen Land. Die Gesamtleistung der Deutschen Statthalterei betrug 2015 circa 1,7 Millionen Euro, finanziert durch Jahresbeiträge und Spenden.