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Zur Neuigkeit
Vatikan: Bischof Voderholzer nahm an Plenaria des Dikasteriums für die Glaubenslehre teil
Audienz bei Papst Leo XIV.
Rom / Regensburg, 30. Januar 2026
Vom 27. bis 29. Januar tagte in Rom die Plenarversammlung des Dikasteriums für die Glaubenslehre. An der Vollversammlung nahm Bischof Dr. Rudolf Voderholzer als einziger Vertreter aus Deutschland teil. Höhepunkt der Beratungen war am Donnerstag, 29. Januar, eine Audienz bei Papst Leo XIV. im Vatikan.
Im Rahmen dieser Begegnung hob der Heilige Vater die zentrale Bedeutung der Weitergabe des Glaubens hervor und würdigte die Arbeit des Dikasteriums im Dienst der Neuevangelisierung. Er machte deutlich, dass die Kirche vor der Aufgabe steht, auf einen spürbaren Bruch in der generationenübergreifenden Glaubensweitergabe zu antworten, der sich besonders in den traditionell evangelisierten Regionen bemerkbar macht. Zugleich ermutigte er dazu, die missionarische Ausrichtung der Kirche zu vertiefen und den Glauben vor allem durch glaubwürdiges Zeugnis und geistliche Anziehungskraft weiterzugeben.
Papst Leo XIV. erinnerte zudem an die besondere Verantwortung des Dikasteriums, den Papst und die Bischöfe durch klare lehrmäßige Orientierung in neuen und sensiblen Fragestellungen zu unterstützen. In diesem Zusammenhang würdigte er die in den vergangenen Jahren veröffentlichten Dokumente, die den Gläubigen, den Bischöfen und den Theologen eine verlässliche Grundlage für pastorales Handeln, theologisches Arbeiten und Evangelisierung bieten. Dazu zählen unter anderem Stellungnahmen zu Fragen der Sakramente, der Menschenwürde, zu übernatürlichen Phänomenen, zur marianischen Theologie, zum Eheverständnis sowie zum Verhältnis von menschlicher und künstlicher Intelligenz.
Darüber hinaus betonte der Heilige Vater, dass die Kirche Christus verkündet und nicht sich selbst, und dass ihr missionarischer Auftrag nicht aus organisatorischer Stärke, sondern aus der geistlichen Kraft der Liebe Christi erwächst. Er rief zu einem Dienst in Demut und Verantwortlichkeit auf und erinnerte daran, dass im sensiblen Umgang mit kirchlichen Disziplinarfällen die Anforderungen von Gerechtigkeit, Wahrheit und Liebe stets gewahrt bleiben müssen.
Bereits mit Schreiben vom 10. Mai 2024 hatte Kardinal Victor Manuel Fernández, Präfekt des Dikasteriums für die Glaubenslehre, Bischof Voderholzer darüber informiert, dass Papst Franziskus seine Mitgliedschaft im Dikasterium um weitere fünf Jahre verlängert hat. Der Präfekt würdigte dabei ausdrücklich die fachliche Kompetenz und die konstruktive Mitarbeit des Regensburger Bischofs. Das Oberhaupt der Diözese Regensburg wurde erstmals im Mai 2014 von Papst Franziskus in das damalige Dikasterium berufen. 2019 erfolgte eine erste Verlängerung seiner Mitgliedschaft um weitere fünf Jahre.
Hintergrund: Das Dikasterium für die Glaubenslehre
Das Dikasterium für die Glaubenslehre geht auf eine von Papst Paul III. im Jahr 1542 errichtete Kommission zurück, die den Auftrag erhielt, über Fragen des Glaubens zu wachen (Bulle Licet ab initio). Ursprünglich war sie als Gericht für Fälle von Häresie und Schisma konzipiert; ab 1555 wurde der Aufgabenbereich um moraltheologische Fragestellungen erweitert. Heute unterstützt das Dikasterium den Papst und die Bischöfe weltweit in Fragen der Glaubenslehre und der theologischen Orientierung.
Text: Stefan Groß, Fotos: © Vatican Media
(SSC)
Weitere Infos
Die Ansprache des Heiligen Vaters bei der Vollversammlung des Dikasteriums nachlesen




