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Zur Neuigkeit
Unerlaubte Bischofsweihen: Vatikan hat reagiert
Großes Bedauern, trotzdem Hoffnung
Rom / Regensnburg, 2. Juli 2026
Trotz eindringlicher Warnungen aus Rom haben die traditionalistischen Piusbrüder in der Schweiz Bischöfe geweiht – ohne päpstliche Erlaubnis. Der Vatikan spricht von Konsequenzen, hofft aber weiter auf Dialog.
Der Vatikan hat «tiefes Bedauern» über die unerlaubten Bischofsweihen der traditionalistischen Piusbruderschaft geäußert. Es handle sich um einen «schismatischen» - spalterischen - Akt, sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Mittwochabend vor Journalisten in Rom. Darauf habe auch Papst Leo XIV. zuvor in seinem Schreiben an die Leitung der Vereinigung St. Pius X. hingewiesen.
Parolin betonte, Bischofsweihen ohne päpstlichen Auftrag hätten konkrete Sanktionen zur Folge. Wann und wie die Exkommunikation verhängt werde, könne er nicht sagen. Er bekundete Hoffnung auf eineWiederaufnahme des Dialogs.
Anerkennung des Zweiten Vatikanischen Konzils
Wie zuvor Leo XIV. bekräftigte auch Parolin, die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) seien verbindlich. «Das Zweite Vatikanische Konzil ist ein Meilenstein in der Geschichte der Kirche, der anerkannt und richtig umgesetzt werden muss», sagte der Kardinalstaatssekretär.
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. hatte am Mittwoch im schweizerischen Écône gegen den ausdrücklichen Willen des Vatikans vier Priester zu Bischöfen geweiht. Nach katholischer Lehre besitzen Bischöfe die «Fülle des Weihesakraments» und können somit Diakone, Priester und neue Bischöfe weihen. Deshalb sind Bischofsweihen ohne Zustimmung des Papstes nach dem Kirchenrecht verboten. Wer dem zuwiderhandelt, zieht sich automatisch die Beugestrafe der Exkommunikation zu.
Text: KNA-Notizblock
(sig)




