gruppenfoto bischof voderholzer mit priesterjubilaren

Bischof Voderholzer feiert mit Priesterjubilaren im Regensburger Dom und dankt für 50 Jahre Dienst

Mit Franz von Assisi auf das Priestertum blicken


Regensburg, den 1. Juli 2026

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer hat am 1. Juli 2026 in der Sailerkapelle des Regensburger Doms mit den Priestern des Weihejahrgangs 1976 die Dankmesse zu ihrem 50-jährigen Priesterjubiläum gefeiert. Der Gottesdienst verband mit dem Dank auch die Erinnerung an die 50 Jahre ihres Dienstes und eine geistliche Ermutigung für die Zukunft. Zugleich wurde der verstorbenen Mitbrüder des Weihejahrgangs gedacht.

Bischof Voderholzer nahm in seiner Predigt die Weihepredigt von Bischof Rudolf Graber aus dem Jahr 1976 auf. Graber hatte den damaligen Neupriestern Franz von Assisi vor Augen gestellt – in einem Jahr, in dem das Bistum 700 Jahre gotischen Dom und 750 Jahre Tod des heiligen Franziskus beging. Nun, 50 Jahre später, stehen erneut zwei Jubiläen nebeneinander: 750 Jahre Dom und das 800. Todesjahr des heiligen Franz von Assisi.

Bischof Graber habe damals besonders auf die Hochschätzung des Priestertums durch Franz von Assisi geblickt. Der Poverello, der selbst Diakon blieb, habe die Priester nicht wegen ihrer Person verehrt, sondern wegen des Dienstes, der ihnen anvertraut ist. Bischof Voderholzer zitierte Graber mit dem Hinweis, Franziskus ehre die Priester, weil sie „Christi heiligsten Leib und sein heiligstes Blut anderen darreichen“.

Bischof Voderholzer erinnerte an Grabers Hinweis, Franziskus habe die Priester verehrt, weil sie „Christi heiligsten Leib und sein heiligstes Blut anderen darreichen“. Für Franziskus war also nicht die Person des Priesters entscheidend, sondern das Geheimnis, dem er dient. Die Würde des Priestertums gründet nicht in menschlicher Leistung oder persönlicher Größe, sie gründet in Christus. Darum konnte Franziskus auch in einer Zeit kirchlicher Schwäche an dieser Ehrfurcht festhalten. 

Ehrfurcht vor Eucharistie, Wort Gottes und dem Heiligen

Für Franz von Assisi gehörten Priestertum, Eucharistie und Wort Gottes zusammen. Franziskus wollte, dass die heiligsten Geheimnisse „über alles geehrt, angebetet und an kostbaren Stellen aufbewahrt werden“. Die Ehrfurcht vor dem Priestertum führte bei ihm immer zur Ehrfurcht vor Christus in der Eucharistie.

Zum Schluss dankte Bischof Voderholzer den Jubilaren für ihren Dienst an vielen Orten und Dienststellen, bis hinein ins Ordinariat und ins Domkapitel. Er wünsche ihnen weiter Freude am Beten, am Gottesdienstfeiern und auch dankbare Rückmeldungen von den Menschen.

„Gewiss, unsere Aufgabe ist nicht zu ernten, sondern zu säen“, sagte der Bischof. Freuen dürfe es dennoch, wenn ein Wort, eine Geste oder eine Zuwendung auf fruchtbaren Boden gefallen sei und Frucht bringe. Nach der Eucharistiefeier zog der Diözesanbischof gemeinsam mit den Priestern in die Krypta des Domes, um am Grab von Bischof Rudolf Graber zu beten. 

Text und Foto: Stefan Groß



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