Gruppenbild der Akteure bei der Ausstellung "Faszination Kathedrale in Regensburg

St. Ulrich: Bischof Voderholzer eröffnet Ausstellung „Faszination Kathedrale“

Zeitgenössische Kunst trifft Kathedrale


Regensburg, 26. Juni 2026

Mit rund 200 Gästen ist am Abend des 24. Juni 2026 die Ausstellung „Faszination Kathedrale“ in der Museumskirche St. Ulrich feierlich eröffnet worden. Trotz schwülwarmer Temperaturen fand sich ein breites Publikum aus Kirche, Kultur und Öffentlichkeit ein, um die Schau anlässlich des 750‑jährigen Jubiläums des Regensburger Doms St. Peter zu erleben. Für die musikalische Gestaltung sorgte das Ensemble Classico aus ehemaligen Domspatzen. Nach der Begrüßung durch Dr. Maria Baumann, Leiterin der Kunstsammlungen des Bistums Regensburg, folgten Grußwort, Einführung und die offizielle Eröffnung. 

Dank an Mitwirkende und Ausblick auf die Ausstellung im DEZ

Dr. Maria Baumann hieß die zahlreichen Gäste willkommen und dankte den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern, den privaten Leihgebern – insbesondere Msgr. Dr. Werner Schrüfer – sowie dem Team der Kunstsammlungen, vor allem der Kuratorin Ines Amann, für die Realisierung der Ausstellung. Sie verwies zudem auf die Kooperation mit dem Donaueinkaufszentrum, die es ermöglicht, die Ausstellung im Herbst auch dort zu präsentieren: Von 21. September bis 2. Oktober 2026 wird „Faszination Kathedrale“ auf der großen Ausstellungsfläche des DEZ gezeigt.

Der Dom als geistlicher und kultureller Mittelpunkt

Dompropst Dr. Franz Frühmorgen stellte die Ausstellung in den Kontext international bedeutender Kathedralen und des Regensburger Domjubiläums. Er betonte, dass es in Regensburg keine Pläne für Eintrittsgelder gebe, und verwies auf das vielfältige Jubiläumsprogramm mit Konzerten, Aktionen wie dem „Blühenden Dom“ sowie neuen Publikationen, darunter die Neuauflage des Domführers und der Essayband „Mehr als Stein und Glas“. Auch ein neues 3D‑Tastmodell des Doms hob er als wichtigen Beitrag zu Barrierefreiheit und Inklusion hervor. Zugleich unterstrich er die Bedeutung des Doms als geistlichen Ort, den die Ausstellung in baulicher wie spiritueller Dimension würdigt.

Die Kathedrale als Erfahrungsraum

In seiner Einführung machte Msgr. Dr. Werner Schrüfer deutlich, dass Kathedralen weit mehr sind als historische Bauwerke: Sie seien Erfahrungsräume, die Menschen durch ihre Architektur, ihr Licht und ihre Atmosphäre nachhaltig prägen können.

Zeitgenössische Kunst im Dialog mit der Kathedrale

Die Ausstellung vereint Werke unterschiedlicher Jahrzehnte und künstlerischer Positionen und zeigt die Kathedrale als anhaltende Inspirationsquelle. Besonders hervorzuheben sind die eigens entstandenen Arbeiten der vier jungen Künstlerinnen und Künstler Paula Dischinger, Valentin Goppel, Tanja Riebel und Koloman Wagner, die neue Perspektiven auf das Thema eröffnen. Ergänzt werden diese durch Werke von Stefan Bircheneder, Ottmar Hörl, Ursula Jüngst, Rita Karrer, Jörg Schemmann, Willi Ulfig u.v.m. Begleitend zur Ausstellung ist ein reich bebilderter Katalog erschienen, der vertiefte Einblicke in die gezeigten Werke und Themen bietet. Er ist bei Bücher Pustet sowie im Infozentrum Domplatz 5 erhältlich.

Bischof Voderholzer eröffnet die Ausstellung

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer eröffnete die Ausstellung und würdigte das Engagement der Künstler, der Kuratorin und des gesamten Teams. Geprägt von barocken und rokokolastigen Kirchenräumen seiner oberbayerischen Heimat habe er in Regensburg die gotische Architektur neu schätzen gelernt. Heute könne er sich keinen besseren Ort für den Bischofssitz vorstellen als den Regensburger Dom: „Es ist gut, dass er hier steht.“ 

Museumsapp und Begleitprogramm erweitern das Ausstellungserlebnis

Zur Ausstellung wurde vom Team der Kunstsammlungen des Bistums eine Museumsapp entwickelt, die zusätzliche Informationen zu den einzelnen Exponaten bietet und eine individuelle Erkundung vor Ort ermöglicht. Darüber hinaus lädt ein umfangreiches Begleitprogramm dazu ein, die Inhalte weiter zu vertiefen. Dazu gehören Künstlergespräche und Führungen, die unterschiedliche Zugänge eröffnen und den Austausch mit Kunstwerken wie Kunstschaffenden fördern. 

Mit „Faszination Kathedrale“ ist ein Projekt gelungen, das den Regensburger Dom nicht nur als architektonisches Meisterwerk sichtbar macht, sondern ihn auch als lebendigen Ort der Inspiration und Auseinandersetzung erfahrbar werden lässt. Außerdem zeigt sie, welches Potential in der Verbindung von historischer Architektur und zeitgenössischer Kunst liegt. 

Text: Christiane Haupt-Schmid M.A. 

(SSC)



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