Regensburg, 31. März 2025
Im Rahmen der Misereor Fastenaktion 2025 besuchte Rev. Fr. Lawrance Newman Peiris aus Sri Lanka am vergangenen Montag und Dienstag die Diözese Regensburg. Das diesjährige Spendenprojekt unterstützt Arbeiterinnen auf Teeplantagen in Sri Lanka – auch in der Diözese von Rev. Fr. Newman Peiris. Als Diözesandirektor der dortigen Caritas, sieht er aus erster Hand, wie die Hilfe wirkt. Teil des Besuchs war auch ein Treffen mit Bischof Rudolf Voderholzer.
Der fünfte Fastensonntag ist in Deutschland traditionell der „Misereorsonntag“. Kommenden Sonntag ist es soweit: damit endet die Fastenaktion von Misereor mit der deutschlandweiten Misereorkollekte. Die Fastenaktion steht in diesem Jahr unter dem Motto „Auf die Würde. Fertig. Los!“. Im Zentrum steht ein Projekt in Sri Lanka. Es soll stark verarmten Arbeiterinnen und Arbeitern auf Teeplantagen helfen, Wege aus der Armut zu finden.
Zwar gibt keine Kolonialherrscher mehr, die Arbeits-und Lebensbedingungen haben sich aber kaum geändert, erzählt Rev. Fr. Newman Peiris. „Die Wasserqualität und die sanitären Bedingungen sind schlecht. Kinder gehen meistens nicht zur Schule und selbst wenn, brechen die meisten frühzeitig ab, um Geld zu verdienen“. Außerdem würden die Tamile oft diskriminiert und marginalisiert.
Wie Misereor vor Ort hilft
In Sri Lanka arbeitet Misereor mit der örtlichen Caritas Sri Lanka-SEDEC zusammen. Sie ermutigt die Menschen vor Ort, ihre Rechte aktiv einzufordern. Dafür führt SEDEC unter anderem das „Green Gold Harvester (GGH) Projekt“ durch. In dem Projekt geht es darum, der Gemeinschaft dabei zu helfen, für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen und sich aus der Abhängigkeit vom Plantagenmanagement zu befreien. „In unseren Trainings lernen die Menschen aus den Teeplantagen, wie sie sich organisieren können, welche Rechte sie haben, wie man Ausweispapiere bekommen kann oder wie sie Gemüse anbauen und Tiere halten können. Besonders unterstützen wir Frauen dabei, ein eigenes Business auf die Beine zu stellen“, so Vinayaga Devi Jayakanthan, die Koordinatorin des GGH-Projekts.
Ein besonderer Gast: Rev. Fr. Lawrance Newman Peiris
Für Rev. Fr. Newman Peiris begann der Diözesanbesuch am Goethe-Gymnasium. Dort traf er einige Schüler – und war begeistert von der Neugier und den Fragen der Jugendlichen: „Sie wollten so viel wissen, warum ich Priester geworden bin, wie ich den Menschen helfe, wie die Situation in Sri Lanka ist“. Nach einer kleinen Tour durch Regensburg und einem Bratwurstkipferl traf er sich mit Bischof Rudolf Voderholzer. Für Rev. Fr. Newman Peiris geht es jetzt noch weiter in die Diözese Münster und ins Ruhrgebiet. Davor besucht er allerdings noch die Marienschulen im Bistum Regensburg.
Sri Lanka: Der Glaube wächst stetig
Sri Lanka ist eine Inselnation im Indischen Ozean mit etwa 22 Millionen Einwohnern einer reichen und vielfältigen Geschichte und großer kultureller Vielfalt. Rund 80 Prozent sind Buddhisten. Nur eine kleine Minderheit ist katholisch. Allerdings wächst die Kirche dort, meint Rev. Fr. Newman Peiris: es gebe viele Priester und immer mehr Menschen konvertierten von anderen Glaubensrichtungen zum Christentum.
Rev. Fr. Newman Peiris nimmt viel aus Deutschland mit. Neben Eindrücken und Gesprächen habe er zum Beispiel jetzt schon die Geschichte für seine Osterbotschaft: „Jetzt sind die Bäume noch kahl, mir wurde aber gesagt, dass am Ende der Fastenzeit alles grün sein und blühen wird. Das Laub ist dadurch ein wunderbares Zeichen für die Hoffnung auf die Auferstehung“.
Text und Fotos: Maximilian Wagner
(jas)