News Bild Regensburger Pfarreien beten den Kreuzweg - Bischof Gerhard Ludwig Müller: „Jesus Christus lässt uns mit unserem Leid nicht allein“

Regensburger Pfarreien beten den Kreuzweg - Bischof Gerhard Ludwig Müller: „Jesus Christus lässt uns mit unserem Leid nicht allein“

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Auch in diesem Jahr ging Bischof Gerhard Ludwig Müller am Abend des Palmsonntags der Tradition folgend den Kreuzweg auf den Dreifaltigkeitsberg. Zahlreiche Gläubige, viele Geistliche und die Priesterseminaristen hatten sich versammelt, um die Via Crucis mitzugehen und gemeinsam zu beten. Die 14 Stationen, die den Leidensweg Jesu Christi beschreiben, wurden von Schülerinnen der Mädchenrealschule Niedermünster sowie von Ordensleuten mit Fackeln erhellt.

Der Kreuzweg endete an der Dreifaltigkeitskirche, vor der Bischof Gerhard Ludwig Müller sich an die Gläubigen wandte: „Seit 170 Jahren pilgern die Menschen auf den Dreifaltigkeitsberg und beten den Kreuzweg. Oftmals verbinden sie dabei ihr eigenes Schicksal mit dem Leid Jesu Christi. Denn viele von uns wissen, was es bedeutet ein Kreuz zu tragen, weil sie von Schicksal und persönlichem Unglück, von großer Not und Krankheit heimgesucht wurden. Viele Menschen drohen daran zu zerbrechen und nicht selten hadern sie dabei auch mit Gott, wenn viele Lebenspläne plötzlich zerstört werden.“ Was es bedeute, sein Schicksal zu ertragen, so der Regensburger Oberhirte, zeige das Lebenszeugnis der seligen Anna Schäffer, die im Oktober dieses Jahres in Rom heilig gesprochen wird. „Auch Anna Schäffer hat durch einen Unfall unverschuldet einen schweren Schicksalsschlag erlitten, dennoch hat sie Ihr Leid auf sich genommen und ertragen und so einen tiefen Frieden für ihre Seele gefunden. Sie soll uns ein Beispiel dafür sein, auch in schweren Zeiten auf Gott zu vertrauen, der uns an der Hand nimmt und uns nicht alleine lässt.“

Bischof Gerhard Ludwig Müller ermunterte daher die Gläubigen für diejenigen Menschen zu beten, die von Schicksalsschlägen unverschuldet getroffen wurden aber auch diejenigen in ihr Gebet zu nehmen, die sich schuldig gemacht haben an ihren Mitmenschen. „Als Christen können wir darauf vertrauen, dass uns Jesus in unserem Leid nicht alleine lässt . Er ist es auch, der die Schuld der Menschen auf sich nimmt und jedem, der ihn um Vergebung bittet, eine neue Chance gibt. So wollen wir Zeugnis geben und zeigen, dass unser Glaube nicht nur eine leere Theorie ist, sondern dass wir aus unserem Gottvertrauen heraus Kraft für unser Leben schöpfen können. Der gekreuzigte Christus, der sein Blut vergossen hat für alle Menschen hilft uns, alles Leid, alle Not und Schicksalsschläge zu ertragen, denn er nimmt uns bei der Hand und lässt uns nicht allein“, so Bischof Gerhard Ludwig Müller zu den Gläubigen.